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Mähroboter: So mäht man heute

Keine Lust aufs Selbermähen? Vielleicht sogar Energiekosten sparen? Ein smartes Helferlein bringt beides unter einen Hut. Unser Ratgeber für Mähroboter.

© Gardena

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Heißen die smarten Gartengeräte nun „Rasenmähroboter“ oder „Roboterrasenmäher“? Während sich manche Werbestrategen noch über den richtigen Begriff streiten, sagen die meisten Gartenbesitzer schlicht „Mähroboter“ und freuen sich längst über die willkommene automatische Hilfe – wobei „automatisch“ gar nicht unbedingt die erste Wahl sein sollte. Aber dazu später mehr.

Welche Vorteile bieten Mähroboter?

Gleich mehrere! Den wichtigsten, die Arbeits- und Zeitersparnis durch das smarte Helferlein, mal beiseite gelassen: Wer einen Mähroboter „beschäftigt“, freut sich über einen gleichmäßig schönen, fast durchgehend gemähten Rasen, weil das Gerät bei einer bestimmten Rasenhöhe automatisch loslegt – vorbei die Zeiten, wo der Rasen mal niedrig, mal hoch, mal stoppelig war. Nicht einmal muss der geschnittene Rasen entsorgt werden, weil es immer so geringe Mengen und feine Schnittreste sind, dass sie als natürlicher Dünger liegen bleiben können.

© Gardena / Mähroboter hinterlassen so feine Grasreste, dass sie wie natürlicher Dünger liegen bleiben können.

Dazu die Lautstärke: Im Vergleich zu normalen Rasenmähern surrt der kleine Gartenhelfer relativ leise vor sich hin. Oder auch die Stromkosten: Nur wenige Euro pro Monat bei nahezu immer gemähtem Rasen sind ein schönes Extra-Argument. Oft können auch individuelle Mähzeiten programmiert werden, z.B. über eine Smartphone-App. Und schließlich merken praktisch alle derzeit erhältlichen Modelle, wann sich die Akku-Energie dem Ende neigt, und kehren selbsttätig zur Ladestation zurück.

Gibt es auch Nachteile?

Mähroboter gehen meist nicht wie ihre menschlichen Kollegen vor, das Mähen erfolgt nicht geradeaus und Bahn für Bahn. Stattdessen regiert bei vielen der Zufall: Das Gerät fährt auf den ersten Blick ziemlich wild hin und her, erkennt Hindernisse, biegt ab und macht entsprechend weiter – so dass der Mähvorgang zwar automatisch abläuft, aber eben auch recht lange dauern kann; und das Surren des Gerätes kann dann auch irgendwann nerven. Teurere Modelle kommen mit GPS und Kompass daher und mähen gezielt nach bestimmten Mustern.

Ein Nachteil ist auch die einmalige Vorbereitung, die ziemlich aufwendig sein kann. Die meisten Mähroboter brauchen eine Art Begrenzungszaun, in dessen Innenbereich sie sich bewegen – jedoch nicht mit Hilfe eines richtigen Zaunes, sondern im Erdreich werden Induktionsschleifen verlegt. Bei wiederum teureren Modellen, die durch Sensoren den Grasbereich erkennen, entfällt diese Begrenzung.

Muss sie jedoch verlegt werden, sollte der Garten nicht zu komplex gestaltet sein. Auch fürs Mähen selbst können enge oder verwinkelte Stellen problematisch sein. Ebenso sollte man auf Unebenheiten, zu große Steigungen und herumliegende Zweige achten – wobei die heutigen modernen Mähroboter schon einiges wegstecken können.

Welchen Mähroboter für welchen Zweck?

Gute Geräte sind schon ab etwa 800 Euro zu haben, eignen sich dann jedoch eher für kleinere bzw. normal große Rasenflächen. In der Preisklasse 1000 bis 1500 Euro ist schon deutlich mehr Power zu erwarten, von großen Rasenflächen über Akkus mit viel Energie bis zu größeren Schnitthöhen. Jenseits der 2000 Euro gibt es dann auch zahlreiche Komfortfunktionen, die das Gerät noch smarter machen – etwa Sensoren gegen Kippen, Abgründe, Regen oder zu viel Feuchtigkeit im Boden. Und dass der Mähvorgang gestoppt wird, wenn zum Beispiel Tiere sich nähern, ist auch nicht gerade unpraktisch. Aber auch von diesen Funktionen können selbst die günstigeren Modelle schon einiges!

© Gardena / Über das Display oder App lassen sich individuelle Mähzeiten programmieren.

Apropos unpraktisch: Ein Mähroboter, der nicht selbsttätig zur Ladestation zurückkehrt, sondern gezielt aufgeladen werden muss, ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit – selbst wenn er als „automatisch“ angepriesen wird. Nur „vollautomatische“ Mähroboter sind perfekte Gartenhelfer, von denen man (fast) nichts mitbekommt.

Beispiele für empfehlenswerte Mähroboter

© Gardena / Mähroboter R40LiFür rund 865 Euro bekommt man schon viel gute Gardena-Qualität geboten: Der R40Li ist vollautomatisch, hat hochsensible Kollisions-, Hebe- und Neigesensoren, schafft bis zu 400 qm bei maximal 25 % Steigung, braucht aber durch 170 mm Schnittbreite eventuell etwas länger. Über ein Display mit Tastenfeld können individuelle Mähzeiten programmiert werden. Sein großer Bruder, der R70Li, schafft für 150 Euro mehr fast das Doppelte an Rasenflächen.

© Bosch / Mähroboter Indego 350Der Indego 350 von Bosch kostet um die 945 Euro und mäht ähnlich viel Fläche wie das günstige Gardena-Modell. Dafür kommt er mit einem automatischen Mähkalender: Der Indego kartiert die Rasenfläche und errechnet den optimalen Mähzyklus für die individuell erfasste Größe. Auch kann das Gerät per Smartphone oder Tablet bedient werden, sogar von unterwegs aus.

Große Rasenflächen sind die Domäne des Gardena 60 Smart Sileno+, der auch enge Bereiche durchfahren kann. Das Gerät schafft bis zu 1300 qm und bewältigt mit kraftvollem Hinterradantrieb unebenes Gelände und sogar Steigungen bis 35 Prozent. Die Schnittbreite beträgt 220 mm, die maximale Rasenhöhe 60 mm. Auch dieses Gardena-Modell ist bei Regen einsetzbar. Kostenpunkt: knapp 1700 Euro.

Fazit

Zwar sind der Installationsaufwand und die Einstiegskosten im Vergleich zum üblichen Rasenmäher recht hoch, doch fallen beide nur einmalig ein – während beim Elektro- oder Benzinmäher der immerwährende Eigenaufwand in die Bilanz eingerechnet werden muss. Wer diese Anfangshürde bei Mährobotern nicht scheut, für den heißt es danach: sparen, sparen, sparen. Nicht nur bei den Energiekosten, sondern vor allem Zeit und Mühe.

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