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Title: Haushalt
Praxistest

Netatmo Wetterstation im Test – wenn das Wetter smart wird

in Kooperation mit Netatmo

Das Wetter selbst lokal messen und auf dem Smartphone auswerten. Das ist ein Feature der smarten Wetterstation Netatmo. Richtig spannend wird es, wenn man die Netatmo Wetterstation mit seinem Smart Home verknüpft. Was dann alles möglich wird, erklären wir in diesem Beitrag.

© Chris Bertko

© Chris Bertko

„Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist“ – besagt eine alte Bauernregel. Wenn es doch immer so einfach wäre mit dem Wetter. Schon seit vielen hundert Jahren beschäftigen sich die Menschen mit dem Wetter und das hat sich in unser heutigen, stressigen, modernen Zeit nicht geändert. Natürlich beziehen wir unsere Wetterinformationen unlängst nicht mehr aus Bauernregeln, sondern erfahren die Wettervorhersage aus Rundfunk, Internet, via Sprachassistent oder lassen es auf unserem smarten Spiegel anzeigen.

Das Wetter beeinflusst unseren Alltag maßgeblich. Soll es draußen heiß werden, ziehen wir uns nicht nur etwas luftiger an, sondern müssen auch das Gartengießen am Abend einplanen. Im Winter hingegen bedeutet Frost und Schnee, dass wir den Weg zur Arbeit etwas eher antreten müssen, da wir das Auto noch freikratzen und den Gehweg räumen müssen.

Da wäre es doch super, wenn auch unser intelligent vernetztes Haus wüsste, wann es den Garten gießen soll – oder wann es die morgendliche Routine eher starten muss, damit wir trotz früherem Start in den Tag, dennoch in ein warmes Badezimmer kommen. Netatmo bietet dafür mit der smarten und App-basierten Wetterstation einen wichtigen Baustein für das Smart Home. Ich habe mir die Netatmo Wetterstation mal etwas genauer angesehen.

© Chris Bertko / Netatmo Wetterstation – Innen & Außenmodul.

Unboxing

Die Wetterstation kommt im Lieferumfang mit zwei Modulen daher. Zum einen das Innenmodul mit einer Höhe von 15,5 cm. Damit ist es in der Bauform das größere von beiden Modulen. Der längliche Schlitz an der Front ist mit einer LED hinterlegt – denn ein Display wie bei konventionellen Wetterstationen gibt es nicht.

Auf Knopfdruck signalisiert die LED die Luftqualität. Während des Installationsprozesses signalisiert diese darüber hinaus den Pairing-Modus, sowie den erfolgreichen Abschluss der einzelnen Schritte.

© Chris Bertko / Netatmo Innenmodul mit LED Anzeige.
Das Innenmodul, welches dauerhaft via Micro USB Netzteil mit Spannung versorgt wird, ist gleichzeitig auch die Bridge, bzw. die Zentrale des Systems. Es stellt die Verbindung zwischen dem heimischen WLAN und den auf 433Mhz Frequenz funkenden Modulen her.

© Chris Bertko / Innenmodul & Zentrale – mit Micro USB Spannungsversorgung.

Das Innenmodul misst:

  • Raumtemperatur
  • Lautstärke im Raum
  • CO2 Gehalt in der Luft
  • Relative Luftfeuchte

Wer mehr als nur einen Raum überwachen möchte, der kann bis zu drei weitere Innenmodule nachkaufen und an das System anlernen. Die optionalen Innenmodule sind deutlich kleiner als das (Haupt-) Innenmodul und werden via 2x AA-Batterien mit Spannung versorgt. Dafür muss man auch auf eine Funktion verzichten: Die Lautstärkemessung. Diese Funktion bleibt dem (Haupt-)Innenmodul vorbehalten. Allerdings muss ich gestehen, habe ich noch keinen Mehrwert von der Lautstärkemessung erfahren können.

Das Außenmodul ist wie auch das Innenmodul zylindrisch und das Gehäuse vollständig aus Aluminium. Es ist in der Bauhöhe identisch mit den optionalen (kleineren) Innenmodulen. Es wird mit Batterien betrieben und verfügt zur Wandmontage über ein Langloch an der Rückseite.

Dieses Modul ist, wie der Name schon sagt für den Außeneinsatz vorgesehen und misst die:

  • Außentemperatur
  • Luftdruck
  • Relative Luftfeuchte
  • Taupunkt

© Chris Bertko / Netatmo Außenmodul – der smarte Wetterfrosch.

Installation, Einrichtung und Betrieb

Die Installation erfolgt via App auf dem iOS oder Android Smartphone. Zunächst verbindet sich das Smartphone via Bluetooth mit dem (Haupt-) Innenmodul, um dieses mit dem heimischen WLAN verbinden zu können. Das weitere Vorgehen wird dabei Schritt für Schritt in der App beschrieben und ist gut bebildert. Viel schief gehen kann hier nichts. Während der Installation ist es nötig, sich einen Account bei Netatmo anzulegen – der Hintergrund: das Netatmo System ist cloudbasiert. Das heißt, alle Sensorwerte werden von dem (Haupt-) Innenmodul alle fünf Minuten an den Netatmo Server gesendet.

Öffnet man die App, holt sich diese die Informationen vom Netatmo Server. Eine Internetverbindung ist also zwingend nötig. In der App können alle Informationen auf einen Blick erfasst werden.

© Screenshot Chris Bertko / Übersicht der Netatmo iOS App.

Neben der App lassen sich auch alle Sensorwerte am PC einsehen, indem man via Internetbrowser die my-netatmo Seite öffnet und sich in seinen Account einloggt.

© Screenshot Chris Bertko / Der my-netatmo Account stellt alle Informationen übersichtlich zur Verfügung.

In den Einstellungen lassen sich Grenzwerte definieren, bei denen man eine Pushmitteilung erhält. So wird man beispielweise informiert, wenn die Außentemperatur unter 1°C fällt und die Scheiben vom Auto freigekratzt werden müssen.

Ich persönliche finde die CO2 Messung sehr spannend und auch hier kann man sich via Pushmitteilung benachrichtigen lassen, wenn es mal wieder Zeit zum Lüften ist. CO2 wird übrigens in ppm gemessen (parts per million). Alles bis 1.000 ppm ist okay, bei einem Wert darüber sollte gelüftet werden um dem Raum Sauerstoff zuzuführen. Das Tolle an der Netatmo App ist, dass die Werte in einem Ampelsystem dargestellt werden. So muss man sich die konkreten Grenzwerte gar nicht merken, denn die App stellt die schlechten Werte in Gelb und die kritischen Werte in Rot dar.

© Screenshot Chris Bertko / Die Netatmo App zeigt Luftqualität im Ampelsystem.

Um das Wetter zu messen, muss natürlich noch das Außenmodul mit dem (Haupt-) Innenmodul verbunden werden. Auch hier nimmt einen die App Schritt-für-Schritt an die Hand. Analog dazu lassen sich alle weiteren Zusatzmodule, wie zum Beispiel die optionalen Innenmodule sowie der Wind- oder Regenmesser verbinden.

Erweiterungen

Alle Hobbymeteorologen, denen die Werte zu Außentemperatur, Luftdruck und Luftfeuchte nicht genug sind, können ihre kleine private Wetterstation um zwei weitere Module ergänzen:

  • Windmesser
  • Regenmesser

© Chris Bertko / Wind- und Regenmesser auf dem Hausdach montiert.

Der Windsensor basiert auf einer Ultraschall-Technologie und hat somit keine mechanisch beweglichen Teile, welche verschleißen können. Neben Windstärke und Richtung, gibt dieser in der App auch die Geschwindigkeit der lokalen Windböen an.

Etwa ein praktisches Add-On für Häuschenbesitzer mit Raffstore-Rollos? Eher nicht, aber dazu später mehr.

© Chris Bertko / Netatmo Windmesser ohne mechanisch bewegliche Bauteile.

Der Regenmesser hat im Inneren eine kleine Wippe, welche bei einer bestimmten Menge Niederschlag kippt. Das hin-und-herwippen wird durch einen Sensor erkannt und so die Niederschlagsmenge berechnet.

Beide Module verfügen an der Unterseite über ein Stativgewinde und können darüber an Hauswand, Mast oder Dach montiert werden.

© Chris Bertko / Via Stativgewinde können Regen- & Windmodul montiert werden.
In der Netatmo App kann man neben der aktuellen Niederschlagsmenge, in einem Verlaufsdiagramm dargestellt, auch die Werte der letzten Tage und Monate einsehen.

In Verbindung mit einer smarten Bewässerung, wie zum Beispiel dem MIYO System, das ich hier getestet hatte – ist der Netatmo Regenmesser eine gelungene Erweiterung.

Einsatzmöglichkeiten im Smart Home

Apropos smarte Systeme. Die Wetterdaten oder Sensorwerte der Innenräume in einer App zu sehen mag am Anfang recht spannend sein, verliert mit der Zeit aber seinen Charme. Viel spannender ist es doch, die Netatmo Wetterstation mit seinem Smart Home System zu verknüpfen. Und auch das geht.

IFTTT

Zum Beispiel mit der Automatisierungsplattform IFTTT. Hier zahlt sich das Cloudsystem von Netatmo aus, denn über IFTTT lässt sich die Netatmo Wetterstation als Trigger (also als Auslöser) mit vielen weiteren smarten Geräten verknüpfen. So kann bei einsetzendem Regen, die Netatmo Wetterstation eine Regenverzögerung im MIYO Bewässerungssystem aktivieren. Oder man lässt die beliebten bunten Lampen von Philips Hue orange aufleuchten, sobald mal wieder gelüftet werden muss.

Noch mehr Möglichkeiten gibt es, wenn Hersteller von Smart Home Zentralen die Netatmo Wetterstation nativ integrieren.

Direkte Integration in Smart Home Systeme

Dies ist beispielsweise bei Velux, Innogy, Fibaro oder Homee möglich. Neben einfachen „WENN-DANN“-Bedingungen, können so auch weitere Sensoren als Bedingung genutzt werden. Beispiel gefällig?

Kann man via IFTTT WENN es regnet DANN die Philips Hue Lampe auf blau schalten, könnte man mit dem Homee Smart Home System sagen: WENN es regnet UND das Dachfenster ist geöffnet DANN schalte die Lampen auf blau.

© Screenshot Chris Bertko / Netatmo Geräte als vollwertige Sensoren im Smart Home System Homee.

Da die Netatmo Wetterstation als vollwertiger Sensor in dem Smart Home System zur Verfügung steht, können damit auch alle verfügbaren Aktoren angesteuert werden. So lassen sich nicht nur Lampen einschalten, sondern (wenn vorhanden) auch Lüfter aktivieren oder – wie es in Verbindung mit Velux möglich ist, Fenster automatisch zum Lüften öffnen oder bei Regen schließen.

Lassen sich Raffstore Rollos bei Wind auch hochfahren oder Jalousien automatisch schließen?

Theoretisch geht das, ist aber aufgrund des relativ langen Aktualisierungsintervalls von fünf Minuten, bis neue Sensorwerte in die Cloud gesendet werden, nicht zu empfehlen.

Fazit

Alles in allem macht die smarte Wetterstation von Netatmo durch ihr Alugehäuse nicht nur einen hochwertigen Eindruck – auch die Funktionen unterstreichen die Wertigkeit.

Vor allem die CO2 Messung der Innenräume ist sehr spannend. Dank offener API, IFTTT Anbindung und Integration in Smart Home Systeme, wird die Netatmo Wetterstation zu einem unverzichtbaren smarten Add-On für jeden Hausautomatisierer.

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