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Title: Haushalt
Google Assistant, Google Maps und mehr

Neues von der Google Entwicklerkonferenz I/O 2018

Wie Entwickler noch mehr aus den Google Diensten wie Google Assistant, Google Maps etc. herausholen können, zeigte der Suchgigant auf seiner I/O 2018.

© Google

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Die I/O von Google heißt nicht ohne Grund Entwicklerkonferenz, denn hier steht nicht der Konsument im Fokus, sondern der Entwickler. Trotzdem sind die im Shoreline Amphitheatre in Kalifornien gezeigten Neuigkeiten auch für Otto-Normal-Verbraucher interessant, denn vieles wird früher oder später Einzug halten in das Smartphone System Android oder auch das Smart Home. Und auch wer bei Google denkt „das interessiert mich nicht, ich nutze ja nur Apple Produkte“ sollte hier einen Blick riskieren, denn ohne Google geht heute nun mal nicht viel. Einen Überblick aller Neuigkeiten zeigt das 10-Minuten-Video, am Ende des Artikels ist nochmals die gesamte 100-minütige Keynote integriert.

Smart Home und Wear OS auf der Google I/O 2018

Um den immer breiter werdenden Markt des Smart Home unter einen Hut zu bringen und die Anbindung von neuen Smart Home Komponenten einfach und problemlos zu gestalten, zeigte Google auf der I/O 2018 Lösungen für Smart Home Hersteller, die eine Einbindung in ein bestehendes Smart Home vereinfachen soll. Hier ging es primär um die Technik in den Smart Home Komponenten. Trotzdem wurden auch die Smart Displays gezeigt, die Antwort von Google auf Amazon Echo Show.

Auch im Bereich Smartwatches tut sich bei Google etwas, denn dieses Segment ist aktuell noch unterrepräsentiert bei den Nutzern. Neben vielen unterschiedlichen Modellen von klassisch bis luxuriös wird auch das Betriebssystem selbst verfeinert, um eine noch intuitivere Bedienung zu ermöglichen: ein neuer Wear OS Assistant beantwortet Fragen und per Scrolling weitere Informationen zum Thema. Für das Smart Home ist auch eine Verknüpfung integriert, die auf simple Kommandos wie „Start Cleaning“ oder „Let there be light“ hört und dann den Saugroboter oder die Smart Home Beleuchtung anschaltet. Die voraussichtlich 2019 startenden Funktionen sollen vom Nutzer auch durch eigene Kommandos ergänzt werden können.

Neues von Google zur Künstlichen Intelligenz und Sprachsteuerung

Der Google Assistant stand auf der Google I/O 2018 immer wieder im Rampenlicht. Die Ankündigung, dass R&B-Sänger John Legend ab Ende 2018 zumindest in Amerika eine von sechs Stimmen des Google Assistant sein wird, geriet da beinahe in den Hintergrund. Demnächst soll sich der Google Assistant an frühere Konversationen erinnern, diese mit neuen Fragen in einen Kontext bringen und damit gezieltere Antworten geben können. Auch das ständige „Okay Google“ zu Beginn soll nach dem erstmaligen Sagen in vielen Fällen entfallen können. Und der Google Assistant erzieht den Nutzer zur Höflichkeit: wer öfter mal „please“ bzw. „bitte“ sagt, wenn er den Google Assistant um etwas bittet, soll gelobt werden und kann scheinbar mit einer Höflichkeitsfunktion sogar so konfiguriert werden, dass er ohne das gerade von Eltern gern gehörte Wort keine Antwort gibt.

Aufsehen erregte die Funktion „Google Duplex“: hierbei handelt es sich um einen vollautomatischen Assistenten, der sich beispielweise um einen Termin beim Frisör oder eine Reservierung im Restaurant kümmern kann. Da mag so mancher erschreckend an HAL aus 2011 denken, aber nichtsdestotrotz war die geführte Konversation beeindruckend, denn der Google Assistant antwortete sinngemäß auf die Fragen des menschlichen Gegenübers und brachte auch Floskeln wie „Hm-mm“ ein. Doch dieses Licht wirft auch Schatten: ist es möglich, damit Schindluder zu treiben und etwa den Enkeltrick zu automatisieren? Google sagt nein, denn bei Google Duplex soll sich der Google Assistant immer als Maschine vorstellen, damit niemandem vorgegaukelt werden kann, es wäre ein realer Mensch an der Leitung. Trotzdem bleibt hier für viele ein Nachgeschmack, der nicht nur in Richtung Innovation und Zukunft geht, viele sprechen von einem „Roboteranruf-Albtraum“, andere sehen bereits hunderttausende Call-Center-Mitarbeiter arbeitslos werden. Und trotzdem kommt einem Siri nach der Google I/O 2018 wie aus einem vorherigen Jahrhundert vor. Im unteren Keynote-Video ab Minute 35:40 kann man die Google Assistant Innovation bestaunen.

E-Mails automatisch vervollständigen mit Google Mail

Ebenfalls in Richtung Künstliche Intelligenz geht die neue Funktion „Smart Compose“: diese ist in Google Mail integriert und soll basierend auf den ersten Sätzen erkennen, was das Thema der E-Mail ist und diese automatisch durch das Halten der Tabulatortaste ergänzen. Ohne Persönlichkeit und ohne Emotionen wie es aussieht. Als Schreiberling kann ich dieses Feature irgendwie nicht gutheißen. Zumal es auch die weitere Verödung von Schreibkenntnissen fördern wird, die dank Sprachnachrichten bereits angestoßen wurde.

© Google / E-Mails automatisch schreiben soll mit Google Mail bald per Tastendruck auf TAB möglich sein.

Augmented Reality in Google Maps

Auch Google Maps, der Kartendienst, der mittlerweile viele Navigationsgeräte verdrängt, hat mit Glück in Kürze diverse neue Spielereien in Petto. Warum mit Glück? Naja, es ist eine Entwicklerkonferenz. Was dort gezeigt wird, muss nicht zwangsläufig auch in einer App bzw. in einem Dienst landen. So wurde auf der Google I/O 2018 zum Navigieren in der Stadt die Street View-Ansicht genutzt, um mehr Übersicht zu bieten. Riesige Pfeile wiesen bei der Demo den Weg, alternativ liefen animierte Comicfiguren wie ein Fuchs voraus und zeigten einem den richtigen Weg. Zusätzlich werden in die Street View Ansicht per Google Lens POI, also Points Of Interests, eingeblendet, die auf dem Weg liegen.

© Google / Navigation ohne Verlaufen möchte Google Maps mit der Street View Ansicht ermöglichen.

Google Lens kopiert zudem ein wenig Samsung Bixby Vision und soll in kürze Gegenstände erkennen können und dann diese online suchen, oder auch Texte, die man im Sucher hat in Text umwandeln, eine Art Copy & Paste eines Bildes in Text. Google Fotos kann hingegen abfotografierte Dokumente per Klick in ein PDF umwandeln, alte Schwarz-Weiß-Fotos mit einem Klick einfärben oder Freunde auf Fotos erkennen, um das gemachte Foto sofort an sie zu senden.

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