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Notion Smart Home: Acht Sinne für ein sicheres Zuhause

Mit einem einzigen Universalsensor soll das Smart-Home-System Notion aus den USA alle Vorgänge im Haus im Blick behalten.

Notion Sensor

© 2016 Notion

Haben wir die Fenster geschlossen? Ist die Heizung heruntergeregelt? Gehen die Kinder auch sicher nicht an die Hausbar? Egal, ob es in den Urlaub geht oder nur für zwei Stunden ins Kino: Im eigenen Haushalt ist Kontrolle bisweilen besser als reines Vertrauen. Mithilfe vernetzter Smart-Home-Systeme lässt sich eine Basisüberwachung im Haus recht einfach realisieren. Vernetzte Sensoren können dabei zahlreiche Zustände wie etwa Temperatur, Luftqualität, geöffnete Türen oder Fenster sowie Feuchte am Boden oder in der Luft erfassen und diese den Bewohnern über die Zentrale des jeweiligen Systems melden – beziehungsweise auf deren Smartphones übermitteln.

Fühler für alle Fälle

Ein brandneues System namens Notion geht einen etwas anderen Weg: Es besitzt nur einen einzigen Sensor, der sich für alle denkbaren Überwachungsaufgaben nutzen lässt. Der Universal-Fühler hat die Form eines weißen Eishockey-Pucks mit etwa fünf Zentimetern Durchmesser und kann dadurch bequem und unauffällig fast überall platziert werden. Man befestigt ihn etwa als Öffnungssensor am Fensterrahmen oder auf dem Türblatt. An der Wand, gegenüber einem Heizkörper angebracht, hat er die Raumtemperatur optimal im Blick, unter der Waschmaschine oder neben dem WC schließlich erkennt er mögliche Undichtigkeiten oder Rohrbrüche.

Notion Sensor in einem Badezimmer

Jeder Notion-Sensor hat insgesamt acht Funktionen: Er misst Helligkeit, Lufttemperatur und -qualität, erkennt Bewegungen, Beschleunigung und Winkel, registriert Frequenzen sowie Töne und reagiert auf Feuchtigkeit. Als weiteres Gerät gehört die Notion Bridge zum System. Sie empfängt die Signale und Meldungen von allen Sensoren im Haus und leitet diese Informationen per WLAN weiter zum Online-Konto des Nutzers. 

Notion Beidge

Sensoren werden zu Türen und Räumen

Welcher der Sensoren welche Aufgabe erledigt, lässt sich in der zugehörigen Notion-App zuordnen. Aus einem beliebigen Sensor wird darin etwa die Eingangstür, der Wassersensor in der Waschküche oder eben ein Raumthermostat. Jeder Sensor kann dabei auch mehrere Messwerte übertragen: Der Sensor an der Wohnungstür etwa kann neben dem Öffnen und Schließen der Tür auch die Temperatur im Eingangsbereich erfassen. In der App können Nutzer auch festlegen, welche Vorgänge lediglich erfasst und protokolliert werden – etwa die Luftqualität in der Wohnung – und in welchen Fällen das System einen Alarm auslöst, der per Push-Nachricht auf dem Smartphone angezeigt wird. 


Notion lernt dazu

Notion selbst ist als reines Überwachungssystem konzipiert. Abgesehen von Protokollen und Alarm-Meldungen in der App löst es selbst keine Aktivitäten aus. Die Sensor-Überwachung ersetzt auch nicht unbedingt eine Alarmanlage. Die jeweiligen Anwendungen wurden von den Entwicklern bewusst offengehalten, sodass man mit den Sensoren genauso gut sein Haus sichern wie auch das Raumklima in der Wohnung überwachen kann. Entsprechend haben die Sensoren und die zugehörige Auswertungslogik auch ganz unterschiedliche Ereignisse und Aktivitäten im Blick. Ist ein Notion-Puck etwa auf der Waschmaschine festgeklebt, kann er über seine Bewegungserkennung feststellen, wann die Maschine mit dem Waschprogramm fertig ist und dies melden. Auf einer Gasflasche am Camping-Grill aufgeklebt, versprechen die Macher, dass sich Notion auch als Füllstandsmesser eignet und dem Griller rechtzeitig mitteilt, wenn das Gas zur Neige geht. Weitere Aktivitäten sollen die Sensoren mit der Zeit lernen können – eben überall dort, wo sich bestimmte Ereignisse akustisch, über Temperaturen und andere Zustandsänderungen immer wieder auf die gleiche Weise ankündigen.

Notion App

Befehlsgewalt für andere Netzwerker

Konkrete Steuerungsaufgaben erledigen im Zweifel andere Gerätschaften, die lokal oder per Internet mit Notion vernetzt sind. Die Macher haben beispielsweise angekündigt, dass Notion mit der Online-Plattform IFTTT zusammenarbeitet. IFTTT ist die Abkürzung für die Formel „If This, Then That“, die den typischen Zusammenhang zwischen Sensor-Meldung und Befehlsausführung in der Heimsteuerung beschreibt: Ein bestimmter Zustand im Haus löst eine zuvor definierte Aktion aus. Das Öffnen der Haustür etwa schaltet das Licht ein, beim Überschreiten einer bestimmten Raumtemperatur wird der Heizkörper heruntergeregelt. Über die kostenlose Onlineplattform IFTTT lassen sich so eine wachsende Zahl verschiedener Smart-Home-Produkte miteinander verbinden und kontrollieren. Dazu zählen etwa die farblich steuerbaren Philips Hue LED-Leuchten oder Multiroom-Anlagen von Sonos. Notion-Nutzer könnten so etwa programmieren, dass all ihre Hue-Leuchten mit voller Helligkeit erstrahlen und laute Musik ertönt, sobald jemand unerlaubt die Wohnung betritt. 

Neben IFTTT wollen die Notion-Macher ihre Sensoren auch als Raumfühler für die vernetzte Heizungssteuerung des Google-Tochterunternehmens Nest bereitstellen. Außerdem bietet Notion eine Programmier-Schnittstelle, mit deren Hilfe die Entwickler anderer Smart-Home-Systeme die Universalsensoren nutzen können.

Im Dutzend billiger

Um ein ganzes Haus komplett zu überwachen, ist gut und gerne eine zweistellige Zahl an Notion-Sensoren nötig. Dem kommt der Anbieter mit vergünstigten Paketangeboten entgegen: Ein Sensor kostet laut Notion-Onlineshop rund 50 US-Dollar (etwa 43 Euro), zehn sind inklusive Bridge (Einzelpreis: ca. 80 US-Dollar beziehungsweise etwa 70 Euro) derzeit für rund 440 US-Dollar (ca. 390 Euro) zu haben. Erhältlich sind die schlauen Universal-Messgeräte ab dem Frühsommer 2016 auch in Deutschland. Etwas unverständlich mutet indes an, dass jede Notion-Bridge nur maximal 15 Sensoren überwacht und auswertet. Wer mehr Türen, Fenster, Feuchträume oder Gasflaschen kontrollieren möchte, muss eine zweite Bridge beschäftigen. 

Fazit

Notion ist nicht mit bisherigen Smart-Home-Sicherheitssystemen vergleichbar, da es sich viel universeller als andere Lösungen einsetzen lässt. So sind die Sensoren nicht an bestimmte Aufgaben gebunden, sondern laden zum Experimentieren ein. Welche Funktionen allerdings im Alltag wirklich sinnvoll genutzt werden können, muss sich in der Praxis zeigen. Sollten die Sensoren andere Smart-Home-Geräte ansteuern können, steht einem gelungenen Einsatz nichts mehr im Weg.

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