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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

WLAN für Gäste

Per QR-Code Wifi schnell und sicher freigeben

Die Frage nach dem Passwort stellt sich häufig: Mit InstaWifi kommen Gäste bequem ins WLAN.

Drei Männer mit ihren Smartphones

© Syda Productions / Fotolia.com

Besuch von lieben Freunden ist immer schön. Doch in unserer modernen digitalen Welt hat sich so vieles verändert: Die Kinder sehen sich lieber gemeinsam YouTube-Videos an oder checken ihre Facebook-Accounts, statt draußen zu kicken. Währenddessen möchten die erwachsenen Gäste im Netz schauen, ob zu Hause im vernetzten Smart Home alles in Ordnung ist. Und alle brauchen dafür: WLAN. Das ist natürlich im Prinzip kein Problem. Die Eingabe des nötigen Passworts aber vielleicht schon. Denn egal, ob man das auf dem Router hinten aufgedruckte Standard-Passwort oder ein (möglichst kompliziertes) Kennwort nutzt, es läuft doch fast immer so: eintippen – falsch, wieder eintippen – wieder falsch, usw. Man vertut sich bei diesen langen Zeichen-Ungetümen einfach viel zu schnell. Dabei geht es doch auch viel einfacher.

WLAN-Passwort per QR-Code

Screenshot QR-Generator Es gibt eine Reihe von Websites, mit denen man QR-Codes für WLAN-Passwörter erstellen kann. Dort kann man seine Netzwerkkennung (SSID), das Passwort und die Verschlüsselung eingeben. Als Letztes können Sie noch eine Beschriftung für den Code eintippen (z. B.: WLAN für Gäste) – die Webseite errechnet dann einen QR-Code. Dieser wird anschließend einfach ausgedruckt und mit einer entsprechenden App (z. B. „QR Code Scanner“ oder „Q Reader“) ausgelesen. Um sich mit dem Netzwerk zu verbinden, muss nur der QR-Code gescannt werden – mit einem Android-Smartphone oder -Tablet geht es dann direkt ins WLAN. Für Nutzer von iPhones und iPad gibt es nur wenige Apps, die dies schon können, eine davon ist „WIFI QR“ (99 Cent). 

Screenshot Wifi QR

Passwort per NFC-Funk übertragen

Eine Methode mit „Wow-Effekt“ ist die Übertragung der WLAN-Zugangsdaten mit einem NFC-Funkchip. Diese winzigen Chips umgeben uns fast unbemerkt schon seit Jahrzehnten. Sie stecken in Chipkarten, in Kleidung, werden als elektronische Türöffner und sogar als elektronische Geldbörse genutzt. Heute kann man die kleinen Wunderwerke für Cent-Beträge als „NFC Sticker“ kaufen und mit dem Smartphone und einer App wie „NFC Launcher“ mit Daten beschreiben. Das funktioniert im Prinzip genauso wie bei der QR-Code-Variante. Den fertig programmierten Chip klebt man dann zum Beispiel auf den Router, mit einer App wie „InstaWiFi“ und einem NFC-fähigen Smartphone (Das iPhone hat diese Möglichkeit erst ab Modell 6) geht das Log-in blitzschnell. Witziger Nebeneffekt: Zwischen zwei NFC-fähigen Smartphones kann man die Infos auch direkt übertragen.  

Gäste-WLAN – wer haftet eigentlich?

Aber sollte man sein WLAN einfach so freigeben? Wer haftet, wenn die lieben Gäste oder deren Kinder zum Beispiel heimlich urheberrechtlich geschützte Musik oder Filme aus Tauschbörsen herunterladen? Bekomme ich als Hausherr dann den Ärger? Bisher musste man tatsächlich damit rechnen, wenn man seine Gäste – insbesondere Minderjährige – nicht entsprechend belehrt hatte. Doch nach neuen Entscheidungen der Regierung und des Bundesgerichtshofs vom 12. Mai 2016 wird diese sogenannte „Störerhaftung“ wohl bald Geschichte sein. Der auf Urheberrechtsfragen spezialisierte Hamburger Anwalt Mark Franzen erklärt, was es mit den BGH-Entscheidungen auf sich hat: „Der BGH geht davon aus, dass ein Anschlussinhaber, der seinen volljährigen Gästen sein WLAN zur Verfügung stellt, nicht als Störer haftbar gemacht werden kann, auch wenn er die Nutzer nicht belehrt hat. Haftbar wäre er höchstens dann, wenn er einen konkreten Anlass dafür hätte. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn der Anschlussinhaber Kenntnis davon erlangt, dass der Nutzer Tauschbörsen über seinen Anschluss nutzen möchte. Kinder sollte man allerdings schon aufklären, was sie dürfen und was nicht, und gegebenenfalls den Gastzugang für sie einschränken.“ Den Zugang einschränken ist zum Glück einfacher, als es klingt. Sollte man zusätzlich auch noch einen Nutzungsvertrag mit den Gästen schließen, wie es die Kölner Anwaltskanzlei wbs vorschlägt? Vielleicht nicht für gute Freunde, aber es empfiehlt sich sicher dann, wenn man gelegentlich Untermieter oder andere Fremde empfängt, etwa AirBnB-Gäste.

Gastzugang in der Fritz!Box einrichten

Die Fritz!Box ist der in Deutschland am weitesten verbreitete Router, daher bezieht sich der folgende Tipp auf dieses Gerät. Andere Router bieten aber sehr ähnliche Funktionen.

So eröffnen Sie einen WLAN-Gastzugang in der Fritz!Box:

  • Die Benutzeroberfläche der Fritz!Box aufrufen und auf „WLAN“ klicken, anschließend „Gastzugang“ anwählen.
  • Den Zugang mit Häkchen unter „Gastzugang aktiv“ einschalten.
  • Unter „Name des Gastfunknetzes (SSID)“ eine Bezeichnung eintragen.
  • Bei „Verschlüsselung“ die Option „WPA2“ für die höchste Sicherheit wählen.
  • Unter „WLAN-Netzwerkschlüssel“ ein Kennwort eingeben – es sollte mindestens acht Zeichen lang sein.
  • Wer Filesharing und Downloads unterbinden möchte, aktiviert „Internetanwendungen beschränken: Nur Surfen und Mailen erlaubt“.
  • Darüber hinaus kann man auch einstellen, wann der Gastzugang deaktiviert werden soll – die Kinder sollen ja nicht die ganze Nacht online sein.
  • Zum Speichern der Einstellungen auf „Übernehmen“ klicken.

Screenshot FritzBox

Screenshot FritzBox

Übrigens können die neueren Modelle der Fritz!Box den QR-Code schon direkt ausdrucken – einfacher geht's nicht.

Fazit

Es ist ganz einfach, seinen Besuchern einen WLAN-Gastzugang einzurichten und diesen auch sicher zu betreiben. Mit QR-Codes, NFC-Stickern und den richtigen Router-Einstellungen wird das Smart Home gleich noch etwas smarter.

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