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Vernetztes Grün

Pflanzensensoren ersetzen den grünen Daumen

Wieder vergessen zu gießen? Mit smarten Sensoren wie Daisy gehören darbende Gewächse bald der Vergangenheit an.

Frau gießt Pflanzen

© masterloi / Fotolia.com

Pflanzen brauchen Wasser, Nährstoffe und Licht. Doch jede Art hat ihre eigenen Trinkgewohnheiten, gedeiht in trockener Erde besser oder in feuchter. Auch bei der bevorzugten Umgebung gibt es große Unterschiede. Manche mögen’s warm mit viel Sonne, andere bevorzugen die kühle Nordseite. Schwierig also, jeder Pflanze die optimale Pflege zukommen zu lassen.

Doch für Pflanzenfreunde kommt nun ein neues Smart-Home-System auf den Markt, das die Versorgung deutlich vereinfacht. Der wichtigste Teil von Daisy ist ein Sensor-Stick, den man einfach in die Erde steckt. Er enthält Sensoren für Feuchtigkeit, Temperatur und Helligkeit und bringt zudem eine Uhr mit. Die Sensordaten übermittelt er per Bluetooth-Funk an ein Smartphone oder Tablet, auf dem die kostenlose Daisy App läuft. Die Software gibt es für Android und Apple iOS, eine Version für Windows-Notebooks ist in Vorbereitung. Der Sensor bezieht seine Energie von drei Knopfzellen, die laut Hersteller bis zu drei Jahre durchhalten sollen.

Daisy Sensor und App und Blumentöpfe

Screenshot der Daisy App

In der Daisy App kann man ein Foto der Pflanze ergänzen und die korrekte Bezeichnung eintragen. Wer seinen Blumen gerne einen Namen gibt, kann ihn ebenfalls hinzufügen. Die App greift auf eine Datenbank mit Informationen zu den wichtigsten Zier- und Gartenpflanzen zu. Wenn sie feststellt, dass die Erde bei einer Pflanze zu trocken wird, schickt sie eine Nachricht mit der Aufforderung, die Gießkanne in die Hand zu nehmen. Verlaufskurven zeigen an, wie sich Feuchtigkeit und Licht in den vergangenen Tagen entwickelt haben.

Daisy ist ein Produkt des amerikanischen Start-ups Digital Spring LLC und wurde über eine Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter finanziert. 30.000 US-Dollar kamen auf diese Weise zusammen. Wer sich beteiligt hatte, wird als einer der ersten mit dem Sensor versorgt und zahlt einen reduzierten Preis. Im normalen Handel soll das Gerät ab Juni 2016 erhältlich sein.

Drei Konkurrenten um die Liebe der Pflanzen

Der Daisy Sensor ist nicht der erste Vertreter seiner Art, er weist allerdings gegenüber der Konkurrenz einige wichtige Unterscheidungsmerkmale auf. Da ist zum einen der Preis: Digital Spring will seinen Pflanzensensor für rund 25 US-Dollar in die Läden bringen (ein deutscher Preis steht noch nicht fest). Der nächste Konkurrent, der Parrot Flower Power von der französischen Firma Parrot, ist dagegen mit einem empfohlenen Verkaufspreis von etwa 60 US-Dollar deutlich teurer, zudem ist die App nur für Apple-Geräte erhältlich. Allerdings misst er neben Feuchtigkeit, Temperatur und Helligkeit auch die Nährstoffsättigung des Bodens. Das kann Daisy nicht, ihre Besitzer können jedoch immerhin mithilfe der Daten aus der Pflanzendatenbank einen Düngeplan aufstellen.

Parrot Sensor und App in einem Blumentopf

Von der Schweizer Firma Koubachi kommt der Wi-Fi Plant Sensor. In der Reihe der hier vorgestellten Geräte ist es das teuerste: rund 99 US-Dollar werden für die Standardvariante für Innenräume aufgerufen, die Outdoor-Ausführung kostet noch einmal gute 30 US-Dollar mehr. Die einzigen Unterschiede zu Daisy sind die erheblich umfangreichere Datenbank, die einige Tausend Pflanzenarten umfasst und mit einem Frage-und-Antwort-Spiel die gesuchte Art ermittelt. Außerdem überträgt sie ihre Messdaten per WLAN anstelle von Bluetooth. Der Koubachi Wi-Fi Plant Sensor kann daher erheblich weiter entfernt von Smartphone oder Tablet platziert werden als der Daisy Sensor, dessen Bluetooth-LE-Verbindung maximal zehn bis 15 Meter überbrückt. Die restlichen Ausstattungsmerkmale sind jedoch identisch: Sensoren für Feuchtigkeit, Temperatur und Helligkeit sowie Apps für Android und Apple iOS. Momentan ist allerdings unklar, wie es mit dem Wi-Fi Plant Sensor weitergehen wird. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Koubachi von Husqvarna übernommen wurde, die Produkte sollen in die Produktgruppe Gardena eingegliedert werden.

Der Edyn Garden Sensor mit Pflanzen im Hintergrund

Der dritte Konkurrent ist der Edyn Garden Sensor, der mit einem Preis von rund 100 US-Dollar ebenfalls nicht gerade billig ist. Er misst allerdings neben der Boden- auch die Luftfeuchtigkeit und außerdem Temperatur, Helligkeit und Nährstoffsättigung. Seine App läuft unter Android und Apple iOS, die Verbindung zum Sensor stellt er per WLAN her. Das Gerät zeichnet sich zudem durch ein formschönes Design und die Verwendung von Solarzellen als Energiequelle aus.

Fazit

Für Menschen ohne grünen Daumen sind die smarten Pflanzensensoren ein wahrer Segen. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Pflanzen entweder zu trocken oder zu feucht gehalten wurden und nach einigen Monaten regelmäßig ersetzt werden mussten. Insbesondere bei teuren und sehr empfindlichen Gewächsen machen sich die Geräte nach kürzester Zeit bezahlt.

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