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Moderner Anbau

plantCube: das smarte Indoor-Gewächshaus

Besserer Geschmack, bessere Ökobilanz – plantCube steht in der Wohnung und kümmert sich app-gesteuert um Kräuter- und Gemüsewachstum.

© agrilution

© agrilution

Ob für Zuhause oder für die Gastronomie, der plantCube lässt sich auf Grund seines schicken Designs gut in eine moderne Küchenlandschaft – oder auch ins Wohnzimmer – integrieren. Im Inneren des Pflanzenwürfels befinden sich zwei Schubladen, in denen jeweils das Lieblingsgrünzeug angebaut werden kann. Mit seinen 60x60x90 cm hat der plantCube die Größe eines kleinen Kühlschranks. Das Gerät kümmert sich fast ganz alleine um die Pflanzen, indem es Bewässerung und Beleuchtung automatisch steuert, je nachdem, welche Pflanzen gerade wachsen. Via App kann sich der Hobby-Gärtner über den aktuellen Stand seines Anbaus informieren.

Maximilian Loessl und Philipp Wagner gründeten das Münchener Vertical Farming Start-Up agrilution, in dessen Rahmen der plantCube derzeit entwickelt und produziert wird. Vorbestellungen sind bereits jetzt auf der Website des jungen Unternehmens möglich. Der offizielle Verkaufsstart des plantCubes ist für 2017 anvisiert.

Was kann der plantCube jetzt genau? In dem schlauen Gewächshaus lassen sich verschiedene Kräuter- und Gemüsesorten anbauen: von Erdbeeren über Salat bis hin zu Basilikum und Schnittlauch. Natürlich geht es auch eine Nummer exotischer, weil der plantCube das Klima und die Lichtverhältnisse, die durch energiesparende LEDs erzeugt werden, in seinem Inneren dem Grünzeug entsprechend anpasst. Über die kostenlose App kann der Nutzer stets das Wachstum seiner Pflanzen kontrollieren und gegebenenfalls die Einstellungen im schlauen Würfel anpassen. Das Saatgut liefert agrilution in Form von sogenannten Seedbundles. Diese sind nach den Wüschen des anbaufreudigen Küchengärtners bestückt und nach der Ernte vollständig biologisch abbaubar. Sind die Bundles ausgelegt, muss der plantCube-Nutzer nur gelegentlich den Wassertank auffüllen, die restlichen Arbeitsschritte bis zur Ernte übernimmt das Gerät. Viele Schritte verbleiben übrigens sowieso nicht, weil der Einsatz von Pestiziden oder lästiges Unkrautjäten entfallen, nachdem der Pflanzenwürfel ein geschlossenes System ist, in das keine unerwünschten Tierchen oder Pflänzchen eindringen können.Immer frische Kräuter, Beeren oder frisches Gemüse: Im plantCube wächst und gedeiht Schmackhaftes. © M. Schuppich / Fotolia

Und genau damit wirbt agrilution auch: Der Vorteil des plantCube ist laut Hersteller die gute Ökobilanz, welche der Würfel zu verzeichnen hat. Der Indoor- beziehungsweise InCube-Garten ist regional, Treibstoff- und andere Transportkosten fallen agrilution zufolge weg. Auch der Wasserbedarf hält sich in Grenzen, da nur tatsächlich so viel wie nötig bewässert wird. Was auch positiv ins Gewicht fällt ist die Verringerung der Lebensmittelabfälle: geerntet wird nur, wenn gegessen wird. Die Gefahr, dass bereits geerntete Reste vergammeln, hält sich somit stark in Grenzen. Außerdem sollen Kräuter und Gemüse aus dem plantCube bis zu viermal vitaminreicher und gesünder sein, weil sie nicht schon unreif gepflückt, zur Reifung gelagert und dann auch noch transportiert werden wie ihre Brüder und Schwestern aus dem Supermarkt. Und der Einsatz von Pestiziden ist auch nicht nötig. Praktisch ist, dass das Pflanzenwachstum weder vom Boden noch von den Witterungs- und Lichtverhältnissen draußen abhängig ist, sondern dass der plantCube alles so gestaltet, wie es gerade notwendig ist. So ist es möglich, das ganze Jahr über zu pflanzen und zu ernten. Im plantCube wächst Grünes auf zwei Ebenen. © agrilution 

So viel zu den Informationen des Herstellers. Zu bedenken gilt allerdings auch, dass der plantCube an sich bereits auch Energie für die Bewässerung und die Beleuchtung benötigt. Das Saatgut muss nicht nur von agrilution zum Nutzer transportiert werden, sondern auch zunächst bei agrilution selbst angeliefert werden. Das Smartphone oder Tablet, auf dem die App läuft, sowie Material und Herstellung des Cubes und dessen Transport sind wahrscheinlich auch nicht als ökologisch einwandfrei einzustufen. Und nicht zu Letzt braucht man in seinem Zuhause Platz für ein zusätzliches kühlschrankgroßes Gerät. Jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. 

Fazit

Wer großen Spaß daran hat, selbst sein Grünzeug anzupflanzen, ohne sich großartig darum kümmern zu müssen, der dürfte mit dem plantCube gut bedient sein. Vor allem für Menschen ohne eigenen Garten dürfte diese Art von Anbau interessant sein – die anderen hätten als Alternative auch noch das old-school-Gewächshaus.

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