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Title: Haushalt
WLAN Extender und Smart Speaker in einem

Google Nest WiFi im Test: Router & Zugangspunkt in einem Gerät

Google Nest WiFi ist da: Es soll als WLAN-Mesh-System stabile Downloadraten bieten und bietet einen integrierten Smart Speaker. Im Test schauen wir, wie gut das funktioniert.

© Google Nest, Foto: Marc Zander

© Google Nest, Foto: Marc Zander

Jetzt ist es auch in Deutschland gelandet, das Google WLAN-Mesh-System namens Nest WiFi. Den Vorgänger von 2016 namens Google WiFi, der zu den ersten WLAN Mesh Systemen gehörte, wurde uns ja noch vorenthalten.

Wer sich den alten Google WiFi seinerzeit aus den USA importiert hat kann sich freuen: Nest WiFi ist kompatibel mit den alten Geräten. Wir haben die Packung frisch geöffnet und schauen uns an, was die kleinen WLAN Extender im Smart Speaker-Design so auf dem Kasten haben. 


Die technischen Spezifikationen von Google Nest WiFi im Überblick

Laut Google deckt jeder WiFi-Router bis zu 120 Quadratmeter ab und jeder WiFi-Zugangspunkt bis zu 90 Quadratmeter. So lässt sich auch in größeren Wohnungen oder Häusern ein WLAN-Mesh-Netzwerk für bis zu 100 Geräte pro Router und Zugangspunkt einrichten, wahlweise mit Sternschaltung oder Reihenschaltung.

Automatische WLAN-Optimierung sorgt dafür, dass sich Geräte immer mit dem Kanal verbinden, der die derzeit beste Leistung bietet. Zum einfacheren Verbinden von Smart Home-Geräten ist neben WLAN auch Bluetooth Low Energy verbaut. Das extra für die Verbindung von "Internet Of Things"-Geräten entwickelte Übertragungsprotokoll IEEE 802.15.4 Thread ist ebenfalls integriert, derzeit jedoch noch nicht funktionsfähig. Das wird wohl per Update nachgereicht.

Die Verschlüsselung ist mit WPA3 auf dem neuesten Stand. Mit 4x4 MU-MIMO im 5-GHz-Band (nur Router) und 2x2 im 2,4-GHZ-Band (beim Zugangspunkt auch im 5-GHz-Band) sollen schnelle und stabile Verbindungen ermöglicht werden. Ein integrierter 4-Kern-64-Bit-Prozessor mit 1,4 GHz von ARM kümmert sich um die Verarbeitung. Der Router verfügt über 1 GB RAM und 4 GB Flashspeicher, der Zugangspunkt über 768 MB RAM und 512 MB Flashspeicher. Einen zusätzlichen Gigabit-Ethernet-Port bietet übrigens nur der Router.

 

© Google Nest, Screenshots: Marc Zander / Die Einrichtung erfolgt über die Google Home App super einfach und das WLAN-Netz ist schön stabil.

 

Die Einrichtung von Google Nest WiFi

Das beiliegende Handbuch ist Google-typisch übersichtlich gehalten und führt durch die notwendigen Schritte. Also: Netzstecker ran, das mitgelieferte Ethernet-Kabel dann erst in den Router und danach in einen freien LAN-Port der Fritz!Box 7590. Jetzt noch die Google Home-App herunterladen, sofern noch nicht für Smart Speaker oder Smart Display in Betrieb. Hier auf „Gerät hinzufügen“ klicken, die Adresse bestätigen und schon findet die App den Nest WiFi-Router. Jetzt noch schnell den QR-Code an der Unterseite des Geräts scannen, einen WLAN-Namen samt Passwort vergeben und dann heißt es etwas warten, während das WLAN erstellt wird.

Ist die Einrichtung fertig, werde ich clevererweise gefragt, ob ich ein weiteres Nest WiFi-Gerät einrichten möchte. Klar, ich habe ja noch den Repeater, bzw. wie Google ihn nennt: Zugangspunkt. Mit dem Nest WiFi Zugangspunkt geht es ein Stockwerk tiefer in die Ecke des Schlafzimmers. Die Einrichtung des Repeaters ist nahezu identisch mit der des Routers, lediglich das Google Assistant-Setup zur Aktivierung der Smart Speaker-Funktion kommt on top hinzu. Die App prüft jetzt noch die Verbindung, alles gut, dann geht es erstmal ans Updaten. Jetzt sind wir startklar.

© Google Nest, Screenshots: Marc Zander / Die interne Google Home App Geschwindigkeitsmessung und die per Chrome Browser unterscheiden sich gravierend.

 

Google Nest WiFi im DSL Speedtest

Zuerst der DSL Speedtest an meiner 100 Mbit-Leitung: Meine Fritz!Box 7590 bietet mir im Office WLAN Downloads mit 97 Mbit/s und der Fritz!Repeater im unteren Flur 86 Mbit/s Download-Rate. Ich wechsle zum Nest WiFi Netzwerk des Routers, der in der Nähe der Fritz!Box positioniert ist.

Im eigenen Geschwindigkeitstest in der Google Home-App zeigt er mir rund 92 Mbit/s Download. Ich prüfe erneut, diesmal mit Google Chrome und dem dortigen M-Lab DSL-Speedtest. Das Ergebnis ist relativ ernüchternd: ca. 40 Mbit/s im Download, die Uploadraten sind hingegen sehr gut. Runter geht’s ins Schlafzimmer. Hier zeigt der Google Chrome DSL Speedtest ebenfalls magere 35 MBit/s.

Wobei ich ehrlich sagen muss, dass der Fritz!Repeater hier nahezu garkein Signal auf die Reihe bekam. Nest WiFi ist also in Sachen Abdeckung wesentlich performanter

Dazu kommt, dass sich mein WLAN bei zwei getesteten Smartphones und zwei verschiedenen Tablets immer eher in das alte bestehende Netzwerk von Fritz!Box und Fritz!Repeater eingeloggt hat. Ich musste manuell etwas nachhelfen, um das WLAN des Nest WiFi testen zu können.

Um eine eventuelle Überlagerung der Signale ausschließen zu können, habe ich daher das Fritz!WLAN kurzzeitig deaktiviert. Die Downloadraten stiegen jedoch nicht an, sondern sanken sogar auf 26 Mbit/s im Office, am Zugangspunkt im Schlafzimmer blieben die 35 MBit/s bestehen. Das vollmundige Versprechen, mehrere 4K-Streams auf einmal schauen zu können, wird mit unter 40MBit/s eher schwierig.

Daher teste ich zu mehreren Zeiten und an verschiedenen Tagen und siehe da: Die Messungen schwanken zwischen 40 MBit/s und 85 MBit/s, wobei letzteres für mich durchaus okay ist, da die Verbindung wirklich zu jeder Zeit stabil war. Ob das bei mir ein Einzelfall ist, vermag ich an dieser Stelle nicht zu sagen. Fakt ist: Die Verbindung war stabil und flüssig, leider konnte ich aber nicht mehrere 4K-Streams als Stresstest parallel laufen lassen.

© Google Nest, Foto: Marc Zander / Unboxing: in der Zweier-Packung stecken neben dem Nest WiFi Router ein Zugangspunkt, 2 Netzteile sowie ein Ethernet-Kabel.

 

Der Smart Speaker im Google Nest WiFi Zugangspunkt

Eines der Alleinstellungsmerkmale des Nest WiFi ist der in den Zugangspunkten integrierte komplette Smart Speaker. Netgears Orbi Voice bietet hier eine ähnliche Funktion mit Alexa. Beim Nest WiFi wirkt es, als hätte Google einfach einen Nest Mini mit verbaut.

Der Schalter zum Ausschalten des Mikrofons und die Bedienung der Lautstärke sowie Stopp und Weiter über die Touch-sensitive Oberfläche entspricht dem kleinen Smart Speaker-Pendant. Auch der Sound klingt in meinen Ohren identisch. Nicht überragend, aber völlig ausreichend, wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein Zusatzfeature handelt. Zumal der Vorteil, sich nicht noch ein zweites Gerät ins Zimmer stellen zu müssen, wenn man eh den Google Assistant nutzen möchte, hier wirklich überwiegt.

Mehr über Klang und Möglichkeiten des Google Nest Mini findet ihr in unserem Test. Das Licht auf der Unterseite des Nest WiFi Repeaters lässt sich übrigens über die Google Home App deaktivieren, was gerade im Schlafzimmer nachts von Vorteil ist.
 

© Google Nest / Vom Design her ist der Nest WiFi deutlich hübscher als der Google WiFi.

 

Die Einsatzgebiete für Google Nest WiFi

In kleineren Wohnungen ist es meist nicht notwendig, einen Repeater zu nutzen. Anders sieht es in Einfamilienhäusern oder großzügig geschnittenen Wohnungen aus. Hier kann die hintere Ecke im ausgebauten Dachboden schnell zur No-WLAN-Zone mutieren. Ein Repeater ist hier von großem Vorteil.

Bei Mesh WLAN kommt hinzu, dass sich alle vorhandenen Repeater mit dem Router zu einem Rat Pack verbinden und sich Geräte dann einfach beim jeweils am besten geeigneten Zugangspunkt einloggen, ohne dass der Nutzer es bemerkt. Somit ist auch Google Nest WiFi ideal dafür geeignet, den Dachboden, Hobby-Kellerraum oder der Garten bzw. die Garage mit dem eigenen WLAN zu versorgen.

Auch denkbar: Badezimmer können mit einen Zugangspunkt ausgestattet werden und sind damit zum einen ans WLAN-Netz angebunden und verfügen zum anderen direkt über einen Sprachassistenten, der einem die derzeitige Wetterlage oder Verkehrslage nennt, während man sich für die Arbeit fertig macht.

Google selbst empfiehlt übrigens, alle zwei Räume entfernt einen Zugangspunkt aufzustellen, um ein flächendeckendes Netz zu erhalten. Alles, was man benötigt, ist letztendlich ein Netzanschluss und schon kann auch die Gartenparty mit WLAN versorgt werden. Achtung: Soweit mir bekannt, ist Nest WiFi nicht explizit für den Outdoor-Einsatz geeignet, da das Gehäuse wohl nicht wetterbeständig ist. Hier empfiehlt sich ein geschützter und trockener Aufstellort.

Das Anmelden von Smart Home-Geräten über die Google Home-App funktioniert wie vorher tadellos, mit dem Vorteil, dass jetzt auch in entlegenden Ecken WLAN vorhanden ist. Auch für Kinderschutz ist gesorgt: Man kann die Bildschirmzeit für die Kinder per Regel festlegen oder das WLAN auf bestimmten Geräten der Kinder einfach mal ausschalten, indem man die Geräte der Kinder in der Google Home-App zu einer Gruppe zusammenfasst.

Das wird natürlich für Unmut bei den Kids sorgen, aber als „Nest WiFi Administrator“ sitze ich am längeren Hebel. Auch Webseiten mit expliziten Inhalten lassen sich sperren. In Sachen Sicherheit erledigt Nest WiFi vieles von selbst und spielt etwa neue Sicherheits-Updates ganz automatisch ein. Ein Gäste-Netzwerk lässt sich ebenfalls einfach einrichten und deren Zugangsdaten auf angeschlossenen Displays mit Google Assistant anzeigen. Das alles funktioniert schnell und problemlos. 

Fazit

Die Schwankungen der Bandbreite des DSL-Anschlusses laut Chrome DSL Speedtest sind merkwürdig - auch wenn die Google Home-App etwas anderes sagt. Davon abgesehen bietet Nest WiFi wirklich stabile Verbindungen, sieht schick aus und ist supereinfach einzurichten. Gerade im Smart Home kann Nest WiFi eine sinnvolle Ergänzung sein, um alle Smart Home-Geräte in jeder Ecke des Hauses per Bluetooth oder WLAN in der Google Home App einbinden zu können. Hier macht sich dann auch der Mehrwert und Komfort des integrierten Sprachassistenten Google Assistant bemerkbar, ohne dafür ein zusätzliches Gerät zu benötigen. Wer ein ähnliches System mit Alexa als Sprachassistenten haben möchte, greift zum Netgear Orbi Voice.

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