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Title: Haushalt
Wissenswertes zur Fußball Party

Rechtslage zum Public Viewing für die Fußball WM

Wann wird aus einem privaten Fußballschauen Public Viewing? Und worauf gilt es zu achten? Wir haben uns mal die Rechtslage zum Fußballereignis des Jahres angesehen.

© iStock.com/Jovanmandic

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Wenn die besten Spieler der Welt im Sommer bei der Fußball Weltmeisterschaft auf dem Platz stehen, wird für viele das Leben zum Fest. Freunde einladen, Spiele verfolgen, mitfiebern! Welche Personen dürfen privat dabei sein, damit ein privates Fußballschauen kein Public Viewing wird? Und was hat es mit FIFA-Lizenzen und GEMA-Gebühren auf sich? Wir haben diverse Quellen durchsucht und recherchiert und tragen hier unsere Ergebnisse zusammen, können aber keine rechtliche Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der nachfolgenden Ausführungen geben: einfach, weil Public Viewing sehr viele Graustufen aufweist. Hier gilt es in jedem Einzelfall zu unterscheiden und im Idealfall selbst die GEMA und FIFA zu kontaktieren, wenn man dieses Jahr ein privates Großereignis zur Fußball WM plant.

© ozero 1504 / Fotolia / Wann zählt gemeinsames Fußballgucken als Public Viewing?

Rechtslage 1: Dann wird aus Fußballschauen Public Viewing

Wer zur großen Fußball WM Party 2018 bei sich zuhause im Wohnzimmer oder Garten einlädt, wird in der Regel seine Gäste kennen. Selbst wenn man in der Nachbarschaft jedem eine persönliche Einladung ausspricht, ohne den Nachbarn so richtig zu kennen, gilt das als private Veranstaltung. Wer jedoch an jedem Baum im Wohnviertel ein Plakat aufhängt oder eine öffentliche Facebook-Einladung postet, auf dem er jeden zum Fußball gucken einlädt, muss damit rechnen, dass Personen an der Veranstaltung teilnehmen, die sich untereinander nicht kennen. In diesem Fall spricht man bereits von Public Viewing.

Heißt im Klartext: Wer ausschließlich Bekannte und Freunde zum Fußballgucken einlädt, veranstaltet kein Public Viewing.

©iStock.com/KrivosheevV / Wer sich rechtlich informiert hat, kann auch die WM-Feier entspannt genießen.

Rechtslage 2: So geht das mit den FIFA-Lizenzen zum Public Viewing

Die FIFA hat ein umstrittenes Pamphlet namens „Vorschriften für Public Viewing Events“ entwickelt, das online abgerufen werden kann (http://de.fifa.com/about-fifa/tv/public-viewing.html). Hierin steht ins Deutsche übersetzt unter Ziffer zwei die folgende Definition: „Für die Zwecke dieses Reglements gilt eine Veranstaltung als Public-Viewing-Event, wenn sie als Übertragung des Wettbewerbs für das Betrachten durch ein Publikum (in der Öffentlichkeit oder anderweitig) an einem anderen Ort als einer privaten Wohnung stattfindet“. Dieses Pamphlet ist in Deutschland immerhin insofern relevant, dass die Lizenzbedingungen der FIFA eingehalten werden müssen, sobald Eintritt verlangt wird. Das bedeutet konkret: Maßgeblich ist zwar das deutsche Gesetz, sobald allerdings Eintritt verlangt wird, gelten die Lizenzbedingungen der FIFA, die unbedingt eingehalten werden müssen. Hierfür müssen sich Veranstalter deshalb unbedingt im Vorfeld ausreichend informieren und eine Lizenz von der FIFA und daneben auch von der Gema einholen. Wer also auf einem großen, öffentlichen Platz auf Großbildleinwand für Publikum die Spiele der diesjährigen Fußball WM live übertragen möchte, um damit einen geschäftlichen Vorteil durch Sponsoring oder Einnahmen von Eintrittsgeldern zu erzielen, muss sich bei der FIFA um eine Lizenz bewerben.

 


 

 

Heißt im Klartext: Wer für das WM Gucken mit vielen Freunden im privaten Umfeld kein Eintrittsgeld (auch nicht in Form von Mindestverzehrbons) erhebt, zahlt in Deutschland keine FIFA/UEFA-Lizenzgebühren.

©iStock.com/Dmytro Aksonov / Besonders gemeinsam mit Freunden macht die WM erst so richtig Spaß.

Rechtslage 3: So ist das mit den GEMA-Gebühren beim Public Viewing

Bei einem dauerhaft im Wohnzimmer aufgestellten Fernseher werden prinzipiell keine GEMA-Gebühren fällig. Beim Aufstellen großer Leinwände nur zum Zwecke des Public Viewings werden GEMA-Gebühren erhoben, diese sind von der GEMA auch zur Fußball WM dieses Jahr wieder zum Sondertarif erhältlich. Hier unterteilt die GEMA in zwei Gruppen: einerseits Wirte und Einzelhändler, die auf Fernsehern Spiele für ihre Kunden zeigen, andererseits große, extra zum Zwecke des Fußball WM Guckens eingerichtete Veranstaltungen, für die jeweils ein Eintritt verlangt wird. 2016 betrugen die GEMA-Gebühren für die erste Gruppe pro Fernseher für alle Spiele rund 115 Euro und pro Spiel ca. 30 Euro.

Heißt im Klartext: Wer seinen Fernseher einfach Richtung Terrassentür verschiebt, seine Gäste kennt und immer brav seine Fernsehgebühren zahlt, muss prinzipiell keine GEMA-Gebühren zahlen. Nur wer eine Extra-Großbildleinwand im Garten aufstellt und viele ihm unbekannte Personen wie Freunde von Freunden etc. mitschauen lässt, für den dürften GEMA-Gebühren fällig werden.

Rechtslage 4: Und dann gibt es ja noch den Lärmschutz

Für das Public Viewing zur Fußball WM gilt eine gelockerte Lärmschutzverordnung, die vorsieht, dass im Rahmen von öffentlichen Fernsehübertragungen im Freien bis 22 Uhr alle Spiele gezeigt werden dürfen. Im privaten Bereich gilt für private Feiern zu den Fußballspielen 2018 wie gehabt die Nachtruhe von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens.

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