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Room Locator: der smarte Bewegungsmelder

Der smarte und superleichte Bewegungsmelder Room Locator kommt mit eigener App und verbindet sich per Bluetooth mit dem Smartphone.

© LinkDesk

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Mit dem Room Locator bietet das Münchener Unternehmen LinkDesk einen smarten Bewegungsmelder an, der Smart Home Aktivitäten automatisch beim Erscheinen seines Besitzers auslöst. In Arbeitsweise und Funktionsumfang unterscheidet sich das Gadget allerdings stark von den meisten seiner Artgenossen. 

Unauffällige smarte Scheibe

Der Room Locator präsentiert sich als unauffällige weiße Scheibe mit gut fünf Zentimeter Durchmesser und 1,2 Zentimeter Tiefe. Das gerade einmal 16 Gramm leichte Gadget arbeitet mit Bluetooth und wird mit einer fest verbauten Batterie geliefert, die zwei Jahre lang halten soll. Leider kann diese nicht gewechselt werden. Nach Ablauf der Energielebensdauer muss ein Ersatzgerät gekauft werden.

Dank dem unauffälligem Design lässt sich der Room Locator mithilfe eines Klebestreifens an so gut wie jeder Stelle im ausgewählten Raum anbringen. So bietet er einen erheblichen Größenvorteil gegenüber vergleichbaren Geräten, die auf Infrarot-Ortung setzen. Ideal sind für die Smart Home-Scheibe Umgebungen mit einer Größe zwischen zehn und 40 Quadratmetern.

© LinkDesk / Kompakt und unscheinbar: der Room Locator lässt sich unauffällig im Smart Home platzieren.

iOS only 

Der Room Locator arbeitet mit Bluetooth und setzt das Vorhandensein eines iOS-Gerätes als Gegenstelle voraus. Sobald dieses in Reichweite kommt, nimmt das Gadget seine Arbeit auf und führt vorher definierte Aktionen aus.

Dazu greift das Gerät auf Apples Heimautomatisierungsplattform HomeKit zu. Idealerweise sind angeschlossene Smart Home-Geräte, die vom Room Locator gesteuert werden sollen, ebenfalls HomeKit-fähig, um direkt aktiviert werden zu können. Für Einheiten, die nicht über die Apple-Zertifizierung verfügen, steht dann die Alternativlösung über IFTTT zur Verfügung. Auf diese Weise lassen sich alle Geräte, die entweder HomeKit kompatibel oder von IFTTT unterstützt werden, in das Regelwerk des Room Locator einbetten. 

Aktivität beim Erscheinen

Betritt oder verlässt der Besitzer den nunmehr smarten Raum, so erkennt dies der Room Locator und löst vorher festgelegte Aktionen von verknüpften Geräten im Smart Home aus. Beispielsweise geht bei Erscheinen automatisch eine Lampe an und wieder aus, wenn der Besitzer das Zimmer wieder verlässt.

Alternativ werden auch Online-Dienste bewegungsabhängig aktiviert. Das macht LinkDesk möglich, indem das Unternehmen die Online-Plattform IFTTT (If This Then That) in die Steuerung des Room Locator integriert hat. Über diesen Dienst lassen sich Geräte, Informations- und Onlinedienste miteinander verknüpfen. Zum Beispiel kann dann eine Lampe aufleuchten, wenn die Lieblingsmannschaft ein Tor schießt oder Facebook Bilder werden automatisch in einem Dropbox-Ordner abgespeichert. Im Falle des Room Locator lässt sich beispielsweise ein Spreadsheet automatisch mit Anwesenheitszeiten aktualisieren, Twitter-Nachrichten verschicken, wenn die reguläre Arbeitszeit überschritten wird oder ein smartes Türschloss verriegeln, sobald der Besitzer den Eingangsbereich verlässt.

© LinkDesk / Anwesenheitszeiten können vom Room Locator ganz einfach protokolliert werden.

Die Devices App

Zur Steuerung des Room Locator benötigt sein Besitzer die App „Devices“, die kostenfrei im AppStore erhältlich ist. Vorteil für Nutzer von HomeKit-Umgebungen ist hierbei, dass die App nicht nur den Room Locator, sondern alle installierten HomeKit-Regeln administrieren kann. 

In der App werden die Regeln und Geräte bestimmten Räumen zugeordnet und lassen sich in Gruppen, Szenen und Auslösern zusammenfassen. Unterstützt werden mehrere Room Locator, allerdings nur einer pro festgelegtem Raum. 

© LinkDesk / So sehen die Zeitschaltpläne mithilfe der Devices App aus.

Fazit

In der Praxis dürfte sich vor allem die Notwendigkeit, stets ein Smartdevice am Körper tragen zu müssen, als Einschränkung für bestimmte Räume und Aktivitäten herausstellen. Wer hat denn immer sein Smartphone dabei, wenn er beispielsweise ins Bad geht. Auch nächtliche Aktionen, wie „schalte das Licht ein, wenn ich komme“, fallen aller Wahrscheinlichkeit dem Handyzwang zum Opfer. Lösen könnte diesen Umstand beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der Apple Watch. Stand Mai 2017 ist das aber noch nicht der Fall.

Ebenfalls fraglich ist, wie gut sich der Room Locator in Familienhaushalten schlagen kann. Durch die direkte Verknüpfung mit einem iPhone oder iPad, erkennt das Gerät lediglich das Vorhandensein des Smartdevices und nicht das von Personen. Entsprechend werden die Aktionen nur dann ausgelöst, wenn eben dieses Verbindung aufnimmt. Sofern nicht die ganze Familie mit iPhones ausgestattet ist, behält sich der Room Locator also einen exklusiven Einsatz vor.

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