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Title: Haushalt
Smart Garden

Schlauer bewässern mit CloudRain

Ein Algorithmus, der Wetterdaten abruft und daraus die perfekte Gartenbewässerung errechnet und umsetzt? Auf Kickstarter hat das Start-Up CloudRain damit schon überzeugt.

© CloudRain / Funk macht's möglich: Zwischen Controller und Ventil können bis zu 300 Meter liegen.

© CloudRain / Funk macht's möglich: Zwischen Controller und Ventil können bis zu 300 Meter liegen.

Es gibt ja beharrliche Smartphone-Verweigerer, die auf ihr Wohnzimmerfenster zeigen und sagen: „Das ist meine Wetter-App!“ Soll heißen, dass man schon herausfinden wird, wie das Wetter werden wird, wenn man nur aus dem Fenster schaut. Und natürlich verlassen sich viele Gartenfreunde auf ihre Erfahrung und Intuition, wenn es darum geht, ob sie am Morgen vor der Arbeit noch schnell die Blumen oder das gerade sprießende Gemüse gießen sollen und wieviel Wasser das Grün braucht. Aber geht das nicht auch ein bisschen smarter?

Natürlich geht es, sonst wäre unser Artikel an dieser Stelle viel zu früh zu Ende. Eine neue Lösung für viele Gießfragen bietet nämlich das System CloudRain: Intelligente Bewässerung auf der Basis lokaler Wetterdaten.

Smart-Garden-System aus Düsseldorf

Hinter dieser Innovation steckt das junge, in Düsseldorf ansässige Unternehmen CloudRain GmbH. Die im eigenen Team entwickelte Hardware, die über Solarenergie betrieben wird, soll künftig europaweit vertrieben werden. „Die Vision von CloudRain ist, das qualitativ hochwertigste Produkt im Bereich der intelligenten Gartenbewässerung anzubieten“, schreiben die Gründer in einer Pressemitteilung.

© CloudRain / App, Ventile, Controller - das System CloudRain besteht aus drei Komponenten.

Den ersten erfolgreichen Schritt hat das Start-Up bereits mit scheinbarer Leichtigkeit bewältig: Eine Crowdfunding-Kampagne über die Kickstarter-Plattform wurde bereits zwei Wochen vor dem geplanten Ende mit erreichtem Finanzierungsziel abgeschlossen.

Im Prinzip beruht CloudRain auf dem nachvollziehbaren Gedanken, die Innovationen des Smart Home auch für den Garten nutzbar zu machen. Und wenn schon Heizungssteuerungen auf Wetterdaten zugreifen und an warmen Tagen die Heizung herunter regeln – warum sollte das nicht auch für die Gartenbewässerung funktionieren?

Dreiteiliges System ohne Kabelsalat

Das CloudRain-System besteht zunächst einmal aus drei Komponenten. Der Controller fungiert als Zentrale und wird per App gesteuert. Per Funk steuert der Controller dann wiederum die CloudRain-Ventile. Wer bereits geeignete Ventile und Kabelverbindungen besitzt, kann auch bis zu fünf davon über den CloudRain-Controller steuern.

Die CloudRain-Ventile werden direkt mit der Wasserleitung verbunden. Die Funkverbindung zum Controller reicht bis zu einer Distanz von etwa 300 Metern. Weil die Ventile ihren Strombedarf aus Sonnenenergie decken, sind weder Kabel noch Batterien notwendig.

© CloudRain / Per App für iOS und Android lässt sich das Bewässerungssystem einrichten.

Für jedes Ventil können sich die Nutzer eine eigene Gartenzone einrichten. Dadurch kann auch ein feiner abgestimmter Bewässerungsplan eingerichtet werden, der beispielsweise den unterschiedlichen Bedürfnissen von Rosen oder Gemüse gerecht wird. An das System können bis zu 200 Ventile angeschlossen werden, die mit allen Standard-Anschlüssen kompatibel sind.

Steuerung über kostenlose App

Die eigentliche Einstellung und Bewässerungsplanung funktioniert über die CloudRain-App, die kostenlos für iOS und Android erhältlich ist.

Damit nun aber immer die ideale Menge Wasser in den smarten Garten gelangt, bezieht CloudRain für seinen Adaptive-Watering-Algorithmus aus den lokalen Wetterdaten sechs verschiedene Parameter: Niederschlagsintensität und -wahrscheinlichkeit, Temperatur, Feuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und den Grad der Bewölkung. Außerdem greift das System auf mehrere Datenquellen zurück, um Abweichungen auszugleichen, und bezieht auch historische Daten mit ein, um die Prognose so exakt wie möglich zu gestalten.

© CloudRain / Die Ventile beziehen ihren geringen Strombedarf aus einem kleinen Solarpanel.

Daraus errechnet CloudRain für die automatische Bewässerungsfunktion für den vorgegebenen Gießzeitpunkt den Wasserbedarf, setzt ihn auf Null oder erhöht ihn entsprechend. Ausgangswert ist die vom Nutzer vorgegebene Bewässerungsdauer.

Präzise Gartenbewässerung entsteht

Dennoch müssen Hobbygärtner ihren „grünen Daumen“ hier nicht völlig zur Untätigkeit zwingen. Per App können Nutzer den Einfluss des Adaptive-Watering-Algorithmus regeln und auch den Einfluss einzelner Parameter höher oder niedriger einstellen – und das für jede Zone separat. So entsteht nach und nach eine präzise Gartenbewässerung, die weder Wasser vergeudet, noch Pflanzen unnötig ertrinken lässt.

Das CloudRain-Team hat in dieses Projekt mehr als zwei Jahre Entwicklungsarbeit und viel Erfahrung im Industriedesign gesteckt. Die ersten Exemplare sollen im Juni 2018 ausgeliefert werden.

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