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Praxistest

Smart Backen mit Drop Connected Kitchen-Scale

Smartes Backen. Ein Traum, den wahrscheinlich viele Menschen haben, die gelegentlich in der Küche hantieren. Kann dieses Gadget die Versprechungen halten?

Drop Kitchen Scale Smart Home Waage im Praxistest

©Drop

Alles wird smarter in unseren Haushalten. Unsere Rechner und Telefone sind es schon lange, doch nun gibt es auch vernetzte TV-Geräte, Uhren, Lampen, Körperfettwaagen und vieles weitere mehr. Die letzte noch nicht gefallene Bastion scheint bei vielen Menschen die Küche zu sein, doch auch dort haben sich die Hersteller diverser Geräte ausgebreitet - und sie planen dort noch weitere Smart-Lösungen. So gibt es Kühlschränke mit Kameras, die uns einen Blick in das Innere vom Smartphone oder Tablet aus erlauben und smarte Wiegematten verraten uns, wie viel Milliliter noch in der Milchkanne sind.

Nicht nur Hardware, sondern auch Software

Etwas, was ich mir zusammen mit meiner Frau angeschaut habe: die Drop Connected Kitchen-Scale. Eine nach eigenen Aussagen smarte Waage, die dem in der Küche aktiven Menschen helfen soll, schnell zum gewünschten Resultat zu kommen. Die Drop Connected Kitchen-Scale ist (der Name lässt es vermuten) eine Waage, die mit einem Endgerät - im konkreten Falle einem iPhone oder iPad - via des Protokolls Bluetooth verbunden wird. Doch von alleine macht so eine Waage ja erst einmal gar nichts, das Herzstück auf iPhone oder iPad soll die App sein. Diese App zeigt dann aber nicht nur das schnöde Gewicht dessen an, was in der Waage zur Abmessung bereitliegt, man will auch mit Rezepten punkten.

©Drop / Zum Drop-Paket gehört auch eine iOS-App mit zahlreichen Rezepten. 

Startet man mit einem Rezept, so zeigt die App beispielsweise an, wie viel Mehl oder Zucker in den Kuchenteig gehören. Dies geschieht nicht nur mit einer einfachen Textdarstellung, das Rezept wird in Bild und Animationen dargestellt, zeitgleich sieht man auf einer Skala, wie viel Gramm man schon in einen Behälter gefüllt hat. Man bekommt also nicht nur einen smarten Helfer in die Hand, beziehungsweise Küche gedrückt - man kann durch die Rezeptvorschläge vielleicht auch neue Mahlzeiten für sich entdecken und diese ausprobieren. Selbstverständlich lässt sich die Waage auch ohne jegliches Rezept nutzen, sodass ihr für euer eigenes Rezept die Zutaten selbst abmessen könnt.

Für kreative Community-Freunde

Besonders kreative Köche können ihre favorisierten Rezepte sogar mit anderen Nutzern teilen, ebenfalls ist das Einfügen von eigenen Bildern möglich. Heiße Töpfe und Messbehältnisse sollen kein Problem darstellen, verfügt die Drop Connected Kitchen-Scale doch über einen Überzug aus hitzeresistentem Silikon. Per Touch-Button kann der Wiegevorgang gestartet werden, das Gewicht wird dann direkt auf dem verbundenen Gerät angezeigt. Finden, vorbereiten, machen und teilen. So die Idee der Drop Connected Kitchen-Scale.

© Carsten Knobloch / Das Gewicht wird mit einer schicken Animation angezeigt.

Doch wie schaut das Ganze denn in der Realität aus? Ja, natürlich kann man so vorgehen, wie von Drop beschrieben - und wer die Erfüllung darin findet, die Rezepte so zu teilen, der wird Vergnügen mit der Anschaffung haben. In unserem Haushalt haben wir das Backen aber einfach mal klassisch durchspielen wollen. Backrezept heraussuchen und dann anhand der Vorgaben fertigen. Das funktioniert in der Tat wirklich gut, da alles direkt auf dem iPad oder iPhone dargestellt wird.

Licht, aber eben auch viel Schatten

Hat die Drop Connected Kitchen-Scale denn in meinem Test überzeugt? Mich persönlich nicht, denn um etwas abzuwiegen, bedarf es tatsächlich immer eines Smartphones oder eines Tablets. Die Waage alleine kann aus dem Stegreif erst einmal nichts anzeigen, was schade ist. Nicht immer will ich zum Smartphone oder zu Tablet greifen, wenn ich etwas in meiner Küchenwaage wiegen will. Man stelle sich vor, dass meine Frau auf dem iPad eine ihrer Lieblingsserien schaut und ich ihr das Tablet aus den Händen reißen muss, weil ich gerade wissen möchte, wie viel Gramm Mehl ich abwiegen muss, um meine „Samstag-Abend-Plätzchen“ zu vervollständigen. Da hängt doch sofort der Haussegen schief!

Was ebenfalls schade ist: die zur Drop Connected Kitchen-Scale gehörige Rezepte-App ist bislang lediglich in englischer Sprache und für iPad und iPhone zu haben, was den Nutzerkreis hierzulande doch arg einschränkt. Auch wenn ich der englischen Sprache halbwegs mächtig bin und das Ganze in den Rezepten nett visualisiert ist - in solchen Dingen arbeite ich tatsächlich lieber mit deutschsprachigen Apps – zudem sollten die Macher nicht die Verbreitung von Android-Endgeräten unterschätzen.

 

 

Fazit

Gesamt betrachtet konnte uns die Drop Connected Kitchen-Scale nicht das „Smart“ bieten, was wir erwartet haben. Die Waage als solches macht was sie soll, wiegt aber eben nur in Zusammenarbeit mit iPhone oder iPad. Zudem fehlt uns eine deutschsprachige Rezept-App. So bleibt weiterhin der Griff zu einem Kochbuch und einer klassischen Waage, die schon für wesentlich kleineres Geld von diversen Anbietern zu haben sind.

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