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Smart Home 2017: Alle Infos über den Megatrend

Das vernetzte Wohnen ist eines der heißesten Themen des Jahres. Dass es immer mehr Smart Homes in Deutschland gibt, hat viele gute Gründe.

© Style-Photography / Fotolia

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Smart Home wird immer wichtiger, was das alltägliche Leben betrifft und da ist es auch kein Wunder, dass dem Themenbereich auf der jährlichen IFA immer mehr und mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Auf Smart-Wohnen.de haben wir uns mal ein paar Gedanken dazu gemacht, was ein Smart Home 2017 ausmacht.

Was bedeutet Smart Home überhaupt?

Im Unterschied zu früher, als ein Haus noch aus einer Ansammlung „lebloser“ Gegenstände bestand, kann es jetzt quasi „im Verbund mitdenken“. Von Lampen über Rollos bis zur Heizung, von der Waschmaschine über den Fernseher bis zur Alarmanlage – immer mehr Elemente eines Hauses sind miteinander vernetzt, tauschen Daten aus, lassen sich automatisiert steuern. Die Vorteile: Wohn- und Lebensqualität steigen, die Sicherheit wird erhöht, Energie effizienter genutzt, Umwelt und Klima werden geschont.

© Danfoss / Starter-Kit zur Heizungssteuerung mit drei Thermostaten

Welche Vorteile sind am beliebtesten?

Für die Hälfte aller Deutschen, so ergab eine aktuelle repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts YouGov, hat die Sicherheit rund um Haus oder Wohnung die höchste Priorität – womit zum Beispiel Bewegungsmelder, Fensterkontakte und Lichtsteuerung gemeint sind. Fast genauso wichtig ist die Energieersparnis, etwa durch optimale Heizungssteuerung. All das ist mit den Smart-Home-Lösungen der Hersteller längst Realität.

© Coqon / Umfrage der Marktforscher von YouGov

Auf den Plätzen 3 bis 5 bei der Beliebtheit folgen Notfall-Alarmierung, Überwachungskameras und Komfortlösungen. Letztere bringen mehr Spaß und Einfachheit in die Bedienung, etwa durch Gesten- oder Sprachsteuerung. Oder ganze Abläufe lassen sich mit einem einzigen Kommando abdecken, etwa um für einen gemütlichen Abend das Licht zu dimmen, den Raum wohlig zu erwärmen und romantische Musik zu starten.

Wie viel smarter wird das Smart Home noch werden?

Diese Frage lässt sich nur schwammig beantworten: Es sieht ganz danach aus, als ob der Fantasie der Forscher und der Kreativität der Hersteller nahezu keine Grenzen gesetzt sind. Das fängt schon bei der Sprachsteuerung an, die noch in diesem Jahr viel komplexere Möglichkeiten und den Assistenten eine deutlich natürlichere Sprachausgabe bringen soll. Amazon und Google arbeiten auch bereits an der Unterscheidung verschiedener Stimmen, so dass Nutzerprofile mit unterschiedlichen Berechtigungen angelegt werden können.

Richtig smart wird ein Zuhause jedoch erst, wenn es die Gewohnheiten seiner Nutzer studiert, Erkenntnisse daraus zieht und dann eigene Entscheidungen trifft, ohne dass der Nutzer von sich aus aktiv wird. Beispiel: Wer nach einem gemütlichen Spaziergang nach Hause kommt, erwartet ein anderes Raumklima als derjenige, der gerade einen Zehn-Kilometer-Lauf hinter sich hat – und genau das erkennt und konfiguriert ein Smart Home bald von allein.

© TU KL / Das Unterstützungssystem PAUL hilft älteren Menschen im Alltag.Spannend ist auch der Einsatz von immer mehr Sensoren, die den Bewohner im positiven Sinne „durchleuchten“, ihm Tipps zur Verbesserung der Gesundheit geben, ihn vielleicht vor drohenden Krankheiten warnen – und auch sonst vieles für den Gesundheitsschutz tun, etwa die automatische Bett-Einstellung je nach individuellen Erfordernissen und Vorlieben des Nutzers. Dazu passt auch das sogenannte „Ambient Assisted Living“ (AAL), mit dem hilfebedürftige Senioren länger in den eigenen vier Wänden leben können. Neben der Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sind auch die Überwachung und Analyse der Gesundheit wichtige Aspekte.

Doch alle diese Sensoren brauchen selbst Energie, weshalb das sogenannte „Energy Harvesting“ im Fokus für die Zukunft steht. Dabei wird elektrische Energie aus der direkten Umgebung eines Gerätes erzeugt, etwa über die Bewegung von Schuhen und Lichtschaltern – solche alternativen Energiequellen könnten Kleinstgeräte autark machen.

Wie erfolgreich ist Smart Home bisher?

Wenn die Entwicklung so weitergeht, könnte Deutschland in diesem Jahr die Marke von 1 Million Haushalten knacken, die dem Megatrend Smart Home folgen. Laut Statista.com wird der Umsatz in diesem Bereich auf gut 1,3 Milliarden Euro steigen, in vier Jahren könnten es sogar 4,1 Milliarden sein – dann soll über ein Drittel der Haushalte Smart-Home-Lösungen nutzen. Eine Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie schätzt das erzielbare Marktvolumen bis 2025 sogar auf stolze 20 Milliarden Euro. Und inzwischen, so das Ergebnis der YouGov-Studie, interessieren sich mehr als drei Viertel der deutschen Internet-Nutzer für Smart-Home-Technologien.

Was ist mit der Kompatibilität und den Kosten?

Spätestens seit diesem Jahr wird deutlich: Nahezu alle Produkte sind so ausgereift, dass man sein Haus problemlos vernetzen kann. Vor allem geht der Trend zur herstellerübergreifenden Funktionalität, d.h. trotz einer schier endlos wirkenden Liste an Smart-Home-Protokollen sind immer mehr Produkte untereinander kompatibel. Die Zeiten, in denen die Hersteller versuchten, die Verbraucher nur an ihre eigenen Lösungen zu binden, scheinen mehr und mehr vorbei zu sein.

© Homematic / Starter-Set zur Überwachung des Raumklimas und Optimierung der HeizungZwar erscheinen Smart-Home-Lösungen jedem zweiten Befragten in der Studie noch zu teuer, doch gehört das Thema Kostensenkung ebenfalls zu den Trends dieses Jahres – die Preise vieler Smart-Home-Produkte gehen stetig nach unten. Und wie immer kommt es darauf an, was man machen will: Von der smarten 50-Euro-Lampe für Einsteiger bis zum mehrere tausend Euro teuren Rundum-sorglos-Paket fürs ganze Haus ist alles möglich. Starter-Sets, beispielsweise mit mehreren Geräten für mehr Sicherheit, sind um die 300 Euro zu haben, das abgebildete Raumklima-Set schon für gut 110 Euro.

Apropos: Wer die „große Lösung“ anstrebt, etwa durch einen Umbau des Hauses oder schon in der Planung eines Neubaus, der sollte an die wenig bekannte Tatsache denken, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Förderungsmöglichkeiten speziell zur Verwirklichung von Smart Homes anbietet.

Fazit

Immer mehr Geräte werden das, was im Haus passiert „beobachten“ und darüber miteinander kommunizieren – mit dem Ziel, den Bewohnern mit cleveren Komfortfunktionen den Alltag zu erleichtern oder gar so zu versüßen, damit das Leben daheim einfach noch mehr Spaß macht. Die Möglichkeiten sind schon immens, weshalb sich der Einstieg jetzt lohnt. Viel Spaß im smarten Zuhause!

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