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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

IFA 2016 Neuheiten

Smart Home auf dem Vormarsch

Das Ende des Nischendaseins. Die IFA 2016 wird zeigen, dass das Smart Home bald nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken sein wird.

© IFA

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Wenn sich am 2. September in Berlin die Tore der IFA-Elektronikmesse öffnen, wird das Thema „Smart Home“ eine übergeordnete Rolle in der Hauptstadt spielen.

Dabei wird es sich gar nicht so sehr um immer neue Standards und einzelne Geräte, Gadgets und Adapter drehen, wie das noch Januar auf der CES in Las Vegas der Fall war. Das Smart Home ist dabei, aus seiner Nische herauszutreten und wird Schritt für Schritt Teil unseres täglichen Lebens. Auf der IFA wird es deshalb viel dazu zu sehen geben, wie diese Integration vonstattengeht und wie sich auch die großen Unternehmen wie Siemens, Samsung, Telekom, etc. der Smart Home-Technologien und Apps annehmen.

Aber ohne das entsprechende Netzwerk geht gar nichts

Vor lauter neuen Apps und smarten Szenarien wird immer noch zu schnell vergessen, wer das intelligente Zuhause überhaupt erst möglich macht. Ein leistungsstarkes Heimnetzwerk ist die Grundvoraussetzung für jedes Smart Home. Nur so kann die Kommunikation zwischen Geräten und Apps in Echtzeit garantiert werden. Das gilt gleichermaßen für die Anbindung an schnelles Internet, wie auch für die stabile Verbindung der einzelnen Einheiten untereinander und mit den Apps auf den Smart Devices über WLAN.

Der Berliner Netzwerkspezialist AVM hat das auch längst erkannt und wird in Berlin eine ganze Reihe von Smart-Home-affinen Neuigkeiten vorstellen. Dazu gehören unter anderem gleich zwei neue Fritz-Produkte für Smart Home und WLAN sowie ein Powerline Adapter, der im Dualband-Modus WLAN gemäß dem Standard AC+N arbeitet. Datendurchsatz und Geschwindigkeit werden also großgeschrieben. Darüber hinaus wird es neue Versionen der Fritz Apps zu sehen geben.

© AVM / Smart Home steht auch bei AVM im Mittelpunkt.

Ähnliche Pläne verfolgt der Netzwerkhersteller Devolo. Neben einer Produktfamilie von Home-Control-Komponenten, bestehend aus Home-Control-Zentrale, D-Link (Internet über die Steckdose), Funkschalter, Thermostat, Fernbedienung, Rauchmelder, Funk-, Schalt- und Messsteckdose und Bewegungsmelder, werden auch am Stand der Aachener neue Software-Versionen vorgestellt. Außerdem verspricht Devolo die Präsentation einer neuen High-End-WLAN-Bridge.

Weniger smart, aber nicht weniger wichtig wird es bei den auf Netzwerktechnologie spezialisierten Herstellern wie TP-Link, Netgear oder D-Link zugehen. Auch wenn diese Unternehmen sich teils noch in Schweigen um IFA-Ankündigungen hüllen, ist klar, dass ihr Schwerpunkt auf neuen, leistungsfähigeren WLAN- und Heimnetzwerklösungen liegen wird. Ich wiederhole mich an dieser Stelle gerne. Mit der steigenden Zahl der im Heimnetz angeschlossenen Geräte und dem dadurch wachsenden Daten- und Informationsaufkommen wird die Bedeutung eines starken Rückgrats des Datentransports nur allzu gerne übersehen. 

Integration in den Haushalt

Smart-Home-Technologie ist auf dem Vormarsch und macht dabei auch nicht Halt vor unserem Haushalt und seinen „Institutionen“ wie der Küche oder dem Waschzimmer. Besonders umtriebig zeigt sich einmal mehr Samsung. Die Koreaner werden in Berlin einen Kühlschrank namens Family Hub vorstellen, der gleichzeitig MediaCenter mit WLAN-Anbindung und 21-Zoll-Touchscreen-Monitor ist, seinen Inhalt auf smarte Weise und mithilfe von drei integrierten Kameras dokumentiert und analysiert, auf das Ablaufdatum der verderblichen Ware achtet und darüber hinaus auch noch Einkaufstipps gibt.

© Samsung / Der smarte Kühlschrank Familiy Hub hat seinen Inhalt immer im Blick.

Während der Family Hub noch recht viel Platz in der Küche einnimmt, will Samsung im Badezimmer Platz sparen. Der neue AddWash WD5500 heißt zwar offiziell Wäschetrockner, fungiert aber auch als Waschmaschine. Auf diese Weise spart sich jeder Haushalt nicht nur Anschaffungskosten, sondern vor allem auch den Platz für ein sperriges Haushaltsgerät.

Die intelligente Küche hat sich ebenfalls Siemens als neuen Wachstumsmarkt ausgeschaut. Die bereits etablierte Home-Connect-Plattform wird ab sofort ausgebaut und verfeinert. CookConnect heißt der nächste Schritt. Als IFA-Neuheit werden die Münchener erstmals interaktive Kocheinheiten vorstellen. In Berlin werden die neuen iQ700 Kochfelder und Dunstabzüge vorgestellt. Der Clou dabei ist, dass diese Einheiten – unterstützt von mehreren Sensoren – automatisch direkt miteinander interagieren und selbständig Aktionen einleiten können. Bisher war dafür stets ein Zwischenschritt notwendig: Ein Mensch, der die Aktionen manuell oder über die dazugehörige App steuert.

Siemens will den Weg ins Smart Home weiterhin vorantreiben und bietet deshalb auch ein Developer Kit für seine HomeConnect-Plattform an. Über offene Standards verspricht sich das Unternehmen so mannigfaltige Kooperationen mit anderen Herstellern, die in das Ökosystem einsteigen wollen. Wir können also gespannt sein, was auf der IFA 2017 in puncto Smart Home zu sehen sein wird.

Kalter Kaffee war gestern

Kaffeemaschinen scheinen eine besondere Anziehungskraft auf Smart Home-Hersteller auszuüben. Siemens wird in Berlin den Kaffeevollautomaten, „EQ9 connect“ vorstellen, der auch über „Home Connect“ gesteuert werden kann.

Krups wird den Latte Smart EA 860E präsentieren, der zwar vorerst nur Android Smartphones unterstützt, aber 16 Kaffeevarianten smart zubereiten kann.

Nicht komplett smart gesteuert ist die Kaffeeneuheit von Nespresso. Hier beschränkt sich der App-Einfluss zwar lediglich auf das zeitgesteuerte Einschalten der Maschine, dafür bietet die dazugehörige App Unterstützung bei der Pflege der Maschine und hilft bei Nachbestellung der Kapseln.

Von Jura wird es auf der IFA das Profigerät Z8 zu sehen geben. Mit 4,3-Zoll-Touchscreen, etlichen granularen Einstellungsmöglichkeiten von der Wasser- bis hin zur Milchschaumtemperatur, Verknüpfung der Informationen von Milchbehälter und Hauptgerät und vollständiger Remote-Steuerung über App ist das Gerät nicht zwingend für jeden Privathaushalt geeignet, zeigt aber auf, was im Smart Home machbar ist.

© Jura / Juras High-End-Gerät Z8 schöpft die smarten Möglichkeiten aus.

Fazit

Diese Vorschau auf IFA-Smart Home-Neuigkeiten könnten wir noch seitenlang fortführen. Klar ist allerdings, wohin der Weg im vernetzten Zuhause führt. Bisher hat sich das Smart Home überwiegend über clevere Gadgets, die meist als Einzellösungen angeboten worden sind, definiert.

Die IFA 2016 wird zeigen, dass Smart Home-Lösungen den nächsten großen Schritt getan haben und im Mainstream angekommen sind. Nicht nur die ganz großen Unternehmen, allen voran Samsung, aber auch die Telekom, Siemens (BSH), etc. integrieren mehr und mehr App-Funktionalitäten in ihre Haushaltsgeräte. Selbst Spezialanbieter wie Kaffeemaschinenhersteller kommen auch nicht mehr an smarten Features vorbei, wenn sie den Anschluss nicht verlieren wollen.

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