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Title: Haushalt
Beratung

Smart Home für Hausbauer – Teil 1

Augen auf beim Immobilienbau. Was sollte man beachten, um sein Heim von Anfang an zukunftsgerecht zu gestalten?

© iStock.com/8vFanI

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Jeder Mieter und Besitzer einer Immobilie steht vor demselben Problem. Die neue Wohnung ist zwar wunderschön, aber leider zu einer Zeit gebaut worden, in der noch nicht absehbar war, wie sehr smarte Technologie Einzug in unser Leben halten wird. Um das Heim dennoch Smart Home-kompatibel zu gestalten, sind dann meist Kompromisse notwendig, die das Gesamterlebnis einschränken.

Viele Smart Home-Lösungen sind so konzipiert, dass sie sich in eine bestehende Wohnumgebung integrieren lassen. Je umfangreicher und ausgeklügelter diese Angebote allerdings werden, desto schneller stoßen Mieter an infrastrukturelle Grenzen. Wir richten uns deswegen in einer kleinen Artikelserie an diejenigen, die die Möglichkeit haben, ihr Heim von Grunde auf selbst zu gestalten. An Häuser- oder Immobilienbauer, welche die Möglichkeit haben, selbst aktiv Einfluss auf die Gestaltung ihrer vier Wände zu nehmen.

Im ersten Teil unserer Serie widmen wir uns der Planung und gehen darauf ein, was beachtet werden muss, um im selbst gebauten smarten Zuhause langfristig zufrieden zu sein. Teil zwei beschäftigt sich mit den weiteren Einsatzmöglichkeiten, die Smart Home ermöglicht, wenn frühzeitig weitergedacht wird und Folgekosten vermieden werden wollen.

Die Zukunft im steten Wandel

Nichts bleibt für die Ewigkeit. Diese Regel gilt auch und insbesondere für Bauherren. Was ursprünglich als Kinderzimmer gedacht ist und deshalb vermeintlich keinen Internetzugang benötigt, kann in drei Jahren schon als Arbeitszimmer herhalten müssen. Deshalb sollte in der Bauplanung in jedem Fall nach dem Prinzip „mehr hilft mehr“ verfahren werden. Netzwerksteckdosen in jedem Zimmer kosten wenig, wenn sie rechtzeitig eingeplant werden. Ein Nachrüsten von Internetzugang in übergangenen Räumen hingegen ist später kompliziert und teuer, geht mit unschönem Kabelverlegen einher oder greift auf zusätzliche Technologien wie WLAN-Repeater oder Powerline-Adapter zurück, die zwar ihren Zweck erfüllen, im Ergebnis und von der Leistung her allerdings weit hinter einer sauberen Verkabelung hinterherhinken.

 

© ISY / Netzwerkkabel erst nachträglich nachzurüsten macht unnötigen Aufwand und ist sehr kostenintensiv.

 

Da das Smart Home mittlerweile Einzug in so gut wie alle Lebensbereiche gefunden hat, gibt es keinen Grund, bestimmte Räume nicht von Anfang an internetfähig auszustatten. Dazu kommt, dass eine kabelgebundene Netzwerkanbindung immer schneller und stabiler als WLAN ist und im Zweifel bevorzugt werden sollte.

Strom bereitstellen

Genau wie es nie zu wenig Netzwerkanschlüsse geben kann, können auch nie zu wenig Steckdosen in einer neuen Wohneinheit sein. Das gilt insbesondere für Außenflächen wie zum Beispiel Gärten und Balkone, die bei der Ausstattung gerne übersehen werden. Jeder weiß wie unangenehm es ist, ein Verlängerungskabel aus der Wohnung nach draußen zu legen, das dann auch noch die Balkon- oder Gartentür blockiert. Noch wichtiger wird die Außenstromversorgung, sobald fest installierte Apparaturen ins Spiel kommen. Das können Lichterketten sein, aber auch smarte Rasenmäher, oder Bewässerungsanlagen. Wer diese Eventualitäten nicht im Vorfeld berücksichtigt, wird sich früher oder später mit deutlich aufwändigeren Umbauten konfrontiert sehen.

 

© Brandson / Zusatzfeatures: Steckdosen können auch zusätzlich USB-Ladeanschlüsse haben.

Freiheit für das WLAN

Bei neu gebauten Häusern befindet sich der Telefonanschluss sehr häufig im Keller. So lange Telefonie und WLAN nicht miteinander kombiniert sind, ist das meist unerheblich, da das DECT-Signal einer starken Telefonbasis normalerweise ausreicht, um ein normal großes Haus auszuleuchten. Anders verhält es mit drahtlosem Internet. Um das WLAN-Signal nachhaltig abzuschwächen, reicht oft genug schon eine einzige Mauer aus. Wer also nicht in jedem Stockwerk einen Range-Extender oder einen eigenen Access Point installieren möchte, sollte sich im Vorfeld überlegen, entsprechende Telefon DSL-Verlängerungen einzuplanen. Auf diese Weise ist es dann möglich, die Geräte an einer zentralen Stelle in der Wohnumgebung aufzustellen und sowohl das Telefon- als auch das WLAN-Signal bestmöglich in den eigenen vier Wänden bereit zu stellen. 

 

© AVM / Die Fritz!Box ist noch immer eine der beliebtesten Lösungen in deutschen Haushalten.

Hier geht's weiter zu Teil zwei.

Fazit

Um eine neue Immobilie fachgerecht für zukünftige Herausforderungen vorzubereiten, lohnt es sich definitiv etwas mehr Zeit für technische Planungen aufzuwenden. Das betrifft in erster Linie Aspekte des eigenen Heimnetzwerkes, das die Grundlage des privaten Smart Home stellt. Weiterhin sollten Vorbereitungen für zukünftige Ausbauten getroffen werden, denn jeder während der Bauphase verlegte Kabelschacht, kann den Aufwand späterer Umbauten erheblich reduzieren.

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