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Title: Haushalt
Beratung

Smart Home für Hausbauer – Teil 2

Augen auf beim Immobilienbau. Was sollte man beachten, um sein Heim von Anfang an zukunftsgerecht zu gestalten?

© iStock.com/scyther5

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Im ersten Teil unseres Hausbau-Specials haben wir uns mit grundlegenden Planungsthemen befasst. Dazu gehört unter anderem die Versorgung mit ausreichend vielen Stromquellen und Netzwerkanschlüssen, um möglichst jeden Raum so zukunftssicher wie möglich zu gestalten.

Im zweiten Teil der Immobilienbau-Serie wollen wir unseren Blick auf weitere Einsatzmöglichkeiten richten, die das Smart Home Bauherren ermöglicht und die mit ein klein wenig Weitsicht auch spätere Installationen massiv erleichtern. 

Leerrohre für Mehrwert

Eines der Probleme für Immobilienbesitzer und Mieter ist der nachträgliche Einbau von Installationen jeglicher Art. Besonders an Außenflächen. Für smarte Technologien wie Außenkameras gilt genauso wie für eine Lichtquelle, die im Nachhinein angebracht werden soll: wenn keine Anschlussmöglichkeiten vorhanden sind, erhöht sich der Montageaufwand enorm. Deshalb lohnt es sich auch hier, alle Möglichkeiten frühzeitig ins Kalkül zu ziehen. Die Lösung für Bauherren kann zum Beispiel das großzügige Verlegen von Leerrohren an neuralgische Stellen wie der Haustür oder an Fenstern sein. Diese lassen sich, solange sie nicht genutzt werden, mit Dämm-Material füllen, um die Energiebilanz nicht zu beeinflussen. Sobald der Bedarf entsteht, zusätzliche Geräte zu verbauen, können Elektro- und Netzwerkkabel problemlos von innen nach außen verlegt werden. Und zwar ohne, dass die große Bohrmaschine bemüht und Wände aufgeschlagen werden müssen.

 

© Fränkische Rohrwerke / Entsprechend verlegte Leerrohre können Jahre später noch von Nutzen sein.

 

Kleiner als Leerrohre: Stromleitungen vorverlegen

Genauso nützlich wie Leerrohre, können sich sorgfältig geplante Stromleitungen erweisen, die bereits in der Bauphase verlegt werden. Ist sich der Bauherr beispielsweise nicht sicher, ob oder inwiefern er elektrische oder intelligente Rollos verbauen möchte, den Erwerb eines smarten Türschlosses andenkt oder ähnliche Pläne hat, kann er dank solch vorbereitenden Maßnahmen flexibel in die Zukunft blicken und sich die Entscheidung für einen späteren Zeitpunkt aufheben. Smarte Installationen werden von etlichen Herstellern für mittlerweile alle Aspekte des Smart Home in so gut wie allen Preisklassen angeboten. Vielleicht passt eine solche Investition gerade nicht ins Budget, oder vielleicht ist sich der Eigentümer nicht sicher auf welches Pferd er setzen möchte. Hat er entsprechend vorgesorgt, ist ein späterer Ausbau erheblich einfacher und schneller vollzogen.

Steckdosen und Lichtschalter in groß

Steckdosen und Lichtschalter sind selbstredend in der Größe genormt und überall gleich groß. Das muss aber nicht für die Hohlräume gelten, in die sie eingelassen werden. Eventuell empfiehlt es sich ja, diese von Anfang an größer anzulegen, als die entsprechende Fassung das nötig macht. Der Gedanke dabei beruht auf der Erkenntnis, dass viele Schalter, Fassungen und Steckdosen zu einem späteren Zeitpunkt gerne ausgebaut werden. Der Lichtschalter bekommt einen Dimm-Mechanismus spendiert, die Steckdose einen smarten Wandler, oder gar eine WLAN-Schnittstelle dazu. Hier sind der Kreativität und Phantasie des Immobilienbesitzers keine Grenzen gesetzt und das Smart Home wird sicher noch mit etlichen Entwicklungen aufwarten, an die die meisten von uns heute noch gar nicht denken.

 

© Homematic / Steckdosen mit integrierter Intelligenz gibt es bereits heute zu erwerben.

 

Satellitenanlagen

Die meisten Menschen beziehen ihre Fernsehprogramme heutzutage über Kabel. Das gilt insbesondere für die Bewohner von Großstädten. Allerdings werden immer noch viele Satellitenanlagen verkauft, welche die digitalen Informationen im Haushalt verteilen. Wer auf eine solche Lösung setzt, muss sich von vorneherein bewusst sein, dass diese Technologie nah an der Antenne auf dem Hausdach platziert werden muss. Das betrifft dann nicht nur den Receiver selber und dessen Verbindung zur Außenantenne. Vielmehr gilt es zu bedenken, dass von diesem Ort auch jedes betreffende Zimmer erreicht werden muss. Auch hier gilt, dass entsprechend weitsichtige Planung der häuslichen Verkabelung extrem hilfreich sein kann, sofern nicht Spaß an offenen Kabeln oder neu aufgeschlagenen Unterputzleitungen vorhanden ist.

 

© Allvision / Beispiel für eine Satellitenanlage mit Antenne.

 Hier geht's zurück zu Teil eins.

Fazit

Wir wissen alle nicht, was moderne Technologie, aber auch die ganz normale hausbauliche Entwicklung uns in den kommenden Jahren ermöglichen wird. Wer allerdings die Möglichkeit hat, bereits im Vorfeld planerisch und gestalterisch tätig zu werden, sollte sich um jeden Preis die Zeit nehmen, möglichst viele Eventualitäten und Vorbereitungen in seine Planung einfließen zu lassen. Damit kann man sich unermesslich viel Arbeit, Aufwand und Kosten sparen.

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