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Smart Home

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Title: Haushalt
Ratgeber

Smart Home Lösungen für Mietwohnungen

Smart Home ist nicht mehr nur den Hauseigentümern vorbehalten – auf welche Smart Home Systeme Mieter zurückgreifen können, haben wir hier zusammengefasst.

©iStock.com/AndreyPopov/Viele Smart Home Komponenten sind auch für Mietwohnungen interessant.

©iStock.com/AndreyPopov/Viele Smart Home Komponenten sind auch für Mietwohnungen interessant.

Bis Anfang des letzten Jahrzehnts galt Smart Home als Luxus, der ausschließlich Bauherren möglich war. Der Grund: Aktoren und Sensoren im Haus wurden aufwändig per Kabel über ein Bussystem miteinander vernetzt.

KNX ist wohl das berühmteste Bussystem im intelligent vernetzten Zuhause. Später kamen alternative Kabellösungen für Smart Home auf den Markt, wie zum Beispiel „Loxone“. Anders als bei KNX werden die Geräte nicht über ein Bussystem – also über eine dezentrale Intelligenz verkabelt, sondern führen an einem Punkt im Haus zusammen. In der Regel ist dies im Keller in einem Schaltschrank, wo der Loxone Server die Steuerung übernimmt.

Aber auch diese Smart Home Systeme können nur im Haus Neubau, oder im Zuge einer Kernsanierung nachgerüstet werden.

© Chris Bertko / Verkabelung für Loxone Smart Home im Neubau.

Anfang der 2000er Jahre kamen die ersten, preislich erschwinglichen Funk-Systeme auf den Markt. Homematic sei hier als Pionier im deutschen Smart Home Markt zu nennen – und es gibt das System bis heute.
Der Vorteil von Funklösungen liegt klar auf der Hand: Eine aufwändige Verkabelung ist nicht nötig und dank batteriebetriebener Sensoren, können diese an jeder beliebigen Stelle der Wohnung angebracht werden.
Funkbasierte Smart Home Systeme eignen sich daher bestens als Nachrüstlösung – sogar in Mietwohnungen.

© Devolo / Z-Wave Funkschalter kann quasi überall "aufgeklebt" werden.

Smart Home per Funk für Mietwohnungen

Funksysteme eigenen sich für Wohnungseigentümer, wie auch Mieter gleichermaßen. Damit haben Smart Home Funksysteme einen neuen, großen Markt eröffnet, an dem natürlich viele Hersteller teilhaben wollen.
Und so drängen viele Hersteller mit eigenen Funklösungen und teils mit bereits bekannten Funksystemen wie Bluetooth, WLAN oder DECT auf den Markt. Die Folge: eine Vielzahl der Geräte ist untereinander nicht kompatibel. Es entstand das babylonische Sprachgewirr im Smart Home.

Für Mieter, welche sich für ein Smart Home interessieren heißt das: Augen auf beim Smart Home Kauf. So sollte man im Vorhinein ausloten, welche Bereiche in den eigenen vier Wänden smart werden sollen und prüfen, ob das gewählte System auch entsprechende Komponenten für diesen Bereich vorhält.

Ein großes Geräteportfolio bietet beispielsweise der ostfriesische Hersteller eQ-3 mit seinem Homematic oder seinem neuen System Homematic IP an. Hier finden sich vom Heizungsthermostat, über Fußbodenheizungssteuerung, Wandschalter für Licht- oder Jalousien, bis hin zu automatischen Türschlossantrieben, ja sogar einem Fensterantrieb auch eine ganze Reihe Sensoren. Neben Temperatur oder Fenstersensoren über Wasser und Rauchmelder bis zur Wetterstation. Damit lassen sich quasi alle Gewerke aus einer Hand smart aufrüsten.

© eQ3 / Homematic IP Portfolio für jedes Gewerk.

Funkstandard – mehr Auswahl, mehr Zukunftssicherheit.

Besser als proprietäre Systeme: Man setzt auf Standards oder Herstellerallianzen. Denn erfreulicherweise setzen inzwischen immer mehr (vor allem große bekannte) Hersteller auf Funkstandards im Smart Home, oder schließen sich zu Herstellerkonsortien zusammen. Qivicon unter der Schirmherrschaft der Deutschen Telekom sei hier als eine der größten Herstellerallianzen zu nennen. Auch Komponenten von Homematic können an der Qivicon Zentrale gleichermaßen betrieben werden, wie Geräte von Bitronhome, welche mit dem ZigBee Funkstandard sprechen.

Apropos Funkstandard im Smart Home: Hier sind die drei wichtigsten mit Z-Wave, ZigBee und EnOcean zu nennen. Der Vorteil für den Kunden: Eine größere Auswahl an Komponenten und die Unabhängigkeit von einem einzelnen Hersteller. Man stelle sich nur mal vor, man möchte in ein paar Jahren sein Smart Home erweitern, oder benötigt Ersatz für eine defekte Komponente – aber der Hersteller hat seine Produktlinie eingestellt.

ZigBee

Das eben angesprochene ZigBee System findet man hierzulande in vielen smarten Leuchtmitteln und Lampen. Dazu zählen die berühmten bunten Lampen von Philips Hue, welche schon fast Sinnbild für schnell nachrüstbares Smart Home geworden sind. Aber auch Osram Lightify, Lampen und sogar jene Leuchtmittel des schwedischen Möbelhauses funken auf ZigBee. Klar, hier ist Ikea mit den Trådfri-Lampen (was soviel heisst wie „Draht frei“) gemeint.

Aber auch Leuchten von Paulmann oder Paul Neuhaus lassen sich über ZigBee nicht nur dimmen, sondern teilweise auch in ihrer Lichttemperatur und Farbe variieren. Nutzt man bereits eine ZigBee Smart Home Zentrale, egal von welchem Hersteller - wie beispielsweise das Schwaiger Smart Home Gateway, Homee oder die Philips Hue Bridge, so lassen sich all die eben genannten Leuchtmittel – aber auch Steckdosen an diese Zentrale anlernen.

© Philips / Philips Hue Leuchten die prominentesten Vertreter im ZigBee Funkstandard.

Z-Wave

Eine noch größere Auswahl – um genau zu sein, das größte Smart Home Ökosystem ist Z-Wave. Mehr als 800 Hersteller weltweit setzen auf dieses Funksystem im Smart Home. Der Z-Wave Alliance gehören unter anderem zum Beispiel LG, Samsung, Danfoss, Technisat, Schwaiger, Steinel und auch Devolo an. Die Geräteauswahl reicht von Leuchtmitteln über Sensoren bis hin zu Türschlössern, Heizungsthermostaten, Sirenen oder Unterputzmodulen um die konventionelle, elektrische Verkabelung von Licht oder elektrischen Jalousien mit in das Smart Home einzubinden.

Diese Module können – natürlich von einem Fachmann – hinter den bestehenden Schalterserien installiert werden. Eine Änderung der elektrischen Verkabelung ist nicht notwendig, weshalb auch diese Nachrüstlösung im Falle eines Umzugs, relativ einfach zurück gebaut werden kann.

© Chris Bertko / Z-Wave Unterputzmodul macht die konventionelle Elektrik smart.

Und auch bei Z-Wave können Geräte herstellerunabhängig an einer gemeinsamen Smart Home Zentrale angelernt werden. Dank der Funkvernetzung kann quasi jede Mietwohnung problemlos smart werden. Batteriebetriebene Sensoren senden dabei Messwerte über Temperaturen oder den Zustand der Fenster an die Smart Home Zentrale, welche dann aufgrund zuvor definierter Regeln Automatisierungen ausführt. So kann die Heizung automatisch geschlossen werden, wenn das Fenster zum Lüften geöffnet wird, oder einen Alarm auslösen, wenn niemand Zuhause ist, aber trotzdem das Fenster oder Türen geöffnet werden. Auch im Alarmfall können zuvor definierte Szenen ausgelöst und so die Sicherheit erhöht werden. Beispielsweise bei der Erkennung von Feuer oder Rauch: Hier könnten Lampen eingeschalten und Jalousien geöffnet werden, um die Fluchtwege zu sichern.

Wäre da nur nicht das leidige Thema „Batterien austauschen“. 

EnOcean

© Jung / EnOCean Funkschalter kommt ohne Batterie aus

Genau das ist die Stärke des EnOcean Funkstandards. Geräte der EnOcean Welt arbeiten mit dem Energy Harvesting Prinzip. Das bedeutet, sie gewinnen ihre Energie über eine Solarzelle oder durch kinetische Energie – welche beispielsweise beim Drücken eines Schalters entsteht und in einen elektrischen Impuls gewandelt wird. Damit sind diese Sensoren und Geräte so gut wie wartungsfrei. EnOcean wird beispielsweise von Eltako, Hoppe oder dem französischen Hersteller „NodOn“ genutzt.

Sie brauchen technische Hilfe? Wir haben einen verlässlichen Partner, der Ihnen bei Technikproblemen behilflich sein kann: Die Deutsche Technikberatung. 

Planung der Terminvereinbarung

Nach Eingabe der Daten meldet sich ein Mitarbeiter der Deutschen Technikberatung telefonisch zur Terminkoordination!







 
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Fazit

Smart Home Funksysteme sind die ideale Möglichkeit für Mieter, ihre vier Wände smart aufzurüsten. Die Anbietervielfalt ist groß und für den Kunden teilweise undurchsichtig. Wer nicht nur einen Teilbereich, wie beispielsweise die Heizung smart aufrüsten will, der sollte sich das Portfolio des Smart Home Anbieters zuvor genau anschauen. Oder direkt auf Funkstandards wie Z-Wave, ZigBee oder EnOcean setzen. Bei zuletzt genannten entfällt sogar der Batteriewechsel.

Wer sich auch zwischen den Funksystemen nicht entscheiden will, der kann auf Multiprotokoll Smart Home Systeme setzen wie zum Beispiel Schwaiger (Z-Wave + ZigBee), Zipato (Z-Wave, erweiterbar mit Z-Wave, Zigbee, EnOcean und KNX) oder Homee (WLAN, erweiterbar mit Z-Wave, ZigBee oder EnOcean).

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