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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Technik erkennt Nutzer

Smart Home mit einem Lächeln aktivieren

Ein Smart Home ist erst dann wirklich clever, wenn es die Gewohnheiten der Bewohner kennt. Ansätze dafür gibt es viele.

Mann mit Smartphone

© BillionPhotos.com / Fotolia.com

Bei der Einrichtung eines Smart Homes steht bei vielen Nutzern der Komfort im Vordergrund. So soll das intelligente Zuhause beispielsweise per Fingertipp auf dem Smartphone ein Szenario wie „TV schauen“ aufrufen und dabei alle Jalousien in die richtige Position fahren und das Licht fernsehtauglich dimmen. Alle Einstellungen wurden dabei vorab vom Nutzer definiert und lassen sich jederzeit individuell anpassen – beispielsweise dann, wenn neue Lampen angeschafft werden oder sich die Vorlieben ändern. Wirklich intelligent ist eine Heimvernetzung aber erst dann, wenn sie Aktionen selbstständig ausführt, indem sie von den Gewohnheiten des Nutzers lernt oder Stimmungen der Bewohner in Aktionen umsetzt. Hier liegt eindeutig die Zukunft des Smart Homes.

digitalSTROM: ein Kaffee für ein Lächeln

Erste eindrucksvolle Ideen präsentierte das Unternehmen digitalSTROM auf der diesjährigen IFA. Die Smart-Home-Vernetzung des deutsch-schweizerischen Unternehmens lässt sich komfortabel über die Stromleitung vornehmen. Ähnlich wie bei einer Verlängerung der Internetreichweite über einen Powerline-Adapter lässt sich das digitalSTROM-Smart-Home auch nachträglich in eine Immobilie integrieren.

Auf der IFA 2015 in Berlin zeigte das Unternehmen, wie sich die Kombination aus einem Kaffeevollautomaten und der 3D-Tiefenkamera RealSense von Intel ins smarte Zuhause integrieren lässt. Will der Nutzer einen Kaffee, muss er im eingesetzten Szenario keinen Knopf mehr drücken, sondern nur noch in die Kamera lächeln. Die Maschine brüht dann direkt einen frischen Kaffee auf. Jede andere Geste könnte ebenso einen entsprechenden Steuerungsbefehl für andere Geräte im Haus auslösen. So wird nicht nur der Komfort gesteigert, denn das System ist auch als Unterstützung für Menschen mit körperlichen Einschränkungen und als Assistenzsystem für altersgerechtes Wohnen geeignet. Die Idee mit der Kamera hatten aber auch schon andere.

Kaffeemaschine und lächelnde Frau

Fraunhofer Institut: Kamera erkennt Stimmungen und mehr

Auch die Forschung tüftelt an Kameramodellen. Die Lösung heißt hier Shore. Über eine Kamera wird erkannt, ob der Nutzer beispielsweise männlich oder weiblich ist. Shore ermittelt auch gleich das vermutliche Alter seines Gegenübers. Interessant ist auch, dass die Lösung des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen Stimmungen erkennt. So kann die Kamera „sehen“, ob eine Person ärgerlich, glücklich, traurig und überrascht ist. Zusätzlich wird die Intensität der erahnten Stimmung erkannt und dargestellt. Die Trefferquote für Geschlecht und Alter gibt das Institut übrigens mit über 90 Prozent an. Eine kostenlose Version von Shore kann jeder auf der Internetseite des Fraunhofer Instituts herunterladen. Die meisten gängigen Notebooks mit integrierter Webcam können für den Selbstversuch genutzt werden, eine Android-App ist in Planung. Die konkreten Anwendungsbeispiele sind noch übersichtlich, allerdings soll Shore im automotiven Bereich Einsatz finden: So erkennt die Kamera laut dem Fraunhofer Institut zuverlässig und in Echtzeit, ob ein Sekundenschlaf des Fahrers vorliegt. Dieser soll dann über ein Warnsignal alarmiert werden. Warnen soll das intelligente Smart Home aber auch in ganz anderen Bereichen, die nicht das Leben, aber den Geldbeutel gefährden. 

Tado spart automatisch Heizkosten

Tado Thermostat

Ganz ohne direktes Zutun des Bewohners eines smarten Zuhauses arbeitet auch das Heizungssystem Tado. Wer im Winter abends nach Hause kommt, möchte es gerne gemütlich warm haben. Andererseits soll die Heizung nicht den ganzen Tag auf voller Kraft laufen, zum Beispiel, wenn die Bewohner bei der Arbeit sind. Tado stellt die Position des Nutzers über eine Smartphone-App fest. Verlässt der letzte Bewohner das mit Tado vernetzte Haus, regelt sich die Heizung ohne sein Zutun in den Sparmodus. Nähert er sich später der smarten Immobilie, etwa auf dem Rückweg von der Arbeit, erkennt Tado das rechtzeitig und regelt den Heizkörper so zeitig wieder hoch, dass die Wohnung beim Eintreffen angenehm warm ist. Das Einsparpotenzial beziffert Tado auf immerhin bis zu 30 Prozent der Heizkosten. Tado ist bereits im Handel und kostet im Set rund 250 Euro.

Fazit

Das Smart Home, wie wir es heute kennen, wird sich in Zukunft rasant weiterentwickeln. Es wird vom Bewohner lernen und viele Entscheidungen selbstständig fällen, um das Leben des Nutzers noch komfortabler zu gestalten. Erste Ansätze sind in der Entwicklung, und konkrete Produkte, wie die clevere und automatisierte Heizungssteuerung von Tado, sind bereits erhältlich.

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