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Title: Haushalt
Sprachsteuerung auf Apple-Geräten

Smart Home-Steuerung mit Siri und HomeKit

Apples Sprachassistent kann mehr als nur Fragen beantworten. Mit Siri lässt sich das vernetzte Zuhause auch per Spracherkennung steuern.

© Fotolia / Antonioguillem

© Fotolia / Antonioguillem

Siri ist der digitale Sprachassistent von Apple. Die Software wurde im Oktober 2011 zusammen mit dem iPhone 4S vorgestellt und war ab dem 14. Oktober desselben Jahres unter iOS 5 exklusiv für das iPhone 4S erhältlich. Mit iOS 6 konnten bereits mehrere iPads und iPods auf Siri zugreifen und ab 2015 sogar erstmals ein Apple TV. Mit dem Betriebssystem MacOS Sierra hat Siri vergangenes Jahr Einzug in die Welt der Apple-Rechner gehalten.

Siri reagiert nur auf Befehl

Im Gegensatz zu den Technologien des Mitbewerbs steht Siri ausschließlich auf den Tablets, PCs und Smartdevices von Apple zur Verfügung. Einen Helfer wie Amazon Echo oder Google Now, der im Hintergrund semi-aktiv auf seinen Einsatz lauscht, gibt es derzeit noch nicht.

Handys nutzen ohne Hände

Um Siri zu nutzen, bedarf es deswegen immer eines Apple-Gerätes. Auf den Smartdevices wird der Sprachassistent gestartet, indem die Home-Taste gedrückt und gehalten wird. Siri erwacht dann sogleich und wartet auf Befehle oder Fragen. Grundsätzlich kann der Einsatzbereich von Siri in drei Bereiche unterteilt werden. Der Sprachassistent kann Aktionen auf dem Smartdevice ausführen, für die normalerweise die Hände eingesetzt werden müssten. Das kann das Anlegen neuer Kontakte und Termine sein, das Öffnen von Apps oder das Starten eines Anrufes bei einem Kontakt oder einer diktierten Nummer.

© Screenshot Karsten Kunert / Siri bietet ihren Nutzern Rat bei vielerlei Fragen.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten von Siri

Außerdem steht Siri als digitaler Assistent bereit, der Kontakte verwaltet und die Informationen des Internets nutzt um Fragen zu beantworten. Die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen vom Lösen von Rechenaufgaben bis hin zu Wissensfragen oder dem Aufbereiten von Informationen inklusive dem Berechnen von Wegrouten und Entfernungen. Standardmäßig greift Siri dabei auf die Inhalte der Suchmaschine Bing und die Daten seines hauseigenen Kartendienstes zu.

© Screenshot Karsten Kunert / Zur Berechnung von Entfernungen greift Siri auf den hauseigenen Kartendienst zu.

Siri versteht Spaß

Bei der Programmierung haben Siris Entwickler eine gute Portion Humor und Kreativität bewiesen, denn Apples Sprachassistent weiß auf fast jede noch so abstruse Frage eine schlagfertige Antwort. Spricht man Siri beispielsweise mit dem Startwort des Konkurrenzdienstes „OK Google“ an, erwidert Siri schlagfertig „Ich lache mich zwar nicht schlapp, aber witzig ist das schon“.

Siri, Apple HomeKit und das Smart Home

Das dritte Szenario, in dem Siri seine Qualitäten ausspielt, ist das vernetzte Zuhause. Mithilfe der Apple-eigenen Smart Home-Plattform ‚HomeKit‘ kann Siri Geräte per Spracherkennung steuern und auslesen. Auf diese Weise kann sich der Besitzer bei Siri nach der Temperatur in Räumen, in denen ein kompatibles Thermostat steht, erkundigen, Geräte an- und ausschalten oder Leuchtkörper dimmen.

HomeKit ist genau wie Siri auf den Apple-Kosmos zugeschnitten und nur über Smartdevices wie iPhones und iPads zugänglich. Für PCs existiert im Februar 2017 noch kein Angebot. Der Gedanke hinter der HomeKit-Technologie ist, Geräte unterschiedlicher Hersteller über eine einzige Schnittstelle miteinander zu kombinieren und gemeinsam zu nutzen. Produkte zahlreicher Anbieter sind häufig nur mit Lösungen aus dem eigenen Haus und über eine eigene App steuerbar. HomeKit löst dieses Problem und verknüpft alle Geräte, die die HomeKit-Zertifizierung besitzen, untereinander in einer eigenen App.

Zu diesem Zweck legt der Besitzer ein Profil seiner Wohnung(en) an und hat im Anschluss die Möglichkeit, weitere Gruppen und Räume hinzuzufügen. Wird ein neues HomeKit-fähiges Gerät installiert, sollte es idealerweise mit einem prägnanten Namen versehen und einem Raum oder einer Gruppe zugewiesen werden. Per Sprachsteuerung ist Siri so in der Lage, Geräte direkt oder über seinen Platz in der Wohnung anzusprechen.

© Screenshot Karsten Kunert / So sieht der Übersichtsbildschirm des Apple HomeKit aus.

Ein Beispiel: Gehen wir davon aus, dass im Wohnzimmer eine HomeKit-fähige Hue-Lampe steht, die von seinem Besitzer „Monika“ genannt worden ist. Um diese zu steuern, sind folgende Siri-Anfragen möglich. „Schalte Monika an“ oder „Schalte das Licht im Wohnzimmer an“. Genauso gut würde funktionieren „Dimme Monika auf 50%“ oder „Dimme das Licht im Wohnzimmer auf 50%“. Auch die Kurzform „Licht im Wohnzimmer auf 50%“ bringt das gleiche Ergebnis.

Eine Besonderheit des HomeKit ist die Darstellung der Geräte und Werte. Apple zeigt nämlich sämtliche Informationen der verbauten Einheiten in einzelnen Kacheln an. Ein smarter Temperatursensor, der auch Luftqualität und Lautstärke misst, wird demzufolge als drei Einheiten angezeigt. Das macht Sinn, denn so sind alle Werte direkt einzusehen, mutet aber im ersten Moment ungewohnt und vielleicht sogar unübersichtlich an. Durch einen langen Druck auf das jeweilige Symbol öffnet sich dann ein Fenster und gibt Detailinformationen und –einstellungen preis.

Fernzugriff nur mit Spezialhardware

Bei allen aufgezählten Vorzügen, hat Apples HomeKit aber auch einen gewaltigen Haken. Der Zugriff auf das smarte Zuhause ist nämlich nur möglich, wenn auch ein Apple TV der vierten Generation vorhanden ist. Ohne ein solches lässt sich das Heimnetzwerk nur steuern, wenn das Bedienungsgerät auch im gleichen Netzwerk wie die Geräte angemeldet ist.

© Screenshot Karsten Kunert / Ohne zusätzliche Hardware kann nicht auf HomeKit-Komponenten zugegriffen werden.

Das gleiche gilt für die Erstellung von „Automation“ genannten Regeln. Solche Wenn-Dann Kombinationen wie zum Beispiel „Wenn die Temperatur 26 Grad übersteigt, dann schalte den Lüfter ein“, setzen ebenfalls das Vorhandensein einer Steuerzentrale voraus. Allerdings kann das in diesem Fall auch ein beliebiges Gerät sein, auf dem mindestens Apple iOS 10 läuft. 

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