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Title: Haushalt
Deloitte Smart Home Studie 2018

Smart Home wird ein großes Thema in Deutschland

Die Smart Home Consumer Survey 2018 von Deloitte bringt nach der letzten großen Smart Home Studie von 2015 neue Erkenntnisse. Wie sieht der Trend aus?

©iStock.com/Prykhodov

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Das Unternehmen Deloitte aus München hat bereits 2015 eine große Smart Home Studie veröffentlicht. Drei Jahre später wurde nun die Studie „Smart Home Consumer Survey 2018“ veröffentlicht, bei der 2.000 Verbraucher im Alter von 19 bis 75 Jahren befragt wurden. Und wenig überraschend wird in Deutschland smarte Technik immer mehr akzeptiert. Insgesamt ist der Kenntnisstand in Sachen Smart Home in allen Altersgruppen gestiegen. Was auch daran liegt, das Smart Home Geräte immer einfacher zu installieren und bedienen sind. Smart Home ist auch ein Thema, das eher Immobilienbesitzer beschäftigt: während 22 Prozent der Hausbesitzer und Wohnungseigentümer Smart Home Geräte verbauen, liegt der Anteil bei Mietern bei nur 12 Prozent.

Fazit: um mehr Mieter in ein Smart Home zu bringen, sollten Hersteller Geräte herstellen, die sich einfach installieren und bei einem Umzug auch wieder ohne große Schönheitsreparaturen entfernen lassen. Aus dem Smart Home Bummelzug ist eine Art Regionalbahn geworden, aber bis zum Regional-Express geschweige denn ICE muss noch sehr viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.

© Deloitte 

Smart Home etabliert sich in den Köpfen der Verbraucher

2018 haben viele Verbraucher mindestens von Smart Home gehört, viele haben sogar begonnen, ein eigenes Smart Home aufzurüsten. Im Vordergrund für den Kauf von Smart Home Komponenten stehen die Sicherheit und besonders der Komfort. Am meisten verbreitet sind dementsprechend smarte Lautsprecher (stehen in 13 Prozent der Haushalte in Deutschland), smarte Reinigungsgeräte (6 Prozent Verbreitung in Deutschland), intelligente Schalter und Switches, smarte Steckdosen sowie Hausnotrufsysteme. Die Steuerung erfolgt in den meisten Fällen über das Smartphone, das sich als ständiger Wegbegleiter etabliert hat. Seit 2015 ist die Verbreitung von Smart Home Komponenten um 50 bis 67 Prozent gestiegen. Was aber auch an der ziemlich geringen Verbreitung im Jahre 2015 liegt. Trotzdem scheuen noch viele die Anschaffung auch aufgrund hoher Preise. Je höher das Einkommen eines Haushalts, desto höher auch der Anteil der Smart Home Nutzer.

Fazit: deutsche Konsumenten sind bereit, sich mit Smart Home Systemen auszustatten, sofern Leistung und Preis stimmen. Smarte Lautsprecher wie Amazon Echo und Google Home, die immer wieder mit niedrigen Preisen locken, gehören zu den meistverbreiteten Smart Home Geräten in deutschen Haushalten. Wenngleich sie meist nicht zur Steuerung anderer Smart Home Geräte genutzt werden.

© Deloitte 

Bei sensiblen Smart Home Themen existieren Vorbehalte

Die Deutschen sind weltweit so eine Art Skeptikführer. In unserem Land hinterfragt man, was mit Daten geschieht oder wie lichtscheue Gestalten smarte Technik überlisten könnten. Kein Wunder also, dass das Thema smarte Türschlösser bei der Begeisterung fürs Smart Home einen unteren Platz belegt. Ebenso sind die Bedenken gegenüber Datensicherheit und Datenschutz groß. Nichtsdestotrotz nimmt die Bereitschaft zum Teilen von persönlichen Daten leicht zu, wenn auch in einigen Fällen aufgrund fehlender Alternativen. Eine Studie des Berliner Beratungsunternehmens Conpolicy im Auftrag des Bundesforschungsministeriums zum Thema DSGVO zeigt zudem, dass die meisten Smart Home Geräte den Anforderungen der Gesetzesänderung nicht genügen.

Fazit: Beim Thema Sicherheit und Datenschutz sind die Hersteller gefragter denn je. Möchten sie den typischen Deutschen mit all seinen Vorbehalten und Ängsten überzeugen, sollte ein transparenter und sicherer Umgang mit Daten oberste Priorität haben.

© Deloitte

Wer Smart Home Systeme nutzt, möchte sie nicht mehr missen

87 Prozent der Nutzer von Smart Home Komponenten verwenden diese regelmäßig, hauptsächlich in der Altersgruppe von 25 bis 45 Jahre. Groß ist jedoch auch der Wunsch nach offenen Plattformen. Die Möglichkeit, sich Komponenten verschiedener Hersteller selbst zusammenstellen zu können oder diese einfach in ein bestehendes Smart Home integrieren zu können, ist für mehr als 80 Prozent wichtig bis sehr wichtig. Smart Home Nutzer bevorzugen laut Studie Geräte von bekannten Consumer Electronic Herstellern wie Sony, Philips etc.

Fazit: die Vielfalt der Smart Home Protokolle macht es Nutzern nicht leicht, sich für ein Ökosystem zu entscheiden, eierlegende Wollmilchsäue wie Homee scheinen da auch noch nicht den Durchbruch zu bringen. Eine Einigung aller Hersteller auf einen Standard für alle Smart Home Komponenten würde den Smart Home Markt mit Sicherheit immens wachsen lassen.

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