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Title: Haushalt
Smart Gardening

Smarte Gartenhelfer: von Mähroboter bis Sensor

Nach Smart Home kommt Smart Garden. Wie er aussieht? Das zeigen wir hier in unserem Rundgang durch den smarten Garten.

© Gardena

© Gardena

Er ist der Rückzugsort im Alltagsstress, der ganze Stolz seiner Besitzer und für viele eine echte Alternative zum Urlaub – der eigene Garten. Doch so eine grüne Oase will gepflegt werden. Über 25 Millionen Deutsche gehen regelmäßig der Gartenarbeit nach, sagt eine Statistik. Das ist anstrengend und zeitaufwändig, wenn es richtig gemacht wird. Wir zeigen, was in Zeiten von Smart Home alles möglich ist und wie sich mit smarten Helfern doch einiges an Arbeit einsparen lässt.

Blitzblanke Rinne
Wir starten unseren Rundgang an der Dachrinne. Hier ist der Looj 330 von iRobot am Werk, ein Dachrinnenroboter. Er „frisst“ sich durch die Rinne und befreit sie so von Laub und Verschmutzungen. Der Schneckenbohrer löst den Schmutz, hebt ihn an und wirft ihn vom Dach. Kehrbürsten und Schaber kümmern sich um den Rest, damit der Looj freie Fahrt hat. Der Roboter arbeitet entweder im automatischen Modus (dann kümmert er sich mit nur einem Knopfdruck um die gesamte Dachrinne) oder im manuellen Modus. Dann kann der Nutzer die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung manuell per Fernbedienung steuern.

Er passt in der Regel in eine durchschnittliche Kastendachrinne und fährt auch unter Befestigungen hindurch oder über die Öffnungen der Fallrohre hinweg. Somit muss man nur am Anfang und am Ende der Tour auf die Leiter klettern. Dafür hat Looj einen rutschfesten Griff oder einen Gürtelclip, sodass er auch am Körper getragen werden kann. Das ist praktisch und wesentlich weniger gefährlich als beim manuellen Putzen! Übrigens: Unser Autor Nils Matthiesen hat den Looj im Praxis-Test "Mini-Roboter: Dachrinnen sauber auf Knopfdruck"  ausprobiert.

© iRobot / Der Looj 330 schrubbt sich vollautomatisch durch durch die Dachrinne.

Das elektrische Weideschaf

Auf dem Rasen ist derweil der nächste selbstständig arbeitende Helfer am Werk: ein Mähroboter. Er hält das Gras beständig kurz, daher ist er gefühlt immer sehr lange und sehr oft im Einsatz. So ist auch sichergestellt, dass er alle Stellen erreicht, auch wenn er scheinbar ziellos umherfährt. Zum Laden sucht er die Station selbstständig auf. Praktisch: Mähroboter sind Mulchmäher, das heißt, sie zerkleinern den Grasschnitt fein und legen ihn auf der Grasnarbe ab. Reste müssen nicht eingesammelt werden. Die meisten Roboter funktionieren mit einem Begrenzungsdraht, der die zu mähende Fläche genau definiert.

Diese muss der Gartenbesitzer vorher mit dem Draht abstecken. Andere verfügen über Gras-Sensoren, die den Untergrund erkennen. Flache Hindernisse, zum Beispiel Blumenbeete, müssen aber grundsätzlich klar begrenzt sein, damit das Gerät sie auch wirklich als Hindernis erkennt und umfährt. In unserem Garten ist der „Smart Sileno“ von Gardena unterwegs. Je nach Modell bewältigt er bis zu 1300 Quadratmeter Rasenfläche und schafft sogar eine Steigung von bis zu 35 Prozent.

Alles unter Kontrolle!

Doch das ist noch nicht alles: Der Mähroboter bildet gemeinsam mit der automatischen Bewässerungssteuerung „Smart Water Control“ und mit dem Feuchtigkeitssensor „Smart Sensor“ das Gardena Smart System. Damit kann der Nutzer alle angeschlossenen Geräte bequem per App steuern und Bewässerungs- und Mähzeiten aufeinander abstimmen. Über den Sensor hat er zudem Bodenfeuchte, Lichtverhältnisse und Außentemperatur immer im Blick.

So kann er auf aktuelle Witterungsbedingungen sofort reagieren, und zwar überall auf der Welt. Der smarte Garten ist also auch während der Urlaubszeit rundum versorgt! Ein automatisches Bewässerungssystem mit zwei Sensoren und einem Computer hat übrigens auch Kärcher mit dem SensoTimer ST 6 im Angebot.

© Gardena / Mit dem Smart System lassen sich Mäh- und Bewässerungszeiten aufeinander abstimmen.

Alles prima soweit – doch was ist zum Beispiel mit den Pflanzen auf der Terrasse oder dem Balkon? Auch da weiß der smarte Gärtner Rat. In seine Blumenkübel steckt er Pflanzensensoren, die je nach Modell verschiedene Daten an das Smartphone liefern. Der eSaver iConnect IC50 misst zum Beispiel Temperatur und Luftfeuchtigkeit und sagt an, wann die Pflanze gegossen werden muss (verfügbar für iOS, Android).

Mit dem Parrot Flower Power gibt es außerdem noch Informationen zu Sonnenlicht und Nährstoffgehalt dazu. Auch optisch ist der Sensor, der wie ein Ast aussieht, ein Hingucker, zudem wurde die App von Botanikern mitentwickelt. Ausführlich vorgestellt wird er in unserem Artikel "Wie das Internet der Dinge jeden zum Profi-Gärtner macht".

Abendstimmung

Der Tag in unserem smarten Garten neigt sich dem Ende zu – jetzt haben die Gartenlampen ihren großen Auftritt! Gerade in lauen Sommernächten sorgen sie für eine besonders heimelige Atmosphäre. Klar, dass auch hier alles vernetzt ist. Coolen Gärtnern dürfte MiPow Playbulb Garden gefallen: Die Scheiben mit LED-Licht leuchten in Ringform und erinnern irgendwie an ein Ufo. Tagsüber lädt die Lampe über ein Solarmodul auf, bei Einbruch der Dunkelheit schaltet sie sich automatisch an.

Über die App (für iOS und Android) lassen sich schier unendliche Farbvarianten kreieren. Die Scheiben werden auf Erdspieße gesetzt, die sich variabel im Garten verteilen lassen und auch praktisch zu transportieren sind. Etwas klassischer geht es bei Osram zu. Im Rahmen des Lightify-Systems für Smart Home sind auch Gardenspots erhältlich. Über die Lightify-App lassen sich persönliche Lichtszenarien kreieren und steuern sowie verschiedene Dimmstufen einstellen. Diese Lampen werden allerdings ans Stromnetz angeschlossen und brauchen eine Steckdose.

© MiPow / Gartenparty? Playbulb Garden liefert die passende Beleuchtung.

Fazit

Auf einem Rundgang durch den smarten Garten lässt sich jede Menge entdecken. Einige Gadgets nehmen wirklich viel Arbeit ab, andere sind wohl eher Spielerei und es kommt individuell darauf an, wie viel Geld man dafür ausgeben möchte. Doch wer seine Zeit im Garten lieber mit Entspannen als mit notwendiger Pflicht verbringen möchte, ist mit dem einen oder anderen Helfer gut beraten.

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