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Title: Haushalt
Neue Amazon Echo-Modelle

Smarte Lautsprecher: Amazon Echo runderneuert

Amazon gibt Gas und flutet den Markt für smarte Lautsprecher mit neuen Echo-Modellen. An Echo 2, Echo Plus und Echo Show kommt man nur schwer vorbei.

© Amazon

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Ein Jahr ist der smarte Lautsprecher Amazon Echo samt Alexa Sprachassistentin in Deutschland auf dem Markt und Amazon hat sich damit erstmals die Spitzenposition gesichert. Und während Apple, Microsoft und Google mit Smart-Home-Lautsprechern nur langsam in die Puschen kommen, schießt Amazon schon die zweite Echo-Generation nach. Und das sind nicht nur kleine Hardware-Updates bestehender Echo-Modelle. Amazon legt neue Funktionen nach und baut die Echo-Familie sogar noch aus. Das dürfte für die Konkurrenz schwer werden.

© Amazon / Amazon Echo 2 klingt besser und kommt in mehr Farben.

Amazon Echo 2

Amazon Echo geht in die zweite Generation und wird kompakter, soll besser klingen als sein Vorgänger und bringt eine verbesserte Spracherkennung mit. So soll man Alexa auch in größeren Wohnzimmern ohne Verständigungsprobleme Fragen stellen oder Befehle erteilen können. Neu sind auch Alexa Routinen: Mit einem Sprachbefehl können Nutzer eine automatische Abfolge verschiedener Aktionen ausführen. Über "Alexa, gute Nacht" könnte man zum Beispiel Licht und Fernseher ausschalten und das smarte Türschloss verriegeln lassen. Die neuen Routinen können auch mit einer bestimmten Tageszeit verknüpft werden. Alexa schaltet dann zum Beispiel an jedem Wochentag um 6.00 Uhr und am Wochenende um 9.00 Uhr das Küchenlicht ein, wirft die Kaffeemaschine an und liest den aktuellen Wetterbericht vor. Hört sich gut an, erfordert aber natürlich smarte Gadgets überall. Die Alexa Routinen sind aber nicht an den Echo 2 gebunden. Sie werden ab Ende Oktober für alte und neue Echos nutzbar sein.

Voller Raumklang gegen Apple

Den Sound im neuen Echo beschreibt Amazon als "raumfüllend". Was genau das bedeutet, muss ein Test zeigen, aber es ist sicher ein kleiner Seitenhieb gegen den Apple HomePod, der zumindest laut Apple-Marketing den besten Klang aller smarten Lautsprecher haben soll. Das Echo 2 verfügt über eine komplett neue Lautsprecherarchitektur mit eigenem Hochtöner, 2,5 Zoll Downfire-Basslautsprecher sowie Dolby Processing. Ein cleverer Schachzug von Amazon ist auch, dass es den Echo 2 in unterschiedlichen Farben und Oberflächen gibt und man ihn so passend zur Einrichtung auswählen kann. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Anthrazit, Sandstein, Grau meliert, Eiche, Walnuss oder Silber. Hört sich also nach einem sinnvollen Update an. Gleichzeitig senkt Amazon den Preis um 80 Euro, der Echo 2 kostet dann nur noch 99 Euro und ist ab Ende Oktober auch im Dreierpack mit zusätzlichen 50 Euro Rabatt zu haben.

 © Amazon / Echo Plus ist ein Echo mit integriertem Smart Home Hub.

Amazon Echo Plus mit integriertem Hub

Amazon Echo ist aber jetzt auch nicht mehr der teuerste smarte Lautsprecher von Apple. Die Echo-Familie hat mit dem Echo Plus ein neues Oberhaupt bei den reinen Lautsprechern, für den 149 Euro fällig werden. Im Echo Plus steckt ein Amazon Echo sowie ein Smart-Home-Hub. Damit kann Echo Plus ganz einfach mit kompatiblen Smart Home-Geräten verbunden werden, zum Beispiel die cleveren Philips Hue Leuchten ansteuern. Amazon hat aktuell auch gleich eine Aktion gestartet, zu einem neuen Echo Plus auch eine Philips Hue gratis auszuliefern, zumindest solange der Vorrat reicht. Ein cleverer Schachzug von Amazon, denn für viele Nutzer ist es eine Hürde, wenn man Gadgets wie Hue-Leuchten nutzen will und dann zusätzlich noch einen Hub braucht. Ein einfaches "Alexa, finde meine Geräte" soll beim Echo Plus automatisch alle kompatiblen Leuchten, Stecker oder Anschlüsse finden und einreichten. Amazon gibt an, das diese einfache Installation "mit einer Vielzahl von ZigBee-Produkten" funktioniert, genannt werden explizit Philips Hue oder Hive.

© Amazon / Echo Show ist der erste smarte Lautsprecher von Amazon mit Bildschirm.

Echo Show: Smarter Lautsprecher mit Bildschirm

Mit Echo Show startet Mitte November auch ein Echo-Lautsprecher mit 7-Zoll Bildschirm. Das Gerät ist mit 220 Euro das teuerste Echo-Familienmitglied. Damit kriegen Nutzer die bekannten Echo-Funktionen und eben zusätzlich Videos, Bildübertragungen von Smart Home-Kameras und Foto-Präsentationen. Die sogenannten Alexa Flash Briefings enthalten Videomaterial von beliebten Nachrichtenquellen wie der ARD Tagesschau oder ZDF heuteXpress. Außerdem kann man Familienkalender oder To-Do-Listen einblenden. Alexa zeigt auf Zuruf auch nützliche Informationen wie Kinoprogramme sowie Filme und Fernsehsendungen von Amazon Video. Außerdem sind auf dem Display beim Musikhören über Amazon Music der Liedtext und das Plattencover zu sehen. Im Gegensatz zum Echo Plus fehlt dem Echo Show aber der integrierte Smart Home Hub.

Smart Home soll einfacher werden

Amazon tut viel dafür, das Smart Home Erlebnis für seinen Kunden noch einfacher zu machen. Smarte Endgeräte oder eine ganze Gruppe von Smart Devices lassen sich per Alexa steuern, ohne dass man sich den jeweils spezifischen Namen merken muss. Beispiel: Geht man in die Küche, reicht ein "Alexa, schalte das Licht an". Bisher muss sich schon etwas genauer ausdrücken und "Alexa, schalte die Deckenlampe in der Küche ein" sagen. Echos und smarte Geräte können Nutzer zu Smart Home-Gruppen bündeln, was die Interaktion für Nutzer intuitiver machen soll. Gute Nachricht auch hier: Gruppen bleiben nicht den neuen Echo-Geräten vorbehalten, sondern auch die alten Modelle kriegen im nächsten Monat ein Update.

Mit Alexa telefonieren

Echo und Echo Plus starten Ende Oktober parallel zu Alexa Calling und Messaging. Damit kann man über Alexa telefonieren und Textnachrichten verschicken, was mit Echos oder einer Alexa App funktioniert. Mit einer Funktion namens Drop In vernetzen sich die Echos auch innerhalb des Zuhauses und man kann sich vom Wohnzimmer aus mit dem Home-Office verbinden lassen oder den WG-Kumpel anrufen.

© Amazon / Echo Connect rüstet eine Alexa-Freisprecheinrichtung für Zuhause nach.

Echo-Zubehör Connect

Amazon hat auch den Markt für Echo-Zubehör für sich entdeckt. Das neue Echo Connect macht aus jedem Echo ein Telefon mit Freisprechfunktion für den Festnetzanschluss. Echo Connect funktioniert sowohl mit einer klassischen Telefonleitung als auch per VoIP. Die Box muss im WLAN funken und wird gleichzeitig an die Telefonbuchse gekoppelt. Ohne einen einzigen Knopfdruck kann Alexa per Sprachbefehl jeden Anschluss aus der Kontaktliste anrufen, dem dann die eigene Festnetznummer als Identifizierung angezeigt wird. Ruft ein Bekannter auf dem Anschluss zuhause an, nennt Alexa dessen Namen aus der Kontaktliste. Auch dann muss man nichts weiter tun als das Gespräch über Alexa anzunehmen. Echo Connect ist aber nicht sofort zu haben, Deutschland-Start soll Anfang 2018 sein, einen Preis gibt es noch nicht.

© Amazon / Mit Echo Buttons kommen erste Alexa-Gagdets für Spiele auf den Markt.

Echo Buttons: Die ersten Alexa-Gadgets

Smart Home und Gaming ist auch eine spannende Kombination. Amazon hat dafür die Echo Buttons am Start, einen ersten Vorgeschmack auf Alexa-Gadgets. Die kleinen Geräte leuchten und können per Knopfdruck interaktive Multiplayer-Spiele aktivieren. Es wird eine ganze Reihe an neuen Alexa Skills geben, die sich mit Echo Buttons spielen lassen, darunter Sounds Fun mit Mike Epps von Ground Control, Dungeon Escape von Amazon und Beat the Intro von Musicplode. Echo Buttons sollen im Doppelpack zum Preis von 20 Euro rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft in Deutschland auf den Markt kommen.

Fazit

Amazon schockt Apple, Google und Microsoft und flutet den Markt mit neuen Echos. Die Preise gehen runter, die Echo-Modelle können mehr, sehen besser aus und lassen sich über Zubehör erweitern. Nutzer kriegen eine große Auswahl präsentiert und können zum Beispiel mit dem Smart Home Hub im Echo Plus sehr einfach andere Gadgets wie Philips Hue Lampen einbinden. Das ist gut für Nutzer und schlecht für die Konkurrenz, denn bei smarten Lautsprechern führt kein Weg mehr an Amazon vorbei und Alexa sitzt gefühlt überall.

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