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Geräteverwaltung per App

Smartphone schafft Zettelwirtschaft ab

Eine clevere App erfasst alle technischen Geräte im Haushalt und ruft jederzeit das dazugehörige Handbuch auf.

Smartphone mit App manuelOne

© Manual One / Kumukan GmbH

Hand aufs Herz: Wer bewahrt die Bedienungsanleitungen und Kaufbelege zu Smart-TVs, Küchenmaschinen und anderen technischen Geräten an einem zentralen, stets zugänglichen Ort auf? Spätestens im Falle einer Reparatur geht die Sucherei los: Hat das Gerät noch Garantie? Wo ist der Kaufbeleg, wo die Anleitung? Wie lautet die Hotline-Nummer des Herstellers? Wo ist eigentlich der Schuhkarton mit dem ganzen Papierkram?

Die Gründer des Kölner Startup-Unternehmens manualONE um die Geschäftsführer Jane Gerling, Markus Schorn und Technikchef Sascha Fassmann kennen diese Fälle unter anderem aus ihrem beruflichen Vorleben bei der Deutschen Telekom. Gerade deren Kunden schlagen sich häufig mit unterschiedlichsten Telefonen, Routern, Smartphones oder Streamingboxen herum und suchen entsprechend oft Hilfe bei der Hotline, etwa wenn sie ein Handbuch verschlampt haben. So entstand die Idee für einen digitalen, vernetzten Ersatz der Papiersammlung im Schuhkarton: manualONE.

Geräte und Belege mit der Kamera erfassen

manualONE ist heute in erster Linie eine Smartphone- und Tablet-App, die Ordnung in die Geräteverwaltung bringt. Man legt ein Benutzerkonto an und erfasst darin alle eigenen Elektrogeräte vom Fernseher über den Staubsauger bis zur Waschmaschine – und dem Mobiltelefon selbst. Geräte lassen sich per Suchfunktion nach Marke und Modell oder aber mithilfe des sogenannten EAN-Codes erfassen. Dieser Strichcode ist auf allen Verkaufsverpackungen und auch auf vielen Geräten direkt aufgedruckt. Die App hat einen Barcode-Leser, der die Codes über die Smartphone-Kamera erkennt. In einem ersten Praxistest klappte das bei guter Beleuchtung problemlos. 

Manual One App

Das jeweilige Gerät wird nun als Datensatz in der App angelegt. Zu den hinterlegten Informationen gehören technische Daten ebenso wie das Handbuch als PDF-Dokument. Dazu kommen redaktionelle Inhalte wie Praxistipps und News rund um die Gerätekategorie. „Auch Rückrufaktionen oder Updates können so kommuniziert werden“, berichtet manualONE-Gründer Markus Schorn. Außerdem lässt sich zu jedem Gerät ein Foto des Kaufbeleges speichern, was die Frage nach der Garantie schnell beantwortet.

Manual One App

In der App und am Computer abrufbar

Meldet man sich auf der Webseite von manualONE.com an, dann können die Informationen zu den eigenen Geräten auch am Computer abgerufen werden. Das Gleiche gilt für die zugehörige Tablet-App, mit der sich im Alltag ebenfalls besser im Handbuch des Fernsehers blättern lässt als auf dem Smartphone-Screen.

Die Daten zu den erfassten Geräten beziehen die Macher von manualONE von den Herstellern selbst, über die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und andere Quellen, die ansonsten etwa auch Onlineshops mit Geräteinformationen versorgen. Fehlerhafte Handbücher oder Informationen können Nutzer über die App an die Entwickler melden.

Manual One App

Finanzierung durch Shop- und Hersteller-Angebote

Der Nutzen der Gratis-App für den Kunden ist damit klar, doch wie soll die Anwendung sich und ihre Macher auf Dauer finanzieren? Kosten soll sie jedenfalls auch künftig nichts. Laut Gründer Markus Schorn befindet sich manualONE noch im Betastadium, es gebe aber eine Reihe von Plänen, wie der Service Einnahmen generieren könne. „Wir denken über Affiliate-Modelle nach“, sagt er. Das könnte so aussehen, dass etwa Onlineshops über die App Zubehör für vorhandene Geräte anbieten. Käme dadurch ein Kauf zustande, würde manualONE eine Provision verdienen. Auch für Gerätehersteller sei die App interessant, so Schorn: „Über unsere App können die Hersteller die Besitzer ihrer Geräte über Neuheiten oder erweiterte Funktionen informieren“, beschreibt er die Möglichkeiten. Natürlich sind auf diese Weise auch Marktanalysen möglich, indem man etwa auswertet, welche Geräte häufig in Kombination mit bestimmten anderen Produkten eingesetzt werden. Bislang sei der Nutzerkreis allerdings noch zu klein für groß angelegte Auswertungen: „Seit dem Start im Mai 2015 haben gut 65.000 Kunden die App heruntergeladen, etwa 35.000 davon sind aktive Nutzer“, berichtet der Gründer und ergänzt: „Für große Hersteller wie Panasonic oder Samsung ist diese Nutzerbasis noch zu klein“.

Damit Hersteller die Besitzer ihrer Geräte über die App kontaktieren können, muss manualONE natürlich die Gerätedaten seiner Kunden auswerten. Dies erfolgt allerdings recht diskret – für die Anmeldung sind außer einer gültigen E-Mail-Adresse keine weiteren persönlichen Daten erforderlich. 

Fazit

Mit manualONE behält man seinen heimischen Gerätepark flott und simpel unter Kontrolle. Der Schuhkarton mit der gesamten Zettelwirtschaft, bestehend aus Belegen, Garantieurkunden und Handbüchern ist damit tatsächlich passé.

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