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Staubsaugerroboter

So spricht der Roomba Saugroboter zum Smart Home

So kommt der iRobot Roomba Saugroboter ins WLAN und spricht mit deinem Smart Home.

© Chris Bertko

© Chris Bertko

Die elektrischen Helferlein gibt es inzwischen in fast jeder erdenklichen Ausführung: Vom Saugroboter, über den Wischroboter bis hin zum Rasenmähroboter. Doch irgendwie macht jeder so seins und wirklich „connected“ sind die Roboter im Smart Home noch nicht.

Wer einen Staubsaugerroboter aus dem Hause iRobot Roomba der 500er, 600er, 700er oder 800er Serie besitzt, der sollte nun aufhorchen, denn es gibt eine Möglichkeit, diesen mit dem heimischen WLAN zu verbinden und darüber per Smart Home System zu steuern.

Um genau zu sein, gibt es sogar zwei verschiedene Möglichkeiten, welche von der Art, wie der Saugroboter mit dem WLAN verbunden wird jedoch sehr ähnlich sind. In beiden Varianten wird auf den Service Port, welcher eigentlich für Firmwareupdates gedacht ist, ein kleines Modul aufgesteckt. Der Service Port befindest sich unter der oberen Abdeckung – auch Faceplate genannt. Diese wird von Plastiknasen gehalten und lässt sich recht straff lösen. Hier heißt es: „Kraft und Sinnlichkeit“.

Zum einen gibt es da ein Modul namens „RooWifi“. Dies ist eine kleine Platine mit Steckkontakten, welche wie eben beschrieben auf den Serviceport gesteckt wird und so den Roboter um die WLAN Funktion aufrüstet. Vorteil: Das Modul ist kompatibel zu der iRobot Roomba 500er bis hin zur 880er Serie. Nachteile: Die Abdeckung passt, nachdem das Modul aufgesteckt wurde, nicht mehr auf den Roboter. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern bedeutet auch, dass das Modul ungeschützt ist und beim unterfahren von Möbeln beschädigt werden kann.

© Chris Bertko / Das RooWifi-Modul wird auf den Service Port aufgesteckt.

Eine Alternative ist da der „Thinkingcleaner“. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein WLAN Aufrüstmodul für den iRobot Roomba Saugroboter, jedoch ist dieses mit einem passgenauen Faceplate, also einer Abdeckplatte verbunden. Somit ist das Modul ideal geschützt und der Roomba sieht nach der Modifikation wie original aus. Dieses Modul ist jedoch nur erhältlich für die iRobot Roomba 500er und 600er Serie.

© Chris Bertko / Das Thinkingcleaner-Modul ist direkt im Faceplate integriert.

Nachdem der Roomba Saugroboter nun mit dem gleichen WLAN Netzwerk wie auch die Smart Home Zentrale verbunden ist, lässt sich dieser bereits mit der RooWifi, bzw. der Thinkingcleaner App steuern. Ziel ist es jedoch, dass der Roboter ab sofort auf die Smart Home Zentrale hört. Somit könnte der Roboter auf Gegebenheiten im Haus reagieren, wie Beispielsweise das Betreten oder das Verlassen der Wohnung.

Virtuelles Modul

In diesem Beitrag möchte ich anhand des Fibaro Home Center 2 zeigen, wie einfach sich der iRobot Roomba in das Smart Home einbinden und darüber steuern lässt.

An das Fibaro Home Center können Z-Wave basierte Smart Home Geräte angelernt werden. Da sich das Home Center jedoch auch im lokalen Netzwerk befindet, damit man dieses via Smartphone und Tablet steuern kann, fungiert es als eine Art Brücke zwischen dem Z-Wave Funknetz und dem heimischen (W-LAN) Netzwerk. Somit ist das Fibaro Home Center auch in der Lage, Geräte im lokalen Netzwerk (LAN) zu steuern, sofern diese eine API besitzen. Eine API ist eine Softwareschnittstelle zum Austausch von Informationen und Steuerbefehlen. Das RooWifi bzw. das Thinkingcleaner Modul besitzen natürlich solch eine Schnittstelle.

Netzwerkgeräte lassen sich nicht auf dem gleichen Weg wie Z-Wave Funkgeräte mit dem Home Center verbinden. Hierfür ist ein sogenanntes „Virtuelles Modul“ nötig. Dieses beinhaltet unter anderem auch alle Steuerbefehle für das zu steuernde Gerät, wie in diesem Fall für den iRobot Saugroboter.

Das Ganze klingt viel komplizierter als es ist. Wer keine Programmierkenntnisse hat, kann einfach auf fertige Module zurückgreifen, wie wir sie hier für den RooWifi sowie auch für den Thinkingcleaner zur Verfügung stellen:

RooWifi-Download

Thinkingcleaner-Download

Nach dem Download müssen die Dateien (ZIP Format) entpackt werden - und können dann im Fibaro Home Center „hochgeladen“ werden.

Hierzu auf der Weboberfläche des Home Center auf den Menüpunkt „Module“ wechseln und wie gewohnt auf „Lösche oder Füge Gerät hinzu“ gehen, um ein neues Gerät anzulernen. Hier findet sich unter dem Abschnitt „virtuelles Modul“ die Möglichkeit, eine Datei auszuwählen und diese hochzuladen.

© Screenshot Fibaro / Virtuelle Module können als Datei hochgeladen werden.

Nach dem erfolgreichen Upload steht das Modul, ähnlich wie jedes andere mit der Zentrale verbundene Z-Wave Gerät, unter dem Menüpunkt „Module“ zur Verfügung. Einzig die IP-Adresse des iRobot Roomba muss noch in dem entsprechenden Feld eingetragen werden, sowie der „Port“, welcher standardmäßig Port 80 ist.

Nun kann der Roboter über das Modul, nicht nur über die Fibaro Smartphone App oder die WebUI wie mit einer Fernbedienung gesteuert - sondern auch in Szenen eingebunden werden.

© Screenshot Fibaro / Das virtuelle Modul ist ähnlich einer Fernbedienung aufgebaut.

iRobot Roomba in Szenen verwenden

Der kleine Putzteufel erledigt seine Arbeit schon ziemlich selbständig, benötigt dafür aber stets einen Startbefehl und ist bei seiner Arbeit auch nicht unbedingt leise. Perfekt wäre es doch daher, wenn der Roboter wüsste, wann man das Haus verlässt um dann mit seiner Arbeit zu beginnen.

Da der Roboter in einer Szene nun auch mit Z-Wave Geräten verknüpft werden kann, ist es möglich, diesen via Wandschalter, Fernbedienung oder gar ganz automatisch, abhängig vom eigenen Standort zu steuern.

In einer grafischen Szene können die virtuellen Tasten des Roomba Moduls beliebig „gedrückt“ werden. Dies ermöglicht es den Roboter zu starten oder zurück auf seine Dockingstation zu schicken. Hat man beispielsweise einen Z-Wave Funkwandschalter in der Nähe der Haustür, so könnte man diesen beim Verlassen der Wohnung drücken, um alle Lichter in der Wohnung auszuschalten und den Saugroboter zu starten.

Neben dem Fibaro Unterputz-Dimmer 2 Modul könnte man dafür Alternativ auch einen Nodon Funkwandschalter, den Fibaro Button oder gar das Fibaro Swipe nutzen, welches ich bereits vorgestellt hatte.

Wem das nicht „smart“ genug ist, der kann das Ganze auch voll automatisch mithilfe der sogenannten GeoFencing Funktion umsetzen. Dabei teilt das Smartphone dem Fibaro HomeCenter den aktuellen Standort mit und kann darüber beim Verlassen oder Betreten eines zuvor definierten Geopunktes, verschiedene Szenen starten.

Dazu muss über den Menüpunkt „Steuerung >  Standort Steuerung“ auf der Weboberfläche des Fibaro Home Center das eigene Zuhause als neuer Geopunkt angelegt werden. Dieser wird über die Angabe von Breiten- und Längengrad definiert.

© Screenshot Fibaro / So werden GeoFencing Punkte im Home Center definiert.

Danach steht dieser Punkt in Szenen zur Verfügung und kann im „WENN-Teil“ verwendet werden. Hier kann zudem auch ein Radius um den Geopunkt definiert werden, bei dessen verlassen die Szene gestartet wird. Dies verhindert das alle Lichter im Haus ausgeschalten werden, nur, weil man mal eben den Müll runterbringt.

© Screenshot Fibaro / Ein GeoPunkt kann in Szenen auch mit Umkreis genutzt werden.

Im „DANN-Teil“ steht nun unter der Rubrik „virtuelles Modul“ das zuvor hochgeladene „Roomba“-Modul zur Verfügung. Hier kann nun auch die „Taste – Clean“ ausgewählt werden, welche den Reinigungsvorgang startet.

© Screenshot Fibaro / Die virtuelle Taste des Roomba kann in der Szene gedrückt werden.

Da in einer Szene eine Abfolge von verschiedenen Geräten und dessen Zielzustand definiert werden kann, könnte man hier nun auch alle Lichter und Zwischenstecker im Haus automatisch ausschalten und auf Wunsch auch die Heizungsthermostate in der Temperatur senken.

© Screenshot Fibaro / Hier ein Beispiel einer GPS-gesteuerten Abwesenheitsszene.

Soll der Roboter automatisch die Dockingstation suchen und die Heizungen wieder auf Komforttemperatur fahren, so muss hierzu ganz analog eine zweite Szene mit den gewünschten Aktionen angelegt werden, welche beim Betreten des Geopunktes ausgelöst wird.

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