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Title: Haushalt
Firmwareupdate

Speedport-Smart-Router: Smart Home Funktionen per Update

Quasi über Nacht haben die Speedport-Smart-Router die Funktion einer Smart Home Zentrale erhalten. Geht es nach der Telekom, so soll damit das Thema Smart Home eine größere Verbreitung finden.

© Telekom

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Geht es nach der Deutschen Telekom, so soll sich deren „Magenta Smart Home“ schneller verbreiten. Eine, wenn nicht gar die wichtigste Maßnahme dafür wurde nun quasi über Nacht getroffen: Alle Telekom-DSL-Router der Modellreihe „Speedport-Smart“ wurden via Firmwareupdate mit den Funktionen einer Smart-Home-Zentrale ausgestattet.

War bislang, wie auch bei allen anderen Smart Home Systemen üblich, die Qivicon Base als zentrale Steuereinheit für das Smart Home von Nöten, kann nun der heimische Netzwerkrouter diese Aufgabe übernehmen. Mehr als 170.000 Speedport Router dieser Modellreihe stehen bereits bei Kunden daheim, welche, sofern die automatische Update Funktion aktiviert ist, ab sofort die Smart Home Funktion unterstützen.

© Telekom / Speedport-Smart-Router erhalten via Update Smart Home Funktionen.

Das Speedport-Smart Modell soll indes von der Telekom standardmäßig allen Neukunden als Miet- oder Kaufgerät angeboten werden. So will man monatlich mehr als 100.000 weitere Speedport-Smart Geräte in den Markt bekommen. Bis Ende des Jahres könnten so knapp 1 Million Smart Home-fähige Router bei den Kunden stehen.

Ob Besitzer der Speedport Smart Router dann auch tatsächlich das Smart Home Angebot der Telekom nutzen, das steht wiederum auf einem anderen Blatt. Stand heute sind dies gerade einmal um die 100.000. Bedenkt man, dass die Telekom bei den ca. 40 Millionen deutschen Haushalten einen Marktanteil von über 40 Prozent im Bereich Festnetz hat, so ergibt das noch 15,9 Millionen potentielle Kunden.

Die FRITZ!Box hat es vorgemacht

Neben der Smart Home Zentrale bedarf es schließlich auch noch entsprechender Funkkomponenten wie schaltbare Steckdosen, Heizkörperthermostate, Tür- / Fensterkontakte und so weiter. Doch hat die Routerschmiede „AVM“ aus Berlin gezeigt, das Nutzer eher dazu geneigt sind, smarte Funktionen zu testen, wenn Sie bereits ein Smart Home Hub zu Hause haben. Bedenkt man, das Smart Home Zentralen in der Regel ab 100 Euro aufwärts kosten, ist es vor allem diese finanzielle Hürde, welche Nutzer vor dem smarten Upgrade zurückschrecken lässt. Aus diesem Grund ist das neuste Firmwareupdate der Speedport-Smart-Router“ ein cleverer Schachzug der Deutschen Telekom gewesen.

© Telekom / Magenta Smart Home steuert Licht, Alarm und Entertainment.

Wie auch die FRITZ!Box, hat der Speedport-Smart-Router den DECT ULE Funkstandard an Board, nicht zuletzt für die Nutzung von DECT-Festnetztelefonen.

Die eigene Smart Home Produktlinie, bestehend aus Rauch- und Bewegungsmeldern, sowie Tür- / Fensterkontakten und einer Innensirene, alles basierend auf dem DECT ULE Funkstandard, soll noch in diesem Jahr weiter ausgebaut werden. Geplant sind Zwischenstecker sowie Heizkörper-Thermostate auf Basis des DECT ULE Funkstandards.

Wie auch die Qivicon Home Base, kann der Speedport Smart Router per USB-Funkstick mit dem Zigbee Funkstandard erweitert werden. Dieser Funk ist vor allem im Bereich der Beleuchtung verbreitet. So funken beispielsweise die Philips Hue sowie auch die Osram Lightify Leuchten mit dem Zigbee Protokoll. Aber auch Geräte aus dem Hause Bitron Home, welche ebenfalls zu Magenta Smart Home kompatibel sind, verwenden dieses Funkprotokoll.

Ab Herbst diesen Jahres wird es einen weiteren Funkstick geben, welcher den Speedport Smart Router mit Geräten der Homematic IP Serie sprechen lässt. Nutzt man beide Sticks, so sind die beiden verfügbaren USB-Ports des Speedport Smart Routers belegt.

Das Funksystem Homematic, mit welchem das Telekom Smart Home System einst gestartet ist, wird vom Speedport-Smart-Router indes nicht mehr unterstützt. Wer seine Homematic Komponenten weiterhin verwenden möchte, der muss auch zukünftig auf die Qivicon Home Base 2 zurückgreifen, welche es weiterhin separat zu kaufen, bzw. zu mieten gibt.

© Telekom / Dank Homematic Unterstützung hat die Qivicon Base 2 noch nicht ganz ausgedient.

Monatliche Kosten

Allein mit dem Kauf, bzw. der monatlichen Miete für den Router ist es nicht getan. Möchte man das Smart Home System der Telekom vollständig nutzen, inklusive Szenarien, Zeitautomatiken und auch der Cloud-Aufzeichnung für IP-Kameras, so wird eine monatliche Gebühr in Höhe von 4,95 Euro fällig. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 2 Jahre.

Wer allerdings erst einmal hineinschnuppern möchte, ob das Smart Home für ihn sinnvolle Anwendungen bietet, der kann über das kostenlose Angebot: „Magenta Smart Home Start” verschiedene Komponenten für Licht, Musik, Sicherheit usw. steuern. Darüber hinaus lässt sich in diesem Paket eine einzige Szene, bestehend aus maximal zwei Geräten programmieren. So kann beispielsweise ein Bewegungsmelder automatisch beim Betreten des Raumes das Licht einschalten.

Fazit

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Integration der Smart Home Funktionalität in die Speedport-Smart-Router ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist, um die Verbreitung des Magenta Smart Home etwas anzuschieben. Ob die Nutzer jedoch bereit sind eine monatliche Gebühr bei einer zwei Jährigen Vertragsbindung zu berappen, wo sie doch schon die Smart Home Komponenten voll bezahlt haben, das bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wird der Weg über ein Abo-Modell für die Deutsche Telekom extrem schwer, sind doch alle Systeme der Wettbewerber, egal ob Devolo Smart Home, Fibaro, homee, oder Homematic IP dauerhaft kostenlos nutzbar.

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