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Title: Haushalt
Sprachassistenten

Sprachsteuerung - das steckt dahinter

Digitale Sprachassistenten liefern uns Ergebnisse in Echtzeit. Dahinter steckt eine faszinierende Technologie, die diesen Service möglich macht.

© Fotolia / psdesign1

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Eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom brachte letztes Jahr zum Thema digitale Sprachassistenten ein überraschendes Ergebnis zutage. Auf die Frage, wozu sie digitale Sprachassistenten am liebsten nutzen wollten, antworteten beeindruckende 63% der Befragten, dass sie Sprachsteuerung am liebsten dazu nutzen wollen, um Geräte im Haushalt zu steuern. Lediglich 37% gaben an, sich Informationen liefern zu lassen und gerade einmal 7% waren daran interessiert, sich bei der Terminkalenderplanung unter die Arme greifen lassen zu wollen. Die Verknüpfung von Sprachsteuerung und dem Smart Home ist offensichtlich sehr stark.

© Bitkom / Umfrage zum Thema digitale Sprachassistenten 2016.

Sprachassistent ist nicht gleich Sprachassistent

Im Alltag begegnen uns digitale Sprachassistenten in mehreren Ausprägungen. Amazon Echo und Google Now erobern in diesen Tagen die Wohnzimmer und Lebensräume der Nation. Auf Zuruf erledigen die digitalen Assistenten elektronische Aufgaben, erinnern an Termine oder steuern das Smart Home. Diese Assistenten stehen an zentraler Stelle im Wohnbereich und warten auf ein Stichwort, um zu erwachen und Aufgaben zu erfüllen.

© Google / Der Sprachassist Google Home ist nicht nur optisch ansprechend, er leistet auch viel.

Auch alle halbwegs aktuellen Handymodelle sind mit einer vergleichbaren Technologie ausgestattet. Siri bei Apple, Google Now beziehungsweise der Google Assistant bei Android-Geräten oder Cortana auf Windows basierenden Einheiten. Die Sprachassistenten auf mobilen Geräten müssen in der Regel allerdings händisch gestartet werden. Im Gegensatz zu Ihren Pendants für das Wohnzimmer hören sie ihre Umwelt nicht permanent ab und können mit ganz wenigen Ausnahmen nicht durch ein Aktivierungswort zum Leben erweckt werden.

Informationen aus den Rechenzentren

Egal auf welcher Plattform, die elektronischen Hilfsprogramme liefern in kürzester Zeit Resultate. Dazu braucht es zwei Dinge. Permanenten Internetzugang des Endgerätes und Unmengen an Rechenleistung auf Seite der Dienstbetreiber.

Die wirkliche Intelligenz der Sprachassistenten liegt nicht in den Smartdevices. Diese nehmen lediglich die Befehle und Anfragen auf, wandeln sie in digitale Signale um und schicken sie in komprimierter Form an die Server des Anbieters. Die Rechenleistung und die elektronische Intelligenz liegt auf Rechnerfarmen in der Cloud. Dort werden die Anfragen wieder decodiert und bearbeitet. Das ermittelte Resultat wandert danach wieder über das Internet zurück auf das heimische Gerät. Diese bidirektionale Arbeitsweise ist auch der Grund, weshalb digitale Sprachunterstützung ohne stabile Datenverbindung nicht funktionieren kann.

Informationen in Echtzeit

Trotz des recht aufwändigen Prozesses erhält der Nutzer sein Ergebnis normalerweise binnen weniger Sekunden. Das lässt erahnen, welch immense Rechnerkapazität rund um die Uhr am Arbeiten ist, um allen Nutzern die Ergebnisse auf ihre Anfragen quasi in Echtzeit zu liefern. Mehr noch. Die Anbieter müssen Ihre Intelligenz für eine Vielzahl von Sprachen bereitstellen, um die Kunden in aller Welt zufrieden zu stellen.

© Amazon / Amazon Echo und Alexa wollen ihr Deutsch aufbessern.

Lokale Gegebenheiten

In der Vergangenheit haben die Angebote zu Beginn meist nur englischen Content geliefert und dann sukzessive weitere Sprachen unterstützt. Vorteil Deutschland. Deutsch war stets eine der ersten Sprachen, die in den Ausbauphasen hinzugekommen ist.

Wenn wir auf die Funktionen sehen, die auf Smartdevices wie Handy oder Tablet zur Verfügung stehen, so gibt es kaum noch Unterschiede zwischen den deutschen oder den englischen Angeboten. Neuere Technologien wie die Assistenten für das Wohnzimmer weisen allerdings noch teils beachtlichen lokalen Nachholbedarf auf.

Amazon Echo beispielsweise hat seinem System Alexa zum 26. Oktober vergangenen Jahres deutsch beigebracht. Englisch spricht das Gerät bereits seit dem 23. Juni 2015. Darüber hinaus steht für Echo und Alexa eine umfangreiche Bibliothek sogenannter Skills bereit. Seit Januar 2017 auch für den deutschen Markt. Skills sind Programme - vergleichbar mit Apps auf dem Smartphone - die das Gerät um Zusatzfunktionen (Skills) erweitern. Auf diese Weise kann Echo beigebracht werden, wie es Produkte von Drittherstellern ansteuern kann, oder auf den Berliner Nahverkehr zu achten. Auch hier wird daran gearbeitet, den zeitlichen Rückstand so schnell wie möglich aufzuholen.

Historisches und Namensgebung

Protagonist der digitalen Sprachassistenten ist Apples Siri, das im Oktober 2011 für das iPhone 4S vorgestellt worden ist. Allerdings ist Siri keine Eigenentwicklung des Unternehmens aus Cupertino. Vielmehr hatte Apple ein Jahr zuvor die Firma Siri Inc. übernommen, die wiederum aus einem Militärprojekt der DARPA aus dem Jahr 2003 hervorgegangen ist. So nett sich der Name Siri auch anhört, der Begriff steht als Abkürzung für „Speech Interpretation and Recognition Interface“.

© Microsoft / Cortana hat unter Windows 10 ein umfangreiches Update erhalten.

Liebevoller stellt sich die Namensgebung des Microsoft-Assistenten Cortana dar. Der Name ist eine Hommage an das Computerspiel Halo, in dem Cortana eine künstliche Intelligenz ist, die dem Spieler unterstützend zur Seite steht. Cortana ist erstmals im Jahr 2014 als Beta-Version vorgestellt worden.

Google Now, das gerade durch den Google Assistant ersetzt worden ist, erschien erstmal 2012 mit Android 4.1 „Jelly Bean“ und war auf dem Galaxy Nexus verfügbar.

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