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Title: Haushalt

Staubsaugerroboter Prosenic M7 mit Absaugstation im Test

Saugroboter sind inmitten unseres Alltags angekommen und so ist es kaum verwunderlich, dass es am Markt inzwischen eine Vielzahl der smarten Helfer gibt. Wir haben uns den preislich im Mittelfeld liegenden Prosenic M7 Pro angesehen, dessen technische Daten eine Vollausstattung versprechen.

© Chris Bertko

Der Markt der Saugroboter ähnelt dem des Automarkts. So bekommt man vom super günstigen Kleinwagen mit wenig Ausstattung über die Golfklasse bis hin zum vollausgestatteten teuren Luxusmodell alles was das Herz begehrt – sofern das nötige Kleingeld stimmt. Eine Übersicht für die trendigsten Saugrobotermodelle in diesem Jahr hatten wir kürzlich erst hier vorgestellt.

Doch muss es immer Mercedes sein, wenn Skoda die gleiche Ausstattung bietet? Diese Frage haben wir uns bei den Saugrobotern im Hinblick auf eine Absaugstation gestellt. Die sind - wie bei dem neuen iRobot s9+ mit einem Preis von 1.500 Euro - wirklich als Luxus zu betrachten.

© Chris Bertko / Prosenic Saugroboter mit Lasernavigation

Wer nicht bereit ist soviel Geld zu berappen, könnte mit dem „Prosenic M7 Pro“ vielleicht den "Skoda" unter den Saugrobotern finden. Der bietet neben Features wie Lasernavigation, Kartenspeicherung und optionale Wischfunktion auch eine Absaugstation, die den Staubbehälter des Saugroboters vollautomatisch entleert.

Mit all diesen Funktionen kann sich der Saugroboter schon zu den Modellen mit Vollausstattung zählen. Der Preis von 439 Euro plus 99 Euro für die Absaugstation sind für viele Geräte am Markt eine Kampfansage. Wie gut das Modell von Prosenic letztendlich im Alltag ist, haben wir uns mal genauer angesehen.

1. Design

Während neato seine Roboter schon lange in einer „D-Form“ hält, ist nun auch iRobot beim neuen s9+ diesen Weg gegangen und formte sein Modell in „Hufeisenform“, die vor allem in Ecken und an Kanten ein besseres Ergebnis erzielen soll.

Prosenic setzt bei seinem M7 Pro aber weiterhin auf die klassische Runde Form und spendiert seinem Flagschiff zwei Seitenbürsten, die den Schmutz aus den Ecken direkt vor den Roboter kehren.

© Chris Bertko/ Prosenic bleibt bei der runden Form seiner Roboter

Der im Durchmesser 35cm große Saugroboter ist eigentlich nur 8cm hoch, doch für seine ultrapräzise Navigation im Raum musste noch ein Turm für die Lasernavigation aufgesetzt werden. Somit misst der Roboter in der Höhe 9,5cm.


Er ist damit zwar nicht super flach, aber auch nicht extrem „hoch“. Unter den Robotern ist das eher das Mittelfeld und sollte bei den meisten Möbeln kein Problem darstellen, um diese zu unterfahren.

© Chris Bertko / Prosenic M7 Suagroboter - nicht super flach, aber unterfährt problemlos die Couch

Die glänzende Oberfläche sieht schick aus, solange keine Fingerabdrücke darauf sind.


Der beleuchtete Knopf auf der Oberfläche des Prosenic M7 startet und stoppt den Roboter oder (drückt man auf den unteren Bereich des Knopfes) schickt ihn zur Basis „nach Hause".

An der Vorderseite hat der Roboter den klassischen „Bumper“ wie alle seine Artgenossen, der bei einem Aufprall an Möbeln oder anderen Hindernissen den Roboter zum Halten zwingt.

An der Rückseite lässt sich der mit 600ml und einem HEPA Filter versehene, doch recht üppig ausgestatte Staubbehälter, entnehmen. Nettes Gimmick: Das Reinigungstool um die Bürstenwalze von Haaren zu befreien steckt mit im Staubbehälter und geht so nicht verloren. Clever gelöst!

© Chris Bertko / Bürstenreinigungstool clever verstaut

An die Bürstenwalze kommt man ganz einfach heran, wenn man den Roboter auf „den Rücken legt“. Einfach die Klappe öffnen und die Walze kann völlig ohne Werkzeug entnommen und gereinigt werden.

Zu empfehlen ist dies in Abständen von drei bis vier Wochen.

© Chris Bertko / Die Bürsten müssen von Zeit-zu-Zeit von Haaren befreit werden
Was ebenfalls an der Unterseite des Prosenic M7 Pro Saugroboters auffällt, ist eine zweite Öffnung. Jene ist für die optional erhältliche Absaugstation konzipiert.

Apropos Absaugstation. Die hat ein fest angeklemmtes, 1,2 Meter langes Kabel. Allerdings leider ohne Kabelmanagement, sodass man das übrige Kabel nicht verschwinden lassen kann.
Die Absaugstation ist mit 35cm (Hoch), 25cm (Breit) und 22cm (Tief) deutlich größer als „herkömmliche“ Dockingstationen und damit stets ein Blickfänger.

Die Größe ist aber unumgänglich, beinhaltet sie doch einen Staubbeutel, in dem der Schmutz vom Prosenic M7 Saugroboter herausgesaugt wird. Jeder Staubbeutel soll gut sechs bis acht Wochen halten, bevor er gewechselt werden muss.

Vorteil: Das geht ganz ohne sich die Hände schmutzig zu machen, was beim Entleeren der Staubbehälter von Saugrobotern aonat eher schwierig ist. Nachteil: Es kommt ein Verbrauchsprodukt ins Spiel.

Was die Staubbeutel im Nachkauf kosten ist auf der Webseite des Herstellers aktuell noch nicht ersichtlich. Gut, das zwei der Staubbeutel dem Lieferumfang beiliegen, so dass man gut vier Monate mit dem neuen Spielzeug hinkommt.

© Chris Bertko / Prosenic Absaugstation - leider ohne Kabelmanagement

2. Unboxing

Neben den bereits montierten Seitenbürsten liegen zwei weitere Ersatzbürsten bei. Wer anstelle der Smartphone-App lieber zur Fernbedienung greift, wird auch hier im Karton fündig, inklusive benötigter AAA-Batterien.

Da der Roboter nicht nur saugen, sondern auch wischen kann, findet sich ein „aufclips Wischaufsatz“ mit einem wechsel- und waschbaren Nasswischlappen. Der Wischaufsatz selbst fasst 180 ml Wasser, das gut und gerne mit Roboterreinigungsmittel versetzt werden kann.

© Chris Bertko / Nicht nur saugen- auch wischen kann der Prosenic M7 Pro
Wer den Boden nicht nass wischen will, sondern einfach mal „durchswiffern“ möchte, der findet zehn Trockentücher vor, die anstelle des Nasswischlappen auf das Klettband gesetzt werden können.
Auch ein weiterer HEPA Filter für den Staubbehälter zum Austausch ist vorhanden.

Wann die Verbrauchsmaterialien gewechselt werden sollten sagt uns die Prosenic-App.

© Chris Bertko / großer Lieferumfang des Prosenci mit Ersatz-Verbrauchsmaterial

3. Die Smartphone App

Die Verbindung des Prosenic M7 Pro Saugroboters mit dem hauseigenen WLAN via Smartphone-App geht schnell. Dazu müssen beide Tasten am Roboter gleichzeitig für mehrere Sekunden gedrückt werden, sodass der Roboter ein eigenes WLAN-Netzwerk eröffnet, mit dem man sich via Smartphone verbindet.

Danach kann man in der Prosenic-App dem Saugroboter alle wesentlichen Informationen mitteilen, so dass er sich mit dem heimischen WLAN-Router verbindet. Dank seiner WLAN-Verbindung lässt er sich fortan via Amazons Sprachassistentin Alexa, aber auch per Smartphone-App steuern.

© Screenshot / Roboter eröffnet HotSpot für Ersteinrichtung

Die wirkt sehr aufgeräumt und übersichtlich. Schon im oberen Bereich des Homescreen erhält man alle wichtigen Informationen zum aktuellen Status des Roboters, beispielsweise Akkustand, Reinigungsdauer und die bereits gereinigte Fläche.

Im Mittelteil der App zeichnet der Prosenic Saugroboter eine virtuelle Karte der Wohnung, sobald er losfährt. Der Roboter beginnt den Reinigungsvorgang mit einer 360°-Drehung und scannt mit dem lasergestützen Navigationssystem den Grundriss des Raumes.

Danach beginnt er systematisch in Bahnen zu reinigen. Auch dieser Verlauf kann anhand der weißen Linien in der App nachvollzogen werden.

© Screenshot / Karte kann in Zonen unterteilt werden

Die Elemente zum Steuern des Roboters befinden sich im unteren Bereich des App-Homescreens. Hier kann der Roboter gestartet, gestoppt oder zur Basis zurückgeschickt werden. Auch die Saugleistung lässt sich per Klick in drei Stufen regulieren:

  • Leiser Modus
  • Standard-Modus
  • Leistungsstarker Modus

Über den Button „Mehr“ öffnet sich ein Popup-Menü. Hier finden sich sehr viel mehr Funktionen, beispielsweise Zeitpläne. Damit verrichtet der Roboter seine Arbeit völlig von selbst. Dabei kann neben dem Startzeitpunkt auch der Wochentag, die Saugleistung sowie der Bereich individuell festgelegt werden.

Navigation im Raum und auf einer kompletten Etage ist die große Stärke des Prosenic Saugroboters. Da sich von diesen Reinigungsjobs beliebig viele anlegen lassen, kann man beispielsweise das Bad öfter in der Woche reinigen lassen als das Schlafzimmer oder die Küche.

Soll der Roboter mal nicht automatisch fahren, etwa weil man Urlaub hat und ausschlafen will oder weil das Kind Mittagsschlaf macht, so kann man in der App die „Nicht Stören“-Funktion aktivieren. Die Zeitpläne sowie auch die Sprachansage des Roboters sind dann deaktiviert.

Die auf Werkseinstellung doch recht laute Sprachansage kann übrigens auch via App leiser oder gar ganz abgestellt werden. Die LEDs des Roboters lassen sich ganz deaktivieren.

© Screenshot / Sperrzonen lassen sich per App einrichten

Bei vielen Menüpunkten muss man erstmal schauen, welche Funktion sich dahinter versteckt, da die App doch recht suboptimal übersetzt ist. So ist „Reinigungsrekord“ weniger eine Gamification-Funktion als vielmehr ein Protokoll, in dem man jeden Reinigungsvorgang  nachvollziehen kann. „Still bleiben“ deaktiviert die Töne des Roboters. 

4. Im Alltag

Der Prosenic hat einen 5200mAh großen Akku, mit dem er (je nach eingestellter Saugleistung) 150 - 200 Minuten fahren kann. Unsere 120m² große Wohnung schaffte er mit einer Akkuleistung problemlos und kehrte mit 35-40 Prozent verblöeibender Energie zur Station zurück.

Ist in der App „automatisch absaugen“ aktiviert, fährt der Saugroboter vor der Aufladung rückwärts an die Station heran, damit die Absaugautomatik starten kann, die in punkto Lautstärke an einen startenden Düsenjet erinnert. Fährt der Roboter aber sowieso immer nur dann, wenn jeder außer Haus ist, fällt dieser Punkt auch nicht weiter ins Gewicht. In Summe sprechen wir hier von einem Vorgang, der nicht länger als zehn Sekunden dauert.

Die herausragende Navigation ist aber nicht nur dann ein großer Vorteil des Roboters wenn es darum geht wo er reinigen soll, sondern auch bei dem „wie“. Ein weiterer Effekt der Lasernavigation ist nämlich, dass der Saugroboter nicht ein einziges Mal während der Testwoche aus einer misslichen Situation befreit werden musste.

Wo sich bisher alle anderen Saug- oder Wischroboter verfuhren oder feststeckten – beispielsweise unter dem Wasserbett zwischen den „Ständern“, oder im Badezimmer unter der Toilette, manövrierte der Prosenic stets zielsicher durch die Wohnung und kehrte zuverlässig zur Dockingstation zurück.

© Chris Bertko / Auch im Labyrinth unter dem Wasserbett hat der Roboter keine Probleme

Auch Teppiche erklimmt der Roboter. Selbst der drei Zentimeter hohe Teppich in unserem Wohnzimmer hat dem Prosenic M7 Saugroboter keine Probleme bereitet. Im Gegenteil, die automatische Teppicherkennung des Roboters schaltet automatisch auf die maximale Saugleistung, um den Teppich zu reinigen. Höchste Saugleistung heißt übrigens 2.700 Pa.

Im Vergleich: das Modell i7 von iRobot hat 1.600 Pa, der Roborock S5 bringt es auf gute 2.000 Pa. So spielt der Prosenic in puncto Saugleistung in der oberen Liga mit. Fährt der Roboter mit höchster Saugleistung ist er aber auch entsprechend laut – in etwa wie ein konventioneller Staubsauger.

In Verbindung mit seiner Navigation fährt er die Räume systematisch bis auf den letzten Zentimeter ab und erbringt damit eine Reinigungsleistung, die man nahezu als perfekt bezeichnen darf.

© Chris Bertko / Teppiche und Kanten sind bis zu 3cm kein Problem

Okay, zugegeben, mit einigen Kleinigkeiten hatte auch der Prosenic M7 Pro so seine Herausforderungen. Etwa dem ganz dünnen „Läufer“ im Bad, der nur unwesentlich dicker als ein Handtuch ist. Diesen schob er (wie jeder andere Roboter bisher auch) einfach vor sich her. Und auch der Fuß des Wäscheständers wurde „überrollt“.

Beides ist jedoch eher als „unschön“ anzusehen, als dass es für den Saugroboter eine echte Hürde gewesen wäre.

© Chris Bertko / Über den Wäscheständer brettert der Prosenic einfach rüber

Außerdem seien an dieser Stelle auch die virtuellen Sperrzonen erwähnt. Wo andere Roboter Magnetbänder oder „Leuchttürme“ benötigen, um zu wissen wo sie nicht fahren sollen, kann man dies beim Prosenic bequem in der App einrichten. In diese Zonen fährt der Saugroboter nicht, was ganz praktisch ist, wenn zum Beispiel Haustiere in der Wohnung leben und Futternäpfe in einer Ecke stehen, die der Roboter ansonsten vor sich herschieben oder gar ausleeren würde.

Nicht zu vergessen die Legostation im Kinderzimmmer, an der gerade eifrig gebaut wird. Von diesem Bereich kann der Roboter dank der „no-go-Areas“ ferngehalten werden.

© Chris Bertko / Für das Kinderzimmer lassen sich "no-go-Areas" einrichten

Fazit

Der Prosenic mit seiner lasergestützten Navigation sowie der optional erhältlichen Absaugstation ist für all jene, die sich eine Vollausstattung wünschen, aber kein Luxusmodell zahlen wollen, die perfekte Wahl.

 

Hat man im Haushalt viel Schmutz, Staub und Flusen durch Haustiere oder weil man vielleicht Zugänge über die Terrasse hat und dadurch regelmäßig Dreck mit hineinschleppt? Dann ist der Roboter eine Überlegung wert, schließlich entfällt die lästige Entleerung des Staubbehälter vollends.

 

Die Reinigung überzeugt dank der beiden Seitenbürsten und der extrem hohen Saugleistung auch in den Ecken und an den Kanten. Auf höchster Saugleistung sollte der Prosenic jedoch besser nur dann fahren, wenn niemand Zuhause ist, da das doch recht geräuschintensiv ist.

 

Das kleine Heinzelmännchen im Haushalt bekommt man für 439 Euro, die Absaugstation ist optional und kostet nochmal recht günstige 99 Euro.

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