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WLAN to go

Unterwegs so schnell surfen wie zuhause - so geht es

Ohne Mehrkosten unterwegs schnell ins Internet. Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Geht aber mit Telekom - wenn ein paar Voraussetzungen erfüllt sind

Mit Telekom auch von unterwegs in stabilen Wlan surfen.

iStock.com/Eva Katalin Kondoros

Ein sauber eingerichtetes WLAN ist in jedem smarten Zuhause Pflicht, denn ohne einen guten WLAN-Empfang macht das Smart Home nur halb so viel Spaß. Praktisch hierbei ist, dass sich moderne Haustechnik auch von unterwegs steuern lässt, beispielsweise die Heizung. Doch was tun, wenn man nicht online gehen kann, weil man sich beispielsweise an einem Ort aufhält, wo die Verbindung unmöglich, mangelhaft oder aufgrund von Roaming-Gebühren sündhaft teuer ist? Was gäbe man hier doch für ein perfekt funktionierendes WLAN wie zu Hause … Eine Lösung könnte hier das Programm „WLAN to go“ von der Telekom sein.

So klappt WLAN to go

Die Idee hinter WLAN to go ist einfach: Wer an dem Programm teilnimmt, stellt über einen speziell angepassten WLAN-Router ein zweites drahtloses Netzwerk zur Verfügung. In dieses WLAN können sich alle anderen Teilnehmer des Programms dann mit ihrem Notebook, Smartphone oder Tablet zum entspannten Surfen einloggen, wenn sie sich in der Nähe befinden. Natürlich kann man sich auch selber in ein WLAN to go einwählen, wenn man andernorts unterwegs ist. Ein Geben und ein Nehmen also.

Das funktioniert nicht nur in Deutschland. Die Telekom arbeitet für WLAN to go mit dem spanischen Service FON zusammen, der das Konzept des geteilten WLANs mittlerweile in über 140 Ländern rund um die Welt anbietet. Das bedeutet: Wer bei WLAN to go mitmacht, kann derzeit über 17 Millionen WLAN Hotspots weltweit kostenlos mitnutzen. Dazu genügt es, sich mit dem WLAN-Netzwerk zu verbinden, das mit dem Zusatz „FON“, „Telekom“ oder „Telekom_ICE“ betitelt ist. Um sich in das Netz einzuloggen, öffnet man in der Regel den Browser, wo sich automatisch eine Log-in-Seite aufbaut. Dort meldet man sich dann mit seinen Telekom-Log-in-Daten an. Fertig.

Bescheid wissen, wo sich die Hotspots befinden

Auf der Homepage von FON findet sich eine Karte, über die die Verfügbarkeit von FON-Hotspots weltweit geprüft werden kann. Wie nicht anders zu erwarten, sind vor allem Großstädte und Ballungsräume gut mit entsprechenden Zugängen abgedeckt, in ländlichen Regionen ist die Abdeckung vergleichsweise lückenhaft.

Auch die Geschwindigkeit, mit der unterwegs gesurft werden kann, hängt vom jeweiligen Hotspot-Standort ab. Theoretisch verspricht die Telekom den WLAN-to-go-Nutzern die gleiche Geschwindigkeit wie im heimischen WLAN, in der Praxis kann natürlich unterwegs nur die Surfgeschwindigkeit erreicht werden, die der mitbenutzte Anschluss zulässt. Auch kommt es darauf an, wie viele andere Teilnehmer das jeweilige Netz zeitgleich nutzen.

Kostenlos – wenn alles passt!

Die beste Nachricht: Der WLAN to go kann von Telekom-Kunden ohne zusätzliche Kosten gebucht werden. Um mitzumachen, müssen allerdings zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Der Internetanschluss der Telekom muss IP-gebunden sein – was besonders bei älteren Anschlüssen oft nicht der Fall ist. Wer sich nicht sicher ist, sollte bei der Telekom nachfragen oder im Online-Kundencenter seine Tarifoptionen prüfen. Hier kann auch gleich die Teilnahme an WLAN to go oder auch eine Kündigung des Services in Auftrag gegeben werden.

  2. Die zweite Voraussetzung ist ein WLAN-to-go-fähiger Router. Dafür steht derzeit nur das Telekom-Modell Speedport W 724V zur Verfügung, das neben dem privaten WLAN auch ein öffentliches für WLAN-to-go-Nutzer aufspannen kann. Die Option, einen anderen Internet-Router zu verwenden, steht den Teilnehmern leider nicht offen.

Sobald das geteilte Netzwerk eingerichtet ist, können die Telekom-Kunden weltweit an den entsprechenden Hotspots surfen. Zusätzlich erlaubt die Telekom den Nutzern von WLAN to go, neben den „privaten“ Hotspots auch die öffentlichen WLAN-Hotspots des Unternehmens zu verwenden – beispielsweise in Bahnhöfen oder Fernzügen.

Schutz vor Missbrauch und Speed-Bremse

Bei der Ankündigung des Telekom-Projekts im Jahr 2013 wurden schnell warnende Stimmen laut, die einen möglichen Missbrauch der geteilten WLAN-Hotspots befürchteten. Die Telekom gibt aber Entwarnung: Die WLANs to go sind vom eigenen Heimnetz der Telekom-Kunden isoliert. Das bedeutet also, dass keine anderen Teilnehmer des Programms im Heimnetz mitsurfen.

Das Wichtige hier: Sämtlicher Datenverkehr über das WLAN to go wird nicht dem Anschlussinhaber des jeweiligen Hotspots zugerechnet. Wenn jemand das Netz beispielsweise für illegale Aktivitäten – wie den Download von kopiergeschütztem Material oder die Verbreitung illegaler Inhalte – nutzt, ist der Anschlussinhaber des Hotspots dafür nicht haftbar. Ohnehin sorgen ja auch noch die personalisierten Zugangsdaten der Telekom- und FON-Mitglieder dafür, dass die Hotspots nicht für unpassende Zwecke genutzt werden.

Die weitere große Sorge vieler WLAN-to-go-Kunden ist, dass das zur Verfügung gestellte Netzwerk die Geschwindigkeit des eigenen, privaten WLANs mindert. Doch der WLAN-to-go-Router gibt den Datenpaketen des Anschlussinhabers stets Vorfahrt und drosselt die Mitsurfer, wenn die Leitung besonders stark in Anspruch genommen werden sollte. Laut der Telekom würden die Anschlussinhaber gar nicht merken, dass der eigene Anschluss gerade mit anderen geteilt wird. Das Laden von Videos kommt also nicht spontan ins Stocken, wenn jemand anderes mitsurft.

WLAN to go: keine echten Alternativen verfügbar

Für Telekom-Kunden mit den passenden DSL-Anschlüssen ist der Einstieg bei WLAN to go ein durchaus praktisches Angebot. Die Kunden von anderen Internet-Anbietern gucken aber in die Röhre: Eine echte Alternative zu WLAN to go gibt es in Deutschland derzeit nicht. Und auch die Mitgliedschaft bei FON ist hier nur den Telekom-Nutzern vorbehalten.

Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten, unterwegs mit Smartphones, Tablets und Laptops per WLAN zu surfen. Eine davon ist die Nutzung der Telekom-Hotspots, in deren Name kein „FON“ zu finden ist. Diese lassen sich zwar auch per WLAN to go nutzen, aber eben auch mit Telekoms normalem Hotspot-Angebot. Dieses ist aber im Vergleich zu WLAN to go und selbst zu den normalen mobilen Datentarifen relativ teuer: Tagesflatrates kosten rund fünf Euro, ein Monatszugang zum Hotspot-Netz der Telekom schlägt mit rund 30 Euro zu Buche.

Unterwegs gemeinsam surfen

Ganz anders, aber auch nicht uninteressant: Wer unterwegs ist und beispielsweise seinen mitreisenden Freunden eine Internetverbindung spendieren möchte, kann auch ein eigenes WLAN-Netz aufbauen. Dafür verwendet man einfach sein eigenes mobiles Datennetz. Hierfür verwandelt man das Gerät mit der Datenkarte – also z. B. sein Smartphone – zu einem mobilen Hotspot, indem man in den Einstellungen die sogenannte Tethering-Funktion aktiviert. Diese Funktion kann je nach Gerät auch „Internetfreigabe“ „Mobilnetzwerk-Freigabe“, „Mobiler WLAN-Hotspot“ oder „Persönlicher Hotspot“ lauten.

Alternativ kann man auch einen mobilen Router nutzen, um überall ins WLAN zu kommen. Bei mobilen Routern handelt es sich um kleine Geräte mit integriertem Akku, in die eine SIM-Karte eingesetzt wird, über die sich der Router mit einem Mobilfunknetz verbindet. Anschließend erstellt der Mobilrouter ein eigenes WLAN, über das unterwegs mit allen WLAN-fähigen Geräten gesurft werden kann.

Probleme des mobilen WLAN-Hotspots

Wie gut das funktioniert, hängt neben dem verwendeten Mobilfunknetz auch vom Datentarif ab. Während der WLAN-to-go-Zugang keine Limitierungen kennt, wird der mobile Internetzugang in aller Regel gedrosselt, sobald eine bestimmte Menge an Daten pro Monat heruntergeladen wurde. So wird aus dem mobilen WLAN-Spaß schnell ein Surfmarsch im Schneckentempo.

Auch kann es je nach Mobilfunkanbieter vorkommen, dass das Tethering – also die Nutzung des Datentarifs mit anderen Geräten – gar nicht erst erlaubt ist. Immerhin bieten viele Anbieter auch eine zweite SIM-Karte an, oft kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr. Mit der ist die Nutzung des Datentarifs in einem zweiten Gerät – beispielsweise einem mobilen Router – möglich. Wer herausfinden will, wie sein Anbieter zur mobilen Datennutzung steht, sollte sich einfach auf der entsprechenden Website oder per Hotline informieren

Fazit

Für Telekom-Kunden bietet WLAN to go tatsächlich einen tollen Mehrwert, der sich spätestens bei der nächsten Auslandsreise auszahlt. Durch die Mitnutzung von Millionen Hotspots weltweit wird der Internetzugang auf Reisen nicht mehr zur Kostenfalle. Sieht man vom Routerzwang ab, finden sich wenige Gegenargumente gegen WLAN to go bzw. das FON-Netzwerk. Schade ist nur, dass Kunden anderer Anbieter nicht mitmachen können.

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