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Title: Haushalt
Mähroboter

Was der rollende Gärtner können muss

Rasenmäher-Roboter sind im Trend. Immer mehr Geräte kommen auf den Markt, die Entlastung im Garten versprechen. Aber was müssen sie leisten?

© K. Thalhofer / Fotolia

© K. Thalhofer / Fotolia

Im Roman „Unter Leuten“ von Juli Zeh gibt es die Figur eines Schriftstellers, der, um sich für das Schreiben in Stimmung zu bringen, auf seinem Aufsitzmäher Stunde um Stunde übers Grundstück tuckert. Dieser Mensch dürfte eine Ausnahme sein, denn in der Regel ist Rasenmähen doch eher lästig, oder? Benzinmäher sind laut und stinken (und im Frühjahr springen sie oft schlecht an), E-Mäher mit ihren kilometerlangen Kabeln führen zu merkwürdigen Verrenkungen, und letztlich ist es auch immer noch fruchtbar ermüdend, hinter einem Akkumäher herzulaufen.

Kein Wunder, dass Mähroboter in den letzten Jahren einen echten Boom erlebt haben. Sie sind deutlich leiser als die Benzinmäher, mähen ohne Aufsicht beharrlich vor sich hin und haben in gewissem Rahmen sogar kleinere ökologische Vorteile.

Was sollte der Robotermäher können?

Klar ist aber: nicht jeder Rasenmäher-Roboter ist für jeden Garten geeignet. Die Smart-Wohnen-Redaktion hat deshalb zum Start in die Gartensaison einige Anforderungen für die smarten Gartenhelfer gesammelt.

Die wichtigste Frage ist vorab, wie groß das Grundstück ist, welches der Mähroboter bearbeiten soll. Preiswerte Robotermäher, die es bereits im Bereich um 600 Euro gibt, schaffen mit einer Akkuladung zwischen 250 und 500 Quadratmeter Fläche. Wer größere Gärten von Robo mähen lassen will, muss auch entsprechend mehr Geld investieren. So schafft ein Gerät wie der Gardena 19061-60 Smart Sileno+ rund 1300 Quadratmeter mit einer Ladung, kostet aber auch ein paar mehr Euros.

Im Steilhang geht die Puste aus

Allerdings ist die Flächenleistung nicht alles, denn wären alle Gärten topfeben, wäre das Mähen ja nur halb so schlimm. Ja steiler die Flächen jedoch sind, umso mühsamer ist es, einen Rasenmäher herum zu schieben. Aber auch die akkubetriebenen Rasenmäher-Roboter kommen irgendwann an ihre Grenzen. Allerdings ist hier der Preis gar nicht so entscheidend. Tendenziell ist bei den günstigsten Modellen bei Neigungen zwischen 25 und 35 Prozent Schluss, aber auch teurere Mähroboter bewältigen meist nicht mehr als 35 Prozent.

© Husqvarna / Auf der Ebene überzeugen viele Mäher - in steilem Gelände trennt sich die Spreu vom Weizen.

Doch die Steigung ist nicht alles: ist der Rasen uneben und „hubbelig“, können sich die Mähroboter bisweilen auch festfahren oder mit ihren Verkleidungen anecken.

Es gibt allerdings auch Kraftpakete wie den Automower 420 von Husqvarna, der bis zu 45 Prozent Neigung erklettert und Rasenflächen bis 2200 Quadratmeter mäht. Diesen praktisch schon halbprofessionellen Robotermäher und sein Arbeitsfeld muss man sich aber vom Fachmann einrichten lassen.

Sensible Sensoren sind wichtig

Natürlich kann man den Rasenmäher-Roboter nicht einfach aufladen und losschicken – er muss ja erst einmal „lernen“, wo er mähen soll, bevor er, je nach Programmierung, in schön berechneten Bahnen oder im vermeintlich wildem Zickzack seine Bahnen zieht.

Um den zu mähenden Bereich einzugrenzen, muss man einen Begrenzungsdraht verlegen und mittels Heringen wie beim Zeltbau am Boden fixieren. Abschnittsweise kann man den Draht auch eingraben, um keine Stolperfallen zu bauen. Dieser Draht wird mit der Ladestation des Rasenmäher-Roboters verbunden und baut ein Magnetfeld auf, das der rollende Klein-Gärtner als Grenze seines Mähbereichs erkennt und entsprechend die Richtung ändert. Permanente oder herumliegende Hindernisse, einen Baum oder eine Gießkanne zum Beispiel, erkennen die Robotermäher über Sensoren, die in den rundum angebrachten Stoßfängern verbaut sind.

Wasser bremst die Helfer nicht aus

Kommt noch das Thema Sicherheit ins Spiel. Denn so knuffig die Mähroboter wirken – unter ihrem Gehäuse rotieren scharfe Messer, die im Zweifel zu Verletzungen führen könnten. Sollte jemand, aus welchem Grund auch immer, den Mäher im Betrieb hochheben, erkennen gleich mehrere Sensoren das und stoppen das Mähwerk.

Feuchtigkeit halten die Robotermäher in der Regel auch ganz gut aus, sie sind spritzwassergeschützt. Allerdings schadet es sicher nicht, Mäher und Ladestation vor heftigen Wolkenbrüchen oder Dauerregen ins Trockene zu bringen. Der Worx Landroid S WiFi verfügt zum Beispiel über einen Regensensor und fährt „nach Hause“ wenn es zu regnen beginnt.

© Worx / Der Worx Landroid S Wifi lässt sich bequem per App steuern.

Für den Rasen hat Mähen per Roboter auch Vorteile. Durch das sehr regelmäßige Mähen fällt nur wenig Schnittgut an, das quasi als Gründünger zwischen die Halme rieselt. Das mühevolle Zusammenrechnen entfällt da auch. Viele Modelle kommen zwar auch mit Schnittlängen von bis zum 20 Zentimetern klar, aber da dürfte die Akkuleistung deutlich schneller erlahmen.

Fluch und Segen für Insekten

Freunde sehr naturnaher Gärten sehen die Mähroboter auch kritisch, weil das häufige Mähen verhindert, dass viele Pflanzen überhaupt zum Blühen kommen. Das nimmt wiederum vielen Insekten die Nahrung. Im Gegenzug haben bodenlebende Insekten durch die kleinen Robos, die das abgeschnittene Gras eben nicht in einen Fangkorb schleudern, bessere Überlebenschancen.

Klar ist auch, dass die Kanten in aller Regel händisch nachgeschnitten werden müssen, zum Beispiel mit einem Trimmer. Weil das Mähwerk aus Sicherheitsgründen einigen Abstand zum Gehäuserand hält, erreicht es auch nicht den äußersten Rand der Mähfläche, ohne Gefahr zu laufen, sich etwa in tieferliegenden Blumenrabatten zu verhaken. Ebenerdig gelegene Ränder können über den Begrenzungsdraht mit etwas Feingefühl aber angepasst werden.

Immer mehr Mäher, etwa die Geräte der Gardena-Sileno-Reihe, lassen sich auch bequem per App steuern. Darin kann der Nutzer beispielsweise die Mähzeiten festlegen. Richtig smart also!

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