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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Praxis-Test NAS mit Smart Home Anbindung

WD My Cloud Mirror: Smarte Home Cloud mit Z-Wave

Viele Einzellösungen versuchen die Nische in unserem Smart Home zu füllen, doch man kann auch mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

©WD

Die Cloud - eines der Wörter, auf die wir fast täglich im Internet stoßen. Die harte Wahrheit ist aber, dass es diese Cloud schon seit Ewigkeiten gibt, es ist einfach nur der Server eines Anbieters, der uns auf seinem Server Daten speichern lässt und das Ganze mit Zusatzdiensten paart. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich persönlich nutze auch Cloud-Dienste bei verschiedenen Anbietern, je nach Anlass. Dennoch bin ich jemand, der am liebsten seine eigene Cloud nutzt - sprich: ein Backup-Medium in den eigenen vier Wänden. Nun kann man argumentieren, dass diese Cloud wenig nützlich ist, wenn sie gestohlen wird oder es bei mir brennt - doch darum soll es hier nicht gehen.

Es soll um eine Speichermöglichkeit für zuhause gehen. Eine Speichermöglichkeit, auf die ich in Windeseile meine Daten bekomme - denn ich behaupte mal, dass viele Menschen ein komplettes Backup des Systems oder der Foto-Sammlung ins Internet sehr viel Zeit kosten würde.

 

©Carsten Knobloch / Eine NAS wie die WD MyCloud ist für die Sicherung von privaten Daten die erste Wahl.

Mirror, etwas mehr Schutz

Seit langem gibt es externe Festplatten, eigentlich ab Werk eine nicht gerade intelligente Hardware. Ich schließe sie an und schaufle meine Daten auf sie. Nicht gerade smart. Dass es heute anders geht, das beweisen zahlreiche Hersteller. Einer dieser Hersteller ist Western Digital, der unter anderem die My Cloud Mirror anbietet.

Das englische Wort für Spiegel ist dabei in zweierlei Hinsicht aussagekräftig für das Produkt. Man kann auf der My Cloud Mirror nämlich die Daten unseres Rechners spiegeln, aber die verbauten Festplatten können ebenfalls als Spiegel funktionieren.

©Carsten Knobloch / Im empfehlenswerten "Mirror"-Modus werden Daten auf beiden Festplatten redundant gespeichert.

Die My Cloud Mirror bekommt man mit verschiedenen Festplattenkonfigurationen. Ich habe hier beispielsweise ein Modell, in dem zwei Western Digital-Festplatten mit jeweils vier Terabyte Kapazität verbaut sind. Diese kann ich in zwei Modi nutzen. Ich kann die komplette Kapazität zusammenfassen, sodass mir insgesamt acht Terabyte zur Verfügung stehen, ich kann aber auch den Betriebsmodus „Mirror“ aktivieren.

Diesen lege ich jedem ans Herz. Zwar stehen „nur“ vier Terabyte zur Verfügung, aber auf der zweiten Platte befinden sich die identischen Inhalte. Heißt: man speichert wertvolle Familienbilder auf der My Cloud Mirror, eine Platte erleidet einen Defekt - und dennoch sind die Daten noch da, weil auf der anderen Festplatte gespiegelt.

©Carsten Knobloch / Benutzer können einfach über die Weboberfläche verwaltet werden.

Zugriff von Überall

Doch das ist nicht alles, denn die My Cloud Mirror verfügt über ein System, welches über die reine Lust, ein Datengrab zu verwenden, hinausgeht. Nach der ersten Inbetriebnahme - das Gerät wird dabei an den im Haus befindlichen Router angeschlossen - lassen sich Benutzer einrichten. So hat jedes Familienmitglied Zugang zu seinen persönlichen Daten.

Schön: Der Zugriff ist dabei nicht nur mit einem stationären Computer oder einem Laptop möglich, Western Digital hat auch Apps im Angebot, die den Zugriff per Smartphone oder Tablet erlauben. Hierbei ist einstellbar, welcher Benutzer welche Rechte auf Ordner hat. Möchte ich beispielsweise nicht, dass die Kinder Fotos löschen oder hinzufügen, dann ist dies einstellbar. So ist dann nur ein Betrachten von Fotos möglich. 

©Carsten Knobloch / Vor dem Fernzugriff auf die MyCloud müssen Endgeräte registriert werden.

Während sich im heimischen Netzwerk wohl nicht die Frage gestellt wird, wie auf Daten zugegriffen werden kann, sieht dies von extern natürlich ganz anders aus. Man kann - sofern man will - die My Cloud Mirror von Western Digital auch dahingehend konfigurieren, dass ein Zugriff von Außen möglich ist. Das funktioniert in zwei Minuten und läuft dann über den Dienst von Western Digital.

Will man sich von unterwegs einloggen, so teilt man der App seine persönlichen Zugangsdaten mit, woraufhin ein verschlüsselter Zugriff auf die persönliche My Cloud Mirror in den eigenen vier Wänden erlaubt wird.

Darf es etwas mehr sein?

Doch heute reichen oftmals diese einfachen Speichermethoden nicht, um sich vom Wettbewerb abzugrenzen. Smart Home ist für viele ein Thema und ein Protokoll, welches seit Jahren bei vielen Anwendern in Benutzung ist, ist Z-Wave. Ein offenes Protokoll, welches eine Vielzahl von Geräten miteinander smart verbindet. So kann ich beispielsweise kompatible Lampen von meinem Smartphone aus bedienen oder es regeln, dass ein Bewegungsmelder bei einem anderen Z-Wave-Gerät eine Aktion auslöst.

©Carsten Knobloch / Der Z-Wave-Stick macht aus der MyCloud NAS eine waschechte Samrt-Home-Zentrale.

Doch was untereinander kommuniziert, benötigt auch zwingend eine Basis, quasi das Gehirn, wo alles zusammenläuft. Diese Basisstationen benötigen wiederum einen Platz und einen Anschluss. Dass es auch anders geht, zeigt eine Kooperation zwischen Western Digital und Z-Wave.

Im Rahmen dieser Kooperation wurde ein USB-Stick entwickelt, welcher die WD My Cloud und My Cloud Mirror NAS mit dem Z-Wave Funksystem ausrüstet. Damit wird der My Cloud Netzwerkspeicher zu einer Smart Home-Zentrale, die den Status jedes einzelnen Z-Wave Gerätes im Heimnetzwerk überwachen und steuern kann.

 

©Carsten Knobloch / Neue Smart Home Komponenten müssen vor dem Einsatz angelernt werden.

 

Durch diese zentrale Schnittstelle kann über Smartphone, Tablet oder PC das intelligente Zuhause gesteuert werden – auch von unterwegs. Der Nutzer muss sich somit kein separates Gateway-Gerät kaufen, um die einzelnen Komponenten in seinem Smart Home zu steuern. Neben besagtem NAS von Western Digital wird ein nur Daumennagel-großer Z-Wave Stick sowie das Plugin Z-way benötigt.

Stick und My Cloud Mirror werden also zur Smart Home-Zentrale, die sich zentral steuern lässt - direkt über den Speicher im Netz, einzurichten bequem über den Browser. Spinnt man das Ganze ein wenig weiter und baut in den eigenen vier Wänden diverse Z-Wave-Geräte ein, dann könnte man sich beispielsweise das Anschaffen eines günstigen Tablets für die Familie überlegen - und über jenes lässt man alles laufen. Die Fernbedienung für die Smart Home-Elemente quasi. 

©Carsten Knobloch / Übersicht über die im Test eingesetzten Smart Home Komponenten.

Viele Möglichkeiten

Natürlich muss das erst einmal eingerichtet werden und dies erfordert ein paar ruhige Minuten. Einfach anschließen und loslegen ist zwar ein frommer Wunsch, doch vor dem Vergnügen steht die Arbeit. Denn als Nutzer muss man die Z-Wave-Geräte erst einmal mit der Zentrale bekannt machen. Doch halb so wild - die Oberfläche bietet einen Assistenten an, der einiges über die Handhabe erklärt, zudem gibt es auch online jede Menge Handbücher zur Benutzung.

Die Möglichkeiten sind mannigfaltig, ja schier unbegrenzt, sodass ich hier nur in Bruchstücken auf die Funktion eingehen werde - denn durch die große Auswahl der Geräte sind einfach viele Möglichkeiten drin - und das Basteln mit diesen macht eine Menge Spaß.

Ich persönlich nutze auf Basis Z-Wave beispielsweise Bewegungsmelder, die mir in Abwesenheit nicht nur Benachrichtigungen auf das Smartphone schicken, wenn eine Bewegung festgestellt wurde. Sie fungieren auch als clevere Lichtschalter, die zeitgesteuert oder bei Bewegung die an Z-Wave-Steckdosen angeschlossenen Lampen aktivieren. Und nein, man braucht nicht einmal eine Z-Wave-Steckdose, es gibt mittlerweile auch Glühbirnen, die diesen Standard direkt verbaut haben. Ich kann so auf Geräte- aber auch auf Raumbasis alles Mögliche steuern.

 

©Carsten Knobloch / Über Wenn-Dann-Regeln können Smart-Home-Szenarien gebaut werden.

Innerhalb der Oberfläche lässt sich so beispielsweise der Raum „Wohnzimmer“ anlegen, in den ich Elemente einfügen kann. Bewegungsmelder. Lampen. Oder eben auch Lampen, die auf Basis Bewegungsmelder reagieren. Schöne neue und verknüpfte Welt. Um beispielsweise eine Glühbirne in unser neues Smart Home mit Z-Wave einzubinden, benötige ich den sogenannten Inklusionsmodus. Dabei wird die Glühbirne mit einer Zentrale verbunden. Typische Vorgehensweise? Glühbirne einschalten und im Menü der Zentrale den Inklusionsmodus wählen, Glühbirne sanft antippen - fertig.

Fazit

„Butter bei die Fische“ - diesen Satz kennen sicherlich viele Menschen. Falls mich Menschen zu meiner Meinung zum Thema fragen - wie lautet meine Antwort? Z-Wave selber hat in meinen Augen ein enormes Potential, fast sogar das größte von allen Herstellern am Markt. Aber: es muss sich etwas tun. Wer technisch beschlagen ist, der kann eine Unmenge damit machen. Die Tatsache, dass es unfassbar viele Anbieter von Sensoren auf Z-Wave-Basis gibt, erlaubt die modulare Erweiterbarkeit des Hauses in ein echtes Smart Home. Meiner Meinung nach darf das auch etwas einfacher geregelt werden. Wenn die Elemente erst einmal eingebunden sind, dann kann gebastelt werden. Das macht Spaß.

Doch mir persönlich fehlt oftmals das einfache, was ich auch meiner Schwiegermutter in die Hand drücken könnte. Die ist einfacher Anwender und wenn ich dieser mit „Wenn-dann“-Bedingungen kommen würde, dann würde diese mich vom Hof jagen oder zumindest auslachen. Z-Wave als smartes Beleuchtungssystem ist fantastisch, muss aber auch von jemandem installiert werden, der sich ein bisschen einarbeiten mag.

Wer dazu keine Lust hat und einfach nur nutzen will, der kauft sich da besser ein System von Philips. Zur Verteidigung von Z-Wave-Elementen darf aber auch erwähnt werden, dass viele Module einzelne Apps haben, über die sich bei einer Zipato Glühbirne beispielsweise die Farben steuern lassen. Man kann, muss diese App aber nicht nutzen - denn ich erwähnte es weiter oben - das Ganze kann plattformunabhängig im Browser genutzt werden.

Ein zentraler Datenspeicher wie die My Cloud von Western Digital ist in meinen Augen ein Pflichtprogramm und sollte in keinem Haushalt fehlen, wer ein wenig Einarbeitungszeit und Bastelei scheut, der sollte noch mit der Auswahl von Z-Wave noch warten - alle anderen bekommen eine wunderbare und flexible Lösung in die Hand, die schon fast als gutes Hobby durchgehen könnte.

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