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Küchen-Technik

Wenn der Kühlschrank anruft...

Das kennt jeder: Spätestens am Kühlregal im Supermarkt fragt man sich, ob noch genug Butter im Kühlschrank lagert. Neue Kühlschränke liefern Live-Bilder aufs Handy.

Die Idee vom vernetzten Kühlschrank geistert schon seit der Jahrtausendwende durch die Entwicklungslabore von Küchengeräteherstellern. Was wurde den Kunden nicht schon alles versprochen: Kühlschränke, die ihrem Besitzer den Einkauf abnehmen, auf verdorbene Lebensmittel aufmerksam machen oder Rezepte vorschlagen, die zum Kühlschrankinhalt passen. Nur gab es die bislang nur auf Messen zu bewundern, in die Läden haben es die smarten Geräte nie geschafft. Nun kommt langsam Bewegung in die Sache. Die ersten „intelligenten“ Kühlschränke gelangen zur Serienreife.

USA only: Kühlschrank mit Tablet

In den USA bietet Samsung beispielsweise den T9000 an. Darin steckt ein Android-Tablet im 10-Zoll-Format. Darüber lässt sich eine Einkaufsliste in der App Evernote erzeugen. Die synchronisiert sich dann automatisch mit den Smartphones der anderen Familienmitglieder. Richtig innovativ ist das aber nicht. Schließlich braucht es dafür keinen Kühlschrank mit eingebautem Tablet, das funktioniert auch mit jedem anderen handelsüblichen Smartphone oder Tablet wunderbar. Zudem gibt es für die Aufgabe inzwischen weit besser geeignete Apps, beispielsweise das kostenlose Bring!

Siemens-Kühlschrank liefert Fotos aus der Kälte

Siemens und das Schwesterunternehmen Bosch wollen es jetzt besser machen: In Kürze kommt ein neues Modell der IQ 500-Serie auf den Markt, das es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat. Der Kühlschrank verfügt über zwei eingebaute Internet-Kameras, die bei jedem Schließen der Kühlschranktür Fotos knipsen und diese an eine App senden. Wer dann also im Supermarkt sinniert, ob noch ausreichend Quark und Joghurt zu Hause sind, schaut einfach auf dem Smartphone nach. Warum Fotos und keine Echtzeit-Übertragung? Ein Live-Bild, wie bei Überwachungskameras üblich, würde wenig Sinn ergeben. Schließlich ist es bei geschlossener Tür im Inneren dunkel. Da müsste die Kamera schon mit Infrarot-Technik arbeiten.

Nicht nur Lebensmittel unter Kontrolle

Trotzdem ist der Nutzer immer auf dem neuesten Stand. Vergreift sich ein hungriger Mitbewohner am Inhalt, versorgt sich die App auf dem Smartphone per Internet mit den neuesten Bildern. Dabei sind die Kameras so angebracht, dass sich der Plünderer leicht identifizieren lässt. Im Laufe der Zeit lässt sich so auch einfach feststellen, wer stets die Süßigkeiten und andere Leckereien wegfuttert. Die Fotos lassen sich sogar per E-Mail, MMS oder Kurznachrichtendienst teilen. Darüber hinaus liefert die App „Home Connect“ praktische Hinweise zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln sowie ein Kochbuch, das Rezepte passend zu den vorhandenen Lebensmitteln vorschlägt.

© Fotolia / George M.

Sicherheitstechnik kaltgestellt

Zur Technik: Der Kühlschrank nimmt per WLAN Verbindung zum heimischen Router und darüber zum Internet auf. Bei den Kameras handelt es sich um spezielle Modelle aus der Unterwasserfotografie, die Kälte und Feuchtigkeit aushalten sollen. Sie verfügen über einen 5-Megapixelsensor sowie einen mechanischen Kameraverschluss, der sehr kurze Belichtungszeiten erlaubt. Dieser Bildsensor kommt auch in Sicherheitskameras zum Einsatz. Und wer weiß: Bedient sich ein hungriger Einbrecher am Kühlschrank, liefert womöglich der Kühlschrank aussagekräftige Beweisfotos. Zu den Preisen und genauem Marktstart der iQ500 A++ Kühl-Gefrier-Kombination äußerte sich Siemens bislang leider nicht.

Fazit

Bisher ist bei uns noch kein dermaßen smarter Kühlschrank auf dem Markt, Siemens und Bosch sind jedoch kurz davor, solche Geräte anzubieten. Man darf gespannt sein, wie sich diese Geräte in der Praxis bewähren werden.

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