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Title: Haushalt
Sprachsteuerung im Haushalt

Wenn der Kühlschrank aufs Wort hört

Immer mehr Haushaltsgeräte lassen sich per Sprache bedienen. Umfassende Vernetzbarkeit fehlt aber noch, weil nur wenige Geräte alle „Sprachen“ verstehen.

© Siemens / Mit der Produktreihe Home Connect will Siemens die Küche komplett vernetzen.

© Siemens / Mit der Produktreihe Home Connect will Siemens die Küche komplett vernetzen.

Bei vielen neuen elektronischen Errungenschaften kommt irgendwann der Punkt, an dem man vom spielerisch-neugierigen Entdecken genug hat und nach alltagstauglichen Anwendungen sucht.

So wird es nach und nach auch mit den vielfältigen sprachgesteuerten Geräten ablaufen. Eines Tages hat man schließlich oft genug Siri oder den Google Assistant gefragt, wie denn das Wetter wohl wird – und auf eine womöglich schlagfertige Antwort gehofft.

Markt mit Wachstumspotenzial

Ein hoffnungsvoller Zukunftsmarkt – da sind sich Hersteller und Branchenexperten einig – sind sprachgesteuerte Haushaltsgeräte. Aber nur dann, wenn sie dem Nutzer wirklich Arbeit abnehmen und nicht nur ein teures Spielzeug sind. Und da tut sich einiges.

© Bosch / Der Saugroboter Roxxter erstellt sich vor der Arbeit eine "Landkarte" des Hauses.

Saugroboter sind ja längst keine Neuerung mehr. Aber auch bei den kleinen, reinlichen Ufos wird die Sprachsteuerung zum Trend. So will Hersteller Bosch 2018 den Saugroboter Roxxter auf den Markt bringen. Via Alexa soll man dem Roxxter dann sagen können, wo genau er saugen soll, zum Beispiel in der Küche nach einem Malheur mit staubigen Backzutaten. Eine entsprechende Karte der Wohnung legt sich der kleine smarte Sauger vorher an.

Schon jetzt ist dagegen der Neato Botvac D7 Connected multilingual unterwegs: der Saugroboter verständigt sich über die Sprachassistenten Google Home, Siri und Alexa mit seinem Nutzer. Und wer gerade nicht in Hörweite ist, kann dem Sauger auch per Facebook zur Arbeit auffordern. Der Botvac D7 Connected wurde damit wohl zu Recht auf der IFA 2017 mit einem Innovationspreis ausgezeichnet.

Sprachsteuerung erobert Küchen

Neben den drolligen kleinen Helfern, die einem das lästige Staubsaugen abnehmen, avancieren aber auch immer mehr Großgeräte im Haushalt zu digitalen Servicekräften, die dem Nutzer Aufgaben abnehmen.

Hersteller Siemens ist seit Generationen Stammgast in unzähligen Küchen. Dort bringt das deutsche Unternehmen immer öfter auch Sprachsteuerung ins Spiel. Die vernetzbaren Haushaltsgeräte der Home-Connect-Reihe lassen sich zusätzlich zu einer eigenen App auch über Amazons Alexa steuern. So kann man nicht nur den Herd vorheizen oder die Abzugshaube anschalten, sondern sich nebenbei auch einen Espresso brühen und das Kochrezept vorlesen lassen – wenn die Küche entsprechend ausgestattet ist.

Auch Kühlschränke sollen in Zukunft immer mehr Aufgaben erhalten, als nur Lebensmittel frisch zu halten. In den Visionen der Produktentwickler übernehmen Kühlschränke die Funktionen eines Haushaltsmanagements.

Kühlschrank wird Familienmanager

Der Family Hub 2.0 soll dabei – so deutet es schon der Name an – zu einem Dreh- und Angelpunkt im Familiengeschehen werden. Möglich werden soll das auch über die Sprachsteuerung mittels Bixby, dem eigenen Samsung-Dienst. Entsprechend aufgefordert, zeigt der Kühlschrank auf einem hochformatigen Touchscreen nicht nur seinen Inhalt an (das spart Energie, weil nicht jedesmal die teuer erzeugte Kälte verloren geht), der Bildschirm fungiert auch als eine Art Schwarzes Brett, auf dem sich die Familie Termine notieren, Nachrichten mitteilen und natürlich einen digitalen Einkaufszettel schreiben kann.

© LG / Der InstaView-Kühlschrank zeigt auf dem Touchscreen, was in ihm steckt.

Ganz ähnliche Funktionen weist auch der LG-Kühlschrank InstaView mit seiner Door-in-Door-Technik auf. Verbunden mit Alexa erlaubt der Kühlschrank dann auch noch Zugriff auf eine ganze Reihe von Dienstleistungen. Ob es allerdings zwingend notwendig und nachhaltig ist, sich den fehlenden Joghurt beim Online-Handelsriesen zu bestellen, muss natürlich jeder für sich selber herausfinden.

Abseits von weiteren klassischen Küchengeräten wie Spülmaschine oder Mikrowelle sind auch schon sprachgesteuerte Waschmaschinen oder Trockner auf dem Markt. Hier sind nicht nur Branchengrößen wie Siemens stark vertreten, sondern auch beispielsweise auch das italienische Unternehmen Candy, das mit seiner Waschmaschine Bianca und anderen Geräten Sprachsteuerung über eine separate Smartphone-App ermöglicht.

Einheitliche "Sprache" fehlt noch

Und nicht nur bei allerlei Gerätschaften zur Hausarbeit sind die smarten Assistenten am Start. So hat der US-Hersteller Petrics eine Haustiermatte entwickelt, die Gewicht und andere gesundheitsrelevante Daten von Hund oder Katze erhebt und via Google Home oder Alexa Tipps zur richtigen Ernährung oder Beschäftigung gibt.

Google Home und Amazons Echo sind aktuell bei den Haushaltsgeräten gemeinsam mit der von Apple erstellten Sprachsteuerung am stärksten vertreten. Geht es zum Beispiel nach Samsung oder Microsoft, werden deren eigene Sprachsteuerungen Bixby und Cortana in Zukunft eine deutlich stärkere Rolle spielen.

So hat Samsung bereits ein Software-Kit herausgegeben, mit dessen Hilfe Entwickler passende Anwendungen für Haushaltsgeräte schreiben könnten – eventuell auch für andere Hersteller.

Microsoft kooperiert mit Alexa

Auch nach dem Willen von Microsoft soll Cortana ebenfalls zahlreiche Gerätesparten erobern. Eine entsprechend abgespeckte Internet-of-Things-Variante des Betriebssystems Windows 10 kursiert bereits. Zudem hat Microsoft eine Kooperation mit Amazon geschlossen, damit Cortana auch über Alexa geöffnet und gesteuert werden kann.

Keine Frage also, dass der Markt für smarte Haushaltsgeräte für die kommenden Jahre viel Dynamik verspricht.

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