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Title: Haushalt
Smart Home Basics

Wer mit wem? Der Kompatibilitäts-Check für das Smart Home

Woher weiß ich, welche Geräte im Smart Home wirklich zusammenpassen? Wir stellen euch die wichtigsten systemübergreifenden Smart Home-Lösungen vor samt Übersetzern wie Apple HomeKit und natürlich gibt es auch eine Webseite, die ihr für den Kompatibilitäts-Check nutzen könnt.

© geralt / pixabay

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Das Thema Smart Home bietet Einsteigern wie Profis ungeahnte Möglichkeiten in Sachen Hausautomation. Wie heißt es aber so schön: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Woher weiß ich aber, welche Geräte wirklich zusammenpassen? Kann ich eine smarte Philips Hue-Leuchte mit einer WLAN-Steckdose und einem DECT-Heizkörperthermostat in einem System miteinander vereinen? Natürlich geht das, es gilt im Vorfeld jedoch einiges zu beachten. Wir stellen euch die wichtigsten systemübergreifenden Smart Home-Lösungen vor samt Übersetzern wie Apple HomeKit und natürlich gibt es auch eine Webseite, die ihr für den Kompatibilitäts-Check nutzen könnt.

Drei All-in-One-Lösungen: Schwaiger, Zipato und Homee

Besonders am Anfang aber fällt es Smart Home-Einsteigern schwer, sich auf ein einzelnes System einzulassen. Auch, weil man gar nicht so genau weiß, wohin die Reise eigentlich gehen soll. Oder anders herum: plötzlich entdeckt man unterschiedliche Geräte, die genau das können, was man sich in den eigenen vier Wänden wünscht. Sie sprechen aber unterschiedliche Funksprachen. Hier helfen systemübergreifende Lösungen. Von Schwaiger gibt es mit mit dem Schwaiger4You System eine entsprechende Lösung. Natürlich die Zipabox nicht zu vergessen, die mit dem Zipatile derartiges im Angebot hat. Und auch das modulare System von Homee will hier Abhilfe schaffen. Darüber hinaus können aber auch sogenannte Übersetzungsplattformen wie Apple HomeKit helfen, verschiedene Systeme miteinander zu vereinen.

Aber Achtung: Was anfangs Sinn zu ergeben scheint, nämlich sich systemmäßig weit aufzustellen, kann im folgenden Smart Home-Ausbau durchaus für Probleme sorgen. Einer der Gründe liegt auf der Hand. So funktioniert beispielsweise Mesh-Networking nur innerhalb eines Netzes und nicht netzübergreifend. Das bedeutet, ein Z-Wave-Zwischenstecker verstärkt das Signal nur innerhalb des Z-Wave-Netzes. Auch die Kommunikation erfolgt nur innerhalb eines Netzes und nicht übergreifend.

Schwaiger Home4You: Das Hybrid-Gateway vom TV-Experten

Die Firma Schwaiger, bekannt aus dem Bereich TV und Empfangstechnik, bietet unter dem Label Home4You ein Hybrid-Gateway an. Dieses bietet neben Unterstützung für ZigBee- auch den Z-Wave-Funk an. ZigBee ist ein offener Funkstandard, wie er unter anderem auch von Philips Hue oder Osram Lightify genutzt wird.

© Chris Bertko / Schwaiger Gateway integriert Zigbee & Z-Wave Funk.

Neben dem Gateway bietet Schwaiger unter dem Home4You-Brand zudem auch verschiedene Geräte aus den Bereichen Sicherheit, Heizungssteuerung, Multimedia und Lichtsteuerung an. Bei diesen Geräten handelt es sich jedoch meist um OEM-Versionen. Dies bedeutet, sie tragen das Schwaiger-Logo, werden aber auch von anderen Anbietern unter anderem Logo angeboten.

Darüber hinaus bietet der Hersteller selbst auch WLAN-Multiroom-Lautsprecher an, welche ebenfalls in das Gesamtkonzept des Smart Home eingebunden werden können. So kann in der „Guten Morgen“-Szene nicht nur das Bad vorgeheizt und die Kaffeemaschine eingeschaltet werden, sondern auch schon der Lieblingsradiosender dank Multiroom-Funktion synchron in Küche und Schlafzimmer erklingen.

© SCHWAIGER / Home4You - Portfolioauswahl.

Zipato - Zipabox und Zipatile aus der Cloud

Der Fokus der kroatischen Firma Zipato liegt vorrangig in der Entwicklung von Smart Home Gateways, welche als sogenannte Cloud-Zentralen arbeiten. Das bedeutet, dass die Smart Home-Zentrale eine Verbindung zur Cloud, also einem zentralen Internet-Server benötigt. Hierbei arbeitet auch das „ZipaBox“ genannte Gateway als Übersetzer modular und lässt sich zielgerichtet um die Protokolle 433-MHz-Funk, ZigBee und EnOcean erweitern. Z-Wave ist bereits integriert. Neben diesen Steckmodulen gibt es zudem die Möglichkeit, ein Backup-Modul sowie einen 3G-Stick anzubinden – für den Fall des Stromausfalls oder dem Verlust der WLAN-Verbindung.

© Zipato / Modulare, cloudbasierte Smart Home Zentrale.

Während die Zipabox ihren Platz im Elektroschrank findet, ist die Zipatile für den Einsatz im Wohnzimmer gedacht. Es handelt sich auch hier um ein vollwertiges Gateway, welches boardmäßig über WLAN, Bluetooth, Z-Wave und ZigBee verfügt. Steckmodule sind für die Zipatile also nicht vorgesehen. Zudem bietet die Zipatile bereits ab Werk einige verbaute Sensoren wie zum Beispiel Temperatur-, Bewegungs- und Geräuschsensor sowie eine Kamera, ein Mikrofon und einen Lautsprecher. Zusätzlich ist darüber hinaus auch ein SIP-Server integriert. Das Anschließen an eine Tür-Video-Sprechanlage ist also ebenfalls möglich.

Das Zipato-System ist ideal für diejenigen, die bereits ein Kabelsystem wie KNX besitzen und dieses nun per Funk erweitern möchten. Doch auch die Möglichkeit, Temperaturen oder offene Fenster anzeigen zu lassen, machen die Zipatile interessant – solange eben die Anbindung an die Cloud gegeben ist.

Homee: Mit Funkwürfeln zum smarten Zuhause

Innerhalb der systemübergreifenden Systeme ist auch die modular aufgebaute Lösung Homee zu erwähnen. Das deutsche Startup bietet gemeinsam mit seinem Gateway namens „brain cube“ verschiedene sogenannte Funkwürfel an: für den offenen Standard Z-Wave, sowie für ZigBee und EnOcean. Im Brain Cube ist WLAN bereits integriert.

© Codeatelier / Homee - Modulare Smart Home Zentrale vereint viele Funksysteme.

So lassen sich in einem Homee-System beispielsweise via WLAN eine AVM FRITZ!DECT200-Steckdose mit einer Netatmo Wetterstation sowie einer ZigBee-Leuchte von Philips Hue verbinden – über die Funksystemgrenzen hinweg. Die Möglichkeiten sind hierbei dank der unterschiedlichen Portfolios praktisch grenzenlos. Homee ist also so etwas wie der Dolmetscher im babylonischen Sprachgewirr. Dieser eignet sich beispielsweise für diejenigen, die schon das eine oder andere Gerät ihr Eigen nennen und dieses auch im neuen Smart Home verwenden möchten. Die übersichtlich gestaltete, grafische Oberfläche macht den Homee zudem für Einsteiger zu einer guten Wahl.

Apple HomeKit: Der Übersetzer mit Siri-Sprachsteuerung

Einige Dolmetscher haben wir mit Schwaiger, Zipato und Homee nun schon kennengelernt. Es gibt allerdings auch Dolmetscher auf Software-Basis bzw. als Webdienst. Hier kommt unter anderem Apple ins Spiel. Dabei produziert der angebissene Apfel aus Cupertino keineswegs eigene Geräte, sondern bietet interessierten Unternehmen die Möglichkeit, eigene Produkte in Apples Ökosystem einzubinden. Die Schnittstelle hört auf den Namen Apple HomeKit.

© Apple / HomeKit ist eine Softwareschnittstelle.

HomeKit-Geräte kommunizieren entweder via Bluetooth oder WLAN mit Apples iOS-Geräten. Diese werden standardmäßig mit der App „Home“ ausgeliefert. Darüber hinaus können die Smart Home-Elemente ganz einfach eingesehen, hinzugefügt und miteinander verknüpft werden. Unabhängig vom Hersteller der Geräte bleibt die Einbindung kinderleicht. Zumindest solange, wie sie über das „Works with Apple HomeKit“-Siegel tragen, wie beispielsweise die Elgato EVE-Serie. War bis vor kurzem noch ein Chip sowie ein langwieriger Zertifizierungsprozess seitens der Hersteller nötig, um dieses Siegel zu bekommen, gibt es mittlerweile die Möglichkeit, auch bereits bestehende Geräte für dieses Siegel softwareseitig fit zu machen. Das Geräteportfolio wird in der Zukunft also noch deutlich anwachsen. Aber: Jedes Mal das iPhone aus der Tasche holen, nur um das Licht einzuschalten? Das ist weder praktisch, noch ist es komfortabel. Aus diesem Grund hat Apple die eigene Sprachassistentin Siri um die Steuerung der HomeKit-Geräte erweitert.

IFTTT: Applets für verschiedene Hersteller
 
Hinter der kryptischen Abkürzung IFTTT steht das englische „If this, then that“ („Wenn das, dann das“). Es handelt sich hier also um einen Automatisierungsdienst, der unter mithilfe sogenannter Applets (früher: Rezepte) stets wiederkehrende Routinen komfortabel automatisierbar macht.

© IFTTT / Der populärste Webautomatisierungsdienst: IFTTT.
IFTTT ist derzeit der populärste und auch umfangreichste Automationsdienst. Ob Philips Hue, Tado, Danalock oder Google Nest. Sie alle bieten eigene IFTTT-Schnittstellen. Neben der WENN-DANN-Logik gibt es noch eine weitere Aktions-Kategorie: „Do“ (Englisch für „machen“). Dies umschreibt Aktionen, die entweder per Knopfdruck oder per Zeittrigger, also zeitgesteuert, eine bestimmte Aktion ausführen. So lässt sich zum Beispiel mit „Do Camera“ mit einem Klick der gesamte Inhalt der Galerie auf dem Smartphone mit einem definierten Speicherort synchronisieren.
 
Übrigens: Wer bei dem Gedanken zögert, teilweise private Daten auf ausländischen Servern zu laden, für den gibt es natürlich Alternativen. Das von Conrad unterstützte Startup „Conrad Connect“ bietet zum Beispiel ähnliche Funktionen an ‒ und zwar auf deutschen Servern. Am Ende des Tages bleibt es natürlich eine Vertrauensfrage, und zwar nicht nur in Sachen Datenschutz, sondern auch, dass die Server stets erreichbar bleiben.

Fazit

Wie man sieht, gibt es für diejenigen, die sich nicht auf einen Standard festlegen wollen, um beispielsweise bereits vorhandene smarte ZigBee-Leuchten mit einem leistungsstarken Smart Home-System zu vereinen, durchaus gute Möglichkeiten. Um dieses Ansinnen durchzusetzen gibt es neben dem modularen Homee-System aus dem Ländle auch andere Lösungen wie die cloudbasierte Zipabox von Zipato. Am leichtesten dürfte aber natürlich auch der Griff zu Übersetzern wie Apple HomeKit plus Sprachsteuerung sein. Und wer wirklich ganz sicher sein möchte, ob die zum Kauf avisierten Geräte wirklich miteinander kompatibel sind: Auf der Webseite der Z-Wave-Allianz gibt es eine Kompatibilitätsliste vieler Geräte. Mit welchen Smart Home-Gateways diese kompatibel sind, siehe: http://www.zwave.de/kompatibilitaetsliste/.

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