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Smarte Blumenpflege

Wie das Internet der Dinge jeden zum Profi-Gärtner macht

Pflanzenanbau erfordert Wissen und Gespür. Technische Helfer sorgen dafür, dass man kaum etwas falsch machen kann.

Koubachi-Sensor in einem Blumentopf

© Koubachi AG

Langsam kehrt die smarte Technik auch in die Welt der Hauspflanzen ein: Mithilfe passender Gadgets kann man – auch ohne „grünen Daumen“ – die Gewächse im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank wunderbar in den Griff bekommen.

Schon einfache Anleitungen und Pflegetipps führen zu ersten Erfolgen: Das in der Schweiz beheimatete Unternehmen Koubachi bietet eine kostenlose Pflegeanleitung für Hauspflanzen als Android- und iOS-App an. Damit lassen sich Pflanzen selbst von absoluten Laien unkompliziert bestimmen. Um den Überblick zu behalten, erstellt man zunächst in der Koubachi-App eine virtuelle Übersicht aller Pflanzen, die zu pflegen sind. In der App werden Pflegehinweise für die unterschiedlichen Arten gegeben – etwa, wie häufig und wie intensiv gegossen werden sollte, welcher Dünger benötigt wird oder mit welcher Häufigkeit die Blätter zu besprühen sind.

Das System Koubachi
Schon eine App wie „Koubachi“ bietet wertvolle Tipps – für viele reicht ein solcher Guide für die Gartenpflege meist aus. Wer mehr möchte, kann einen Schritt weitergehen und die Pflanzenpflege smart machen, denn der Hersteller bietet für die App einen zusätzlichen Sensor an: Dieser kostet ungefähr 100 Euro für den Einsatz in der Wohnung und etwa 130 Euro für die robustere und wetterfeste Variante, die auch im Freien eingesetzt werden kann.

Der Koubachi in einem Salatbeet

Und so funktioniert der Koubachi-Sensor: Zunächst wird er an einem WLAN-Router angemeldet; dieser muss sich in Reichweite des Aufstellungsortes der Pflanze befinden, damit der Sensor seine Messwerte übertragen kann. Nach der Anmeldung wird der Stiel des Sensors in das Erdreich neben der Pflanze gesteckt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um gewöhnlichen Boden oder ein Granulat handelt. Der Sensor misst unter anderem Bodenfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Infrarotlicht und Umgebungstemperatur – und erkennt so, ob die Umweltbedingungen für die Pflanze in Ordnung sind. Die Zuordnung des Sensors zur genauen Pflanzenart wird mithilfe der bereits erwähnten App vorgenommen.

Alarm, bevor die Pflanze leidet

Einmal täglich überträgt der Sensor relevante Messdaten auf die Koubachi-Server, von wo sie per Internet-Browser oder Smartphone-App abgerufen werden können. Auch automatische Benachrichtigungen sind möglich; wenn der Boden beispielsweise nicht mehr feucht genug für die Pflanze ist, erscheint eine entsprechende Nachricht auf dem Smartphone. Auch ohne grünen Daumen lassen sich so anspruchsvolle und pflegeintensive Pflanzen bestens behandeln.

Hat man auf diesem Weg ein Gespür für den optimalen Umgang mit einer Pflanze gewonnen, darf der Sensor anschließend zu einem anderen Gewächs umziehen. Bis zu 27 Pflanzen lassen sich auf diese Weise mit einem Sensor betreuen. Für professionelle Bedürfnisse gibt es die Pro-Variante des Sensors für circa 200 Euro. Damit kann der Anwender selbst festlegen, wann Messungen stattfinden, die Auswertung ist präziser und die Daten lassen sich in Datenbanken einpflegen.

Parrot Flower Power

Etwas einfacher und auch günstiger ist das Pflanzensystem von Parrot: Der Sensor „Flower Power“ ist schon für knapp 50 Euro zu haben. Er nutzt allerdings weder WLAN noch Server, sondern überträgt die Daten der Pflanzen per Bluetooth zum Smartphone. Ein Datenabruf per Browser oder aus der Ferne mit dem Smartphone ist somit nicht möglich. Da man aber bei längerer Abwesenheit ohnehin nicht allzu viel für die Pflanzen tun kann, dürfte das in den meisten Fällen nicht besonders tragisch sein. Auch das Parrot-Gerät lässt sich den spezifischen Anforderungen einzelner Pflanzenarten anpassen – die Datenbank, auf die die Smartphone-App zugreift, umfasst mehr als 7.000 Arten.

Parrot Flower Power in einem Basilikumstöckchen

Schlauer Blumentopf

Auf der US-amerikanischen Unterhaltungselektronik-Messe CES 2016 hat Parrot ein weiteres Pflanzenpflegeprodukt vorgestellt: den Parrot Pot. Dabei handelt es sich um einen Blumentopf, der sich ganz selbstständig um die darin eingesetzte Pflanze kümmert. Dank eines Wasserreservoirs, das mehr als zwei Liter aufnehmen kann, übernimmt er sogar das Gießen über einen längeren Zeitraum hinweg. Ist man verreist, kann sich der Topf auf diese Weise für einen Monat autark um das Wohl der Pflanzen kümmern. Auch der Pot ist mit diversen Sensoren ausgerüstet und weist per App (auch hier ist die Verbindung per Bluetooth notwendig) darauf hin, wenn die Temperatur für die Pflanze nicht angemessen ist oder wenn es Zeit wird, sie mit Dünger zu versorgen. Für etwa 100 Euro soll der Pot im Frühjahr 2016 auf den US-amerikanischen Markt kommen; es bleibt abzuwarten, wann das Produkt auch hierzulande erhältlich sein wird.

Fazit

Auch wenn es zunächst eher wie Spielerei wirkt: Die digitale Unterstützung der Pflanzenpflege hat viele Vorteile. Zum einen sorgen die Geräte dafür, dass es Pflanzen auch in Haushalten ohne Blumenversteher gut geht. Und der Besitzer lernt dabei eine ganze Menge über die richtige Behandlung der Pflanzen. Dies wird mit gutem Gedeihen und in manchen Fällen üppigen Blüten belohnt.

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