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Alles über das smarte Wohnen

Clevere Technik

Wie man morgens Zeit und Nerven spart

Zwischen Aufstehen und Job ist immer zu wenig Zeit. Egal, wie sehr man sich beeilt. Umso besser, dass es einige Erfindungen jetzt für Entspannung sorgen

Dank smarter Technik haben auch Morgenmuffel alles im Griff.

iStock.com/Izabela Habur

Da lässt sich nichts dran rütteln, der Tag hat nur 24 Stunden. Aber ein bisschen mehr Zeit für sich kann man durchaus rausholen. Und entspannter in den Tag starten auch. Los geht’s bereits beim Aufwachen: Wie soll man beim dem schrecklichen Gebimmel oder Gepiepe schnöder Wecker bitteschön gut in den Tag starten? Allein den Alam abzustellen, ist im Dämmerzustand eine enorme Herausforderung. Einfacher – und eleganter – klappt’s mit der App „Winke-Wecker“ (iOS & Android). Ein leichter Wink mit der Hand reicht, und die Bewegungssensoren des Smartphones stoppen den Weckton. Wer dagegen morgens partout nicht aus den Federn kommen, lädt sich besser „Alarmy“ (iOS & Android) herunter. Denn um diesen penetranten Wecker abzustellen, muss man zwangsweise aufstehen. Erst nachdem der Nutzer ein Foto von einem bestimmten Gegenstand im Haus knipst, gibt der Wecker Ruhe.

Clever und smart im Bad

Auf ins Bad. Wer zur Badewannen-Fraktion gehört, kennt das „Analog-Problem“: Jeden Morgen gleicht es einer kleinen Wissenschaft, die richtige Wassertemperatur zu treffen, ohne zigmal nachjustieren zu müssen. Smarte Badewannen, etwa aus der Comfort Select-Serie von Kaldewei, versprechen Abhilfe: Hier genügt ein Knopfdruck, und es fließt aufs Grad genau temperiertes Wasser. Wer dagegen lieber unter der Brause steht, kann die Zeit unter der Dusche bereits für erste Telefonate nutzen. Dazu befestigen man einfach den Expower IPX 7(ca. 30 Euro) in der Dusche, einen kleinen wasserfesten Bluetooth-Lautsprecher. Damit lassen sich nicht nur den ersten Deal des Tages unter Dach und Fach bringen, man kann auch Nachrichten und Musik lauschen.

Apropos Nachrichten: Die kann man beim Zähneputzen gleich weiterverfolgen. Die elektrische Oral-B Pro 7000, die für ca. 130 Euro erworben werden kann, zeigt auf der zugehörigen App neben News und Wettervorhersage auf Wunsch auch gleich den persönlichen Kalender an.

Outfitberatung vorm Kleiderschrank

Ohne App geht’s natürlich auch vorm Kleiderschrank nicht mehr. Denn die immer wiederkehrende Frage „Was ziehe ich heute an?“ hat schon manchen zur Verzweiflung getrieben. „Mein Kleiderschrank“ (iOS) verspricht Abhilfe. Hat man sich einmal die Mühe gemacht, die eigenen Klamotten in den virtuellen Kleiderschrank zu sortieren, findet man viel schneller ein perfektes Outfit.

Hilfe beim Frühstückmachen

Wäre es nicht angenehm, wenn der heiße Kaffee und frisch aufgebackene Brötchen morgens schon in der Küche auf einen warteten? Mal sehen, wie ein smartes Frühstück heute aussieht: Ganz vorn dabei sind auf jeden Fall die Kaffeetrinker. Kein Wunder, zählt doch für viele Menschen der duftende Wachmacher zum morgendlichen Pflichtprogramm. Dementsprechend haben diverse Hersteller bereits fernsteuerbare Maschinen im Programm. Das Spitzenmodell ist dabei zweifelsohne der Scanomat Top-Brewer. Dabei handelt es sich um einen Einbau-Kaffeevollautomaten mit Bluetooth-Anbindung. Da die Technik vollständig im Tisch verschwindet, mutet der Top-Brewer wie ein Wasserhahn mit Abtropfbecken an. Viel spannender: Den Apparat kann man per Android- oder iOS-App mit dem Smartphone oder Tablet steuern. Nur sollte man am Vorabend nicht vergessen, den Becher unter dem Hahn zu platzieren. Je nach Tagesform hat man dann die Wahl zwischen Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato, normalen Kaffee oder auch heißer Schokolade und Milch. Der Haken an der Sache: Schon das kleine Modell „Scanomat Top-Brewer compact office“ schlägt mit 6.500 US-Dollar zu Buche. Die Pro-Variante kostet sogar 11.000 US-Dollar.

Mit einem Verkaufspreis von rund 1.400 Euro mutet der Saeco GranBaristo Avanti dagegen schon fast wie ein Schnäppchen an. Auch diese Kaffeemaschine lässt sich kabellos, etwa schon vom Badezimmer aus, per App steuern. Hier ist die Auswahl allerdings auf Apple- und Android-Tablets beschränkt. Damit gibt man nicht nur 16 verschiedene Heißgetränke aus der Ferne in Auftrag, sondern passt ganz nach Geschmack Stärke, Temperatur, Wasser- oder Milchschaummenge an. Besonders gelungene Kreationen kann man speichern, um sie mit Freunden zu teilen. Nachteil beider Geräte: Die Funktechnik Bluetooth bietet nur eine maximale Reichweite von 10 Metern, wobei Türen und Wände den Aktionsradius zusätzlich einschränken. Bett oder Bad sollten also nicht zu weit von der Maschine entfernt sein.

Auch für Teetrinker ist gesorgt: Zum Beispiel mit dem iKettle, einen smarten Wasserkocher, der sich ins heimische WLAN einklinkt. Per App kann man heißes Wasser bestellen, egal wo man sich gerade im Haus befindet. Ist die richtige Temperatur erreicht, wird man informiert – und muss nur noch den Tee aufbrühen. Alternativ kann man auch einen Zeitplan einrichten, etwa so, dass jeden Morgen um 7 Uhr Ihr Teewasser bereitsteht. Unterschiedliche Temperaturen für unterschiedliche Teesorten gehören zu den weiteren Funktionen des modernen Wasserkochers. Allerdings ist dieser Spaß mit rund 150 Euro ebenfalls alles andere als günstig, auch wenn der iKettle mit einem Fassungsvermögen von 1,8 Litern und bis zu 1.850 Watt Leistung glänzt.  

Fehlen nur noch die frisch aufgebackenen Brötchen. Hier hat Bosch/Siemens mit der Home-Connect-Serie interessante Produkte im Programm. Die Backöfen etwa lassen sich per iOS- oder Android-App übers WLAN fernsteuern. So hat man die Möglichkeit, beispielsweise Start- und Endzeit, Gardauer, Heizart sowie Temperatur zu bestimmen. Zum Beispiel beim Modell Bosch CSG656RB6 (ab rund 2.300 Euro ). Bleibt nur die Frage, ob die Brötchen noch schmecken, wenn sie bereits seit dem Vorabend im Backofen liegen...

Fazit

Der Morgen lässt sich schon heute mit smarter Technik angenehmer gestalten. Und Zeit spart man obendrein. In den nächsten Jahren wird sich in diesem Bereich sicher noch einiges tun. Bis dahin kann man es auch noch mit einem bewährten Mittel probieren: Am Vorabend bereits den Morgen planen – allein dadurch wird es schon viel entspannter.

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