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Zu viel Wasser, zu wenig Wasser?

Z-Wave Wassersensor überwacht den Brunnen

Wassersensoren erkennen, ob Wasser da ist – oder eben nicht. Diese Eigenschaft lässt sich auch im smarten Garten zu Nutze machen. Etwa beim Regentank, beim Brunnen oder einer Zisterne.

schulzie / Fotolia.com

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So trivial ein Gerät erscheint, das eigentlich nur zwei Zustände melden kann (Wasser erkannt – kein Wasser erkannt), so vielseitig einsetzbar ist es mit ein wenig Einfallsreichtum. Zuerst denkt man natürlich immer an das Anwendungsgebiet Sicherheit. Der Wassersensor soll Alarm auslösen, wenn irgendwo Wasser auftritt, wo keins hingehört: Zum Beispiel an der Waschmaschine, unter der Spülmaschine oder im Bereich von Rohrleitungen, wie etwa im Keller. Dies ist auch das häufigste Anwendungsbeispiel, das die Hersteller nennen.

© Chris Bertko / Klassischer Einsatzort eines Wassersensors: bei der Waschmaschine.

Denkt man aber mal an Bereiche, an denen standardmäßig Wasser sein sollte, so kommt man recht schnell auf neue (smarte) Anwendungsgebiete. Wer Haustiere hat, etwa Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Co., der sollte vor allem bei den aktuellen Temperaturen darauf achten, dass diese immer ausreichend Wasser haben. Wie eingangs beschrieben, erkennen die Wassersensoren im Smart Home beide Zustände: Wasser vorhanden – oder eben nicht. So könnte ein Szenario sein, das der Wassersensor eine Push-Mitteilung sendet, wenn das Wasser in der Tränke leer ist. Die Konfiguration des Wassersensors und die Erstellung der Szene in der Smart-Home-Zentrale ist identisch mit der aus dem Artikel, in dem es um die Erinnerung ans Blumengießen ging.

Denken wir nun mal in einer anderen Größenordnung, an noch mehr Wasser... Vielleicht ein Brunnen oder eine Zisterne?

© Chris Bertko / In einem Brunnen kann ein Wassersensor sehr praktisch sein.

Auch hier sollte immer Wasser vorhanden sein. Wir haben bereits über Oilfox berichtet. Wenn er denn mal im Markt verfügbar ist, ist er sicher eine interessante Einzellösung, um einen detaillierten Überblick darüber zu erhalten, wie viel Wasser noch im Tank bzw. der Zisterne ist. Allerdings hat er für unser Smart Home zwei Nachteile: Der Oilfox wird zunächst als Einzellösung per App angeboten und so nicht in andere Systeme integrierbar sein. So kann er keine Aktoren in einem Smart Home steuern. Der Oilfox arbeitet mit Ultraschall und kann so den Abstand bis zur Flüssigkeitsoberfläche sehr genau bestimmen. Dies funktioniert aber nur bis maximal zwei Meter, da ab dieser Entfernung die Ultraschallwellen von zu vielen Dingen wie Tank- oder Brunnenwänden reflektiert werden.

Ein Smart Home Wassersensor mit Ultraschall gibt es für Z-Wave Smart Home Systeme leider noch nicht und selbst wenn es ihn geben würde, hätte auch dieser das Problem der reflektierenden Ultraschallwellen ab zwei Meter. Das erste Problem kann man aber mit einem Z-Wave Wassersensor lösen. Er kann natürlich nicht die exakte Füllmenge anzeigen, aber in den meisten Fällen hilft es schon, einen Schwellenwert zu kontrollieren. Beispielsweise einen Wasserpegel, ab welchem eine Wasserpumpe nicht mehr angehen soll, da der Saugschlauch sonst aus dem Wasser ragen und Luft ziehen würde. Oder ein Pegel, ab dem die Pumpe aktiviert werden soll, damit die Pumpe, die beispielsweise unter dem Brunnenring montiert ist, nicht „absäuft“. Für diese Fälle eignet sich der Wassersensor von Everspring recht gut. Er hat zum einen die IP Schutzklasse 44 und ist somit für den Außeneinsatz geeignet, zum anderen ist direkt ein fünf Meter langes Kabel mit einem Wassersensor montiert. 

© Chris Bertko / Der Everspring Wassersensor ist für den Außeneinsatz geeignet.

So könnte das Ganze dann aussehen:

Im Lieferumfang des Everspring Wassersensors sind kleine Halterungen, die man natürlich einzeln an die Brunnenwand schrauben könnte. Da man aber nicht unbedingt den Brunnen herabsteigen muss, kann man das Kabel des Everspring Wassersensors auch einfach am Saugschlauch der Pumpe befestigen. Der Wassersensor selbst lässt sich via Halterung aus dem Lieferumfang – am besten außen aufgrund besserer Funkeigenschaften – am Brunnen befestigen.

© Chris Bertko / Das Kabel des Sensors wird am Saugschlauch der Pumpe befestigt.

Der Wassersensor soll genutzt werden, um zu verhindern, dass das Wasser zu stark ansteigt und die Pumpe, die im Brunnen unter dessen Brunnendeckel befestigt ist, Schaden nimmt.

© Chris Bertko / Zur Installation muss man nicht den Brunnenschacht hinunterkrabbeln.

Das Szenario ist recht einfach:

Der Wassersensor ist der Trigger und wird in der WENN-Bedingung geprüft, die so aussieht:

© Quelle: Chris Bertko

In der WENN-Bedingung wird die Aktion festgelegt, in diesem Fall schaltet man die Pumpe an. Natürlich möchte der Nutzer in dieser Situation informiert werden, damit er gegebenenfalls auch manuell Maßnahmen ergreifen kann. Gut, dass man mehrere Aktionen definieren kann. Somit setzt man hier ein UND verknüpft eine weitere Aktion, in der noch eine Benachrichtigung, (die zuvor unter dem Menüpunkt: Steuerung > Meldungen definiert wurde) hinzugefügt wurde.

© Quelle: Chris Bertko

Mit einem zweiten Everspring Wassersensor kann im Übrigen der zweite, vorhin angesprochene Fall abgedeckt werden, falls der Brunnen mal leerläuft. Dieser Fall ist gerade bei Saugschläuchen sehr ärgerlich, da man dann im Nachgang manuell Wasser im Saugschlauch auffüllen muss, damit die Pumpe wieder anläuft.  Somit würde die Szene im Fibaro Home Center wie folgt aussehen:

© Quelle: Chris Bertko

Zu beachten ist hierbei, das als Trigger der Wassersensor sowie auch der Zwischenstecker für die Pumpe dient. Somit wird verhindert, dass die Pumpe zu einem späteren Zeitpunkt nochmal angeht (eventuell zeitgesteuert), wenn kein Wasser im Brunnen vorhanden ist.

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