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Für Hobbymeteorologen

Z-Weather für Z-Wave liefert Wetter- und Umweltdaten

Seit kurzem hat Z-Wave mit Z-Weather einen Windmesser im Angebot. Wir erklären, was er kann und wie er im Smart-Home-System angelernt wird.

© Popp

© Popp

Nur durch verschiedene Sensoren, die unterschiedlichste Messwerte an die Smart-Home-Zentrale liefern, wird unser Smart Home erst intelligent. So kann ein Smart Home zum Beispiel Komfort schaffen, wenn die Zentrale die aktuelle Innenraumtemperatur kennt, indem es die Heizungsventile öffnet bzw. schließt. Oder Lichter werden automatisch eingeschaltet, wenn Bewegung erkannt wird. Fenster werden geöffnet, wenn der CO2-Wert oder die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist. Ein Smart Home kann aber auch Sicherheit schaffen, wenn Fenstersensoren den Status des Fensters überwachen – zugleich helfen diese, Energie zu sparen, indem die Heizungsventile beispielsweise geschlossen werden, wenn das Fenster zum Lüften geöffnet wurde.

Aber nicht nur die Sensoren im Haus sind wichtig, sondern auch Wetter- und Umweltdaten sind für die Hausautomatisierung von großer Bedeutung. So können Jalousien und Rollos bei böigem Wind oder gar Sturm herunterfahren, um die Fenster zu schützen. Raffrollos und Markisen können eingefahren werden, aber auch bei hoher Außentemperatur ist es sinnvoll, die Jalousien zu schließen, damit die Räume innen angenehm kühl bleiben.

© Popp / Der Z-Weather Windmesser liefert neben der Windgeschwindigkeit noch viele zusätzliche Daten.

Trotz mehr als 1.400 Produkten im Z-Wave Portfolio gibt es erst seit kurzem einen Z-Wave Windmesser. Dafür liefert dieser aber nicht nur Daten über die Windgeschwindigkeit, sondern zusätzlich auch noch:

  • Temperatur
  • Helligkeit
  • Luftfeuchtigkeit
  • Luftdruck
  • Taupunkt

Darüber hinaus ist der Multisensor Z-Weather energieautark. Angetrieben von der Sonnenenergie, wird darüber eine kleine Pufferbatterie im Gerät geladen. Ein Energiemanagement variiert (auf Grundlage der Ladekapazität dieser Batterie) das Aufwachintervall – also den Zeitabstand in welchem die Messdaten an die Smart Home Zentrale gesendet werden. Außerdem wird immer genügend Energie zurückgehalten, um böige Winde sofort zu melden. Der Grenzwert hierfür kann in m/s selbst definiert werden.

Z-Weather am Smart Home System anlernen

Der Wind- und Multisensor wird unmontiert geliefert. Allerdings begrenzt sich die Montage lediglich auf das Befestigen der Windschaufeln am Gerät. Schrauben und Muttern liegen im Lieferumfang bei, sodass die Montage nicht mehr als zehn Minuten in Anspruch nimmt. Danach muss der Z-Weather erst einmal für sechs bis zwölf Stunden in die direkte Sonne, damit dieser sich aufladen kann.

Der Anlernvorgang gestaltet sich bei allen Smart Home Gateways ähnlich: Zunächst muss das Smart-Home-Gateway in den Anlernmodus (Inkludmodus) gebracht werden, danach der Z-Weather, sodass sich beide Geräte verbinden. Und so geht’s im Einzelnen:

Fibaro HCL und HC2

Im Fibaro Home Center geht man dazu in der Weboberfläche auf die Registerkarte: „Module“. Dort links auf den Menüpunkt „Lösche oder Füge Gerät hinzu“. Dort wird der Anlernmodus über den Button „Hinzufügen“ gestartet.

Quelle: Chris Bertko

Nun dreimal schnell hintereinander die Taste an der Unterseite des Z-Weather drücken. Danach sollten sich beide Geräte verbinden und jede Funktion des Z-Weather wird als ein eigenes Element im Fibaro Home Center dargestellt werden.

Quelle: Chris Bertko

Devolo Home Control

Im Smart Home System von Devolo lässt sich der Z-Weather wie folgt anlernen: Hier in der Weboberfläche auf den Menüpunkt „Geräteübersicht“, dort das Dropdown auf „Andere Geräte“ schalten, danach „Z-Wave Gerät“ auswählen und schon startet der Inkludmodus der Devolo Zentrale. Nun auch hier dreimal hintereinander den Taster an der Unterseite des Z-Weather drücken.

 Quelle: Chris Bertko

Danach stehen auch hier alle Messdaten des Z-Weather in der Weboberfläche zur Verfügung. Ein Bonus für alle Devolo Home-Control-Nutzer: Die Zentrale packt alle Daten in ein grafisches Diagramm, so dass man den Verlauf perfekt nachvollziehen kann.

Quelle: Chris Bertko

Zipabox und Zipatile

Natürlich kann der Z-Weather Multisensor auch an beiden Gateways aus dem Hause Zipato verwendet werden. Zum Inkludieren wie gewohnt den Anlernmodus auf der Weboberfläche starten. Eine kleine Besonderheit der Zipabox gegenüber anderen Gateways ist, dass diese zuerst den Exclud Modus startet, um sicherzustellen, das dass Gerät vor dem Anlernen auf Werkseinstellungen zurückgesetzt wird. Daher zunächst dreimal hintereinander den Taster am Z-Weather für den Exclud Modus drücken, danach (wenn dieser erfolgreich war) startet der Includ Modus. Nun hier nochmals dreimal hintereinander den Taster am Z-Weather drücken.

Quelle: Chris Bertko

Nun stehen auch alle Messwerte im Zipatosystem zur Verfügung. Eine Empfehlung für dieses System: Da das Aufwachintervall variiert und sich das Z-Weather bis zu fünf Stunden mal nicht am Gateway meldet, muss hierfür der Aufwachintervall auf 286 Minuten gestellt werden, damit der Z-Weather nicht als „totes“ Modul im System erscheint.

Quelle: Chris Bertko

Z-Way auf der WD MyCloud und dem RaspberryPi

Benutzer der Z-Way App, welche es unter anderem im App Store der WD MyCloud NAS gibt (hier gibt es einen Artikel dazu) klicken auf der Weboberfläche oben rechts auf das Zahnrad, dort auf „Geräte“. Hier in der Auswahl das Protokoll „Z-Wave“ anklicken und den Anlernmodus über den Button: „Neues Z-Wave Gerät automatisch hinzufügen“ starten.

In der Z-Way Oberfläche erscheint nun für jeden Messwert ein eigenes Element.

Quelle: Chris Bertko

Tipp: Zwar bietet Z-Way ein solch schickes Diagramm nicht „out-of-the-box“, Nutzer von Z-Way auf einem Raspberry Pi können dies aber im Handumdrehen nachinstallieren. Hierzu benötigt man zum einen die App „Sensor Values Logging“, die man im Z-Way App Store (ebenfalls oben rechts über das Zahnrad, dann Anwendungen) findet, und zum anderen das kleine Tool „Visualization-Charts vor SensorValuesLogging Module“. Infos dazu gibt es unter http://forum.z-wave.me/viewtopic.php?f=3424&t=21299.

Danach können auch mit Z-Way alle Messwerte grafisch im Verlauf dargestellt werden.

In der Z-Way Oberfläche erscheint nun für jeden Messwert ein eigenes Element.

Jalousien und Markisen per Geräteverknüpfung steuern

Wie Anfangs beschrieben, ist der Z-Weather vollständig energieautark und ein Energiemanagement variiert das Aufwachintervall. Da es teilweise (vor allem Nachts) mehrere Stunden dauern kann, bis der Z-Weather Multisensor erneut Werte an die Smart Home Zentrale übertragt, ist es nicht zu empfehlen, Jalousien, Rollos oder Markisen mit den Messwerten per Szene über das Gateway zu steuern.

Hierfür sollten die Gerätedirektverknüpfungen – sogenannte Assoziationen – genutzt werden. Das Energiemanagement des Z-Weather lässt den Pufferspeicher niemals gegen Null gehen. Es wird immer eine Restspannung vorgehalten, um über genau diese Assoziationen die Geräte steuern zu können, falls eine zuvor definierte Windgeschwindigkeit erreicht oder überschritten wird.

Diese Assoziationen findet man in den erweiterten Einstellungen des Z-Weather in der Weboberfläche der jeweiligen Smart-Home-Zentrale (außer in dem Devolo Home Control – dort ist das Setzen von Assoziationen nicht möglich).

  • Fibaro: Module – Z-Weather wählen – Tab „Erweiterte Einstellungen“ – Button Assoziationen
  • Z-Way: IP-des-Gateway:8083/expert – Devices – ZWeather – Association groups
  • Zipato: Unter „allgemeine Messgeräte“ – Z-Weather – Konfiguration

Quelle: Chris Bertko

Der Grenzwert für böigen Wind ist Standardmäßig 6 m/s (22 km/h). Dies kann im Parameter 1 variiert werden. Hier sind Werte zwischen 0-30 m/s möglich (1m/s = 3,6 km/h ; 1 km/h = 0,28 m/s).

Ein weiterer Vorteil der Assoziationen ist, dass diese auch funktionieren, falls das Gateway mal nicht erreichbar oder gar Defekt ist. Neben einer Assoziationsgruppe hat der Z-Weather Multisensor auch zwei weitere Assoziationsgruppen, welche Lichter bei Einbruch der Dunkelheit einschalten und bei Sonnenaufgang wieder ausschalten können. Praktisch für die Außenbeleuchtung oder die LED-Wegbeleuchtung im Garten.

Fazit

Wer Jalousien und Markisen in seinem Z-Wave Smart Home steuern möchte, der sollte sich den Z-Weather Multisensor ansehen. Aber auch Hobbymeteorologen wird dieser sicher viel Freude bereiten.

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