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Title: Sicherheit
Einbruchschutz

Ab in den Urlaub: Smarte Sicherheit für zu Hause

Weihnachtszeit ist Einbruchzeit. Damit nicht andere die Bescherung übernehmen, sollte man einige Tipps beachten – und die richtige Technik nutzen.

© ricardoreitmeyer / Fotolia

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In den Winterferien ist das Risiko, dass Einbrecher die Abwesenheit von Hausbesitzern ausnutzen, besonders hoch: Die einen Bewohner besuchen an mehreren Tagen Verwandte und Freunde, die anderen fahren sogar gleich ganz in Urlaub – und die dunkle Jahreszeit tut ihr Übriges, um ungewöhnliche Aktionen zu verschleiern. Umso wichtiger ist es, auf die Feiertage gut vorbereitet zu sein.

Tipp 1: Alle Öffnungen checken

Tatsächlich muss man den simpelsten aller Sicherheitshinweise gebetsmühlenartig wiederholen, schleicht sich im Alltag doch so manche Fahrlässigkeit ein. Wenn man das Haus verlässt, und sei es auch nur für relativ kurze Zeit, sollte man sich fragen: Sind alle Außentüren und Fenster geschlossen? Aber bitte nicht die Türen nur zuziehen, sondern „richtig“ abschließen, damit sich die Sicherheitsbolzen in den Rahmen ziehen.

Tipp 2: Bei Bedarf nachrüsten

Wer gerade ein neues Haus plant oder über eine Renovierung oder Sanierung des alten Hauses nachdenkt, sollte direkt in sogenannte „einbruchhemmende“ Sicherheitstechnik investieren: Türen, Fenster und Schlösser, die mit entsprechenden Schließzylindern ausgestattet sind. Fenster sollten Schließbleche haben, die mit dem Rahmen verschraubt sind, außerdem spezielle „Pilzkopfzapfen“ und Griffe, die sich nicht so leicht aufhebeln bzw. aufbohren lassen. Dabei sollte die sog. Widerstandsklasse mindestens RC2 betragen. Diese Maßnahmen können die Zeit für den Einbruch so immens verlängern, dass die meisten Einbrecher aufgeben.

Umfassende Informationen zur Nachrüstung liefert die Kampagne „Nicht bei mir!“, eine Initiative für aktiven Einbruchschutz, die vom Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes unterstützt und von zahlreichen Fachverbänden getragen wird. Die Initiatoren weisen auf Sicherheitslücken in Haus, Wohnung und Büro hin, informieren über wirksame Vorsichtsmaßnahmen und zeigen Wege zur fachlichen Beratung auf.

 © Innogy / Smarte Unterstützung beim Einbruchschutz bietet zum Beispiel das Starter Kit von Innogy.

Tipp 3: Anwesenheit vortäuschen

Wenn morgens zur Frühstücks- und abends zur Fernsehzeit verschiedene Lampen im Haus zu unterschiedlichen Zeiten eingeschaltet werden und noch dazu für „Außenbeobachter“ deutlich sichtbar der Fernseher im Wohnzimmer läuft, dürfte das Risiko eines Einbruchs gegen Null tendieren. Die Lampenschaltung erreicht man mit einer einfachen Zeitschaltuhr (gibt‘s auch witterungsgeschützt für draußen, etwa für Balkonlampen), die Vortäuschung eines laufenden Fernsehers mit einem „TV-Simulator“, z. B. von Olympia. Der kann sich sogar automatisch bei Dämmerung aktivieren und liefert ein täuschend echtes Lichtbild durch zwölffarbige LEDs. Übrigens: Rollläden und Beleuchtung kann man längst auch bequem von unterwegs vom Smartphone aus steuern.

Tipp 4: Abwesenheit nicht herausposaunen

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen sich in sozialen Netzwerken in den Urlaub verabschieden und dabei vergessen, dass sie damit auch ein leeres Haus oder eine leere Wohnung hinterlassen – am besten noch kombiniert mit persönlichen Informationen wie Adresse oder Telefonnummer auf einer privaten Webseite oder in Facebook & Co. Unerwünschte Besucher könnten auf diese Weise sogar einen Testanruf machen, um sich zu überzeugen, dass niemand daheim ist. Dann sollte auch auf dem Anrufbeantworter keine Ansage zu hören sein, dass man in den Urlaub gefahren ist.

Tipp 5: Die Nachbarn informieren

Aufeinander Acht geben ist immer gut – vor allem, wenn man nicht zu Hause ist, damit sich kein ungebetener Gast einschleicht. Deshalb am besten den Nachbarn vorher Bescheid geben und auch um die regelmäßige Leerung des Briefkastens bitten, denn ein überquellender Briefkasten ist ein klares Indiz für Langfinger, dass die Bewohner nicht zu Hause sind. Deshalb am besten auch Zeitungs-Abonnements für die Urlaubszeit abbestellen.

Tipp 6: Überwachungstechnik schreckt ab

Mit den heutigen Smart-Home-Lösungen, in die sich beispielsweise auch Überwachungskameras integrieren lassen, erreicht man zweierlei: Im Idealfall schrecken sie potenzielle Einbrecher ab, so dass es erst gar nicht zu der kriminellen Handlung kommt. Entweder sind die Systeme von außen erkennbar, oder zum Beispiel schlagen Fenstersensoren bei Berührung des Rahmens an, so dass sofort im Zimmer Licht angeht. Aber selbst wenn die Einbrecher sich nicht abschrecken lassen, entsteht vielleicht genügend Beweismaterial zur späteren Identifizierung. Oder die Polizei kann noch rechtzeitig am Tatort eintreffen, weil man den Einbruch im Urlaub auf dem Smartphone signalisiert bekommt.

© Netatmo / Mit smarten Überwachungskameras kann man auch von unterwegs einen Blick ins zu Hause werfen.

Nahezu alles lässt sich heute miteinander vernetzen: Überwachungskameras, Bewegungsmelder, Lampen, Fenstersensoren – sogar Luftqualitätssensoren, die bei einer Erhöhung des Kohlenstoffdioxidgehalts (= ein Mensch ist im Raum) Alarm schlagen. Eine praktische Übersicht zu Sicherheitsprodukten hat MediaMarkt ins Netz gestellt, und auch hier bei smart-wohnen.de gibt es regelmäßige Produktvorstellungen.

Ein paar Beispiele: Besagte Fenstergriffe, die bei einem Einbruchsversuch Alarm schlagen, gibt es zum Beispiel von ABUS, und Lichtschranken von Olympia bemerken ungebetene Gäste. Die Netatmo-Überwachungskamera „Welcome“ ist nicht nur ein praktisches Gimmick für den Alltag, sondern schickt auch Bilder aufs Smartphone.

© Smartfrog Services GmbH / Die Überwachungskamera Smartfrog lässt sich schnell und leicht einrichten.

Richtet sich die Firma Egardia mit ihrem kompletten Alarmanlagen-Set fürs Smart Home eher an Versierte, ist die Kamera Smartfrog (gibt‘s sogar ohne Einstiegskosten im monatlichen Abo) eher ein Tipp für schnelle Anschlussfreudige. Details zum Thema Kameras liefern die Smart-Wohnen-Beiträge „All-in-one-Kameras im Vergleich“ und „Der große Überwachungskamera-Ratgeber“.

Tipp 7: Altes Smartphone als Kamera einsetzen

Wer ein ausgedientes Android-Smartphone herumliegen hat und vor monatlichen Kosten für eine einfache Internet-SIM-Karte nicht zurückschreckt, kann sich den „Haussitter“ einfach selbst basteln – durch Download einer App wie „BabyMonitor“ oder „Babyphon (Baby Monitor)“. Das Prinzip ist das gleiche wie bei der Baby-Überwachung: Bei verdächtigen Geräuschen wählt die App eine festgelegte Telefonnummer. Soll stattdessen bei Bewegungen ausgelöst werden, empfiehlt sich die App „Motion Detector Pro“ – diese schickt die Aufnahme als Link per E-Mail oder SMS.

Tipp 8: Einen richtigen Aufpasser mieten

Auch das geht – und nennt sich „Haussitting“. Professionelle Aufpasser schauen täglich nach dem Rechten oder wohnen sogar durchgehend im Haus oder in der Wohnung, während die Besitzer im Urlaub sind. Laut dem Verband der Deutschen Haushüter-Agenturen gibt es ab 10 Euro Stundenlohn verschiedene Dienstleistungen, einen Kontrollgang ab etwa 20 Euro, ganze Tage schon ab 50 Euro. Was auf den ersten Blick vielleicht nicht billig wirkt, relativiert sich je nach (teurem) Urlaubsziel. Und wird statt Bargeld über elektronische Wege gezahlt, lassen sich sogar 20 Prozent der Kosten steuerlich geltend machen. Es geht doch nichts über die richtig smarte Home-Lösung.

Fazit

Das Risiko eines Einbruchs lässt sich wohl nie ganz auf Null herunterschrauben – wer wirklich einbrechen will, der schafft es leider auch. Doch hält man sich an die wichtigsten Verhaltensregeln und beugt mit moderner Sicherheitstechnik vor, hat man zumindest ein gutes Gefühl, wenn man das Haus verlässt. Der nächste Urlaub kann also kommen.

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