Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Sicheres Zuhause

ABUS Smartvest – der Bodyguard für die eigenen vier Wände

ABUS verspricht mit dem Alarmsystem Smartvest eine zuverlässige Alarmanlage, die jeder installieren kann. Ob das funktioniert?

Abus Alarmanlage in einem Wohnzimmer

© ABUS AUGUST BREMICKER SÖHNE KG

Die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2015 belegt, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr von 152.123 auf 167.136 Fälle gestiegen ist. Das entspricht einem Plus von 9,9 Prozent. Fakt ist aber auch, dass zahlreiche Einbruchsversuche scheitern. Verantwortlich ist dafür in vielen Fällen die richtige Sicherungstechnik. Neben aufmerksamen Nachbarn sowie einbruchshemmenden Fenstern und Türen ist eine Alarmanlage ein besonders effektiver Schutz, um Einbrecher fernzuhalten. Wer sich nach einem geeigneten Alarmsystem beim Fachmann umschaut, wird aber oft vom hohen Preis abgeschreckt. Gerade der Installationsaufwand schlägt dabei nicht selten derart hoch zu Buche, dass Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung auf den Schutz verzichten. ABUS will dieses Problem beheben und verspricht für die Smartvest-Alarmanlage eine Plug-and-Play-Konfiguration. Wir haben es ausprobiert.

ABUS Smartvest-Alarmsystem als Sets

Viele Komponenten, schneller Anschluss

Der erste Schritt zur Installation des Funkalarmsystems ABUS Smartvest ist die Einrichtung der Basisstation. Die wird einfach mit dem Netzstecker und einem Router, wie der Fritz!Box verbunden. Eine LED an der Frontseite des Gehäuses quittiert, dass eine Verbindung zum Internet hergestellt werden konnte. Für die Konfiguration des Systems stellt ABUS eine kostenlose App zur Verfügung, die für Apple- und Android-Geräte erhältlich ist. Erfreulich ist, dass die komplette Einrichtung der Anlage über das Smartphone erfolgt. Damit das klappt, müssen sich Basisstation und Handy nur im selben Netzwerk befinden. Per Fingertipp können wir der Station so einen Namen zuweisen und ein Firmware-Update aufspielen, um die Zentrale auf den neuesten Stand zu bringen.

Die Basisstation der ABUS Smartvest in einem Esszimmer

Nachdem die Vorbereitung abgeschlossen ist, geht es an die Einrichtung der Komponenten, im Fachjargon als „anlernen“ bezeichnet. ABUS bietet die Smartvest-Alarmanlage mit Tür-Fenster-Kontakten, Bewegungsmeldern, Funksteckdosen, einer Außensirene und einem Handsender zum Scharfschalten beziehungsweise Deaktivieren des Systems. Ein Rauch-Hitze-Warnmelder ist laut Hersteller in Arbeit und soll das Sortiment in Kürze ergänzen. Unabhängig von der Art des Sensors erfolgt das Anlernen wiederum über die App. Um beispielsweise einen Tür-Fensterkontakt in das System aufzunehmen, wird in der App zunächst die Art des Sensors ausgewählt. Anschließend wird die Schutzfolie von der Batterie des Sensors gezogen. Die App spürt den Sensor dann im Netzwerk auf. War man zu voreilig beim Ziehen der Schutzfolie, muss nur kurz das Batteriefach des Sensors geöffnet und geschlossen werden. Dabei wird der Sensor erneut in den Anlern-Modus versetzt. Bei der Installation wird jedem Sensor eine eigene Bezeichnung gegeben, sodass im Ernstfall schnell zu erkennen ist, an welchem Fenster oder welcher Tür beispielsweise ein Einbruchsversuch stattfindet oder welcher Bewegungsmelder reagiert hat. Schlägt ein Sensor an, startet die Sirene der Basisstation. Außensirenen, sofern eingerichtet, machen ebenfalls auf den Einbruchsversuch aufmerksam. Zudem wird eine Meldung über die ABUS-App ausgegeben.

ABUS hält mit der Smartvest das Versprechen einer unkomplizierten Einrichtung. Grundlegend konnten wir einzelne Sensoren in weniger als drei Minuten anlernen. Auch der Installationsaufwand zum Kleben der Sensoren ist überschaubar. Wo, wie zum Beispiel bei Bewegungsmeldern, gebohrt werden muss, legt ABUS eine entsprechende Bohrschablone bei. Auch weniger erfahrene Handwerker kommen so relativ schnell zum Ziel. 

Der Blick ins Zuhause

Sinnvoll ergänzt wird die ABUS Smartvest mir einer IP-Kamera, damit man auch aus der Ferne zu Hause nach dem Rechten sehen kann. ABUS bietet hier Innen- und Außenkameras an. Letztere sind entsprechend wetterfest. Wir haben das Modell für den Innenbereich getestet. Hier erfolgt die Einrichtung ebenfalls über eine App. Das Video der Kamera, die Bilder mit 720p-Auflösung sendet und zusätzlich über einen Nachtmodus verfügt, war nach rund fünf Minuten Einrichtungszeit auf dem Bildschirm des Smartphones zu sehen. Ein Netzstecker reicht für die Platzierung, denn die Kamera arbeitet im WLAN. Erfreulich ist, dass das Videosignal auch über die App der Alarmanlage abgefragt werden kann. Ein Wechsel zur Kamera-App ist also nicht erforderlich, um einen Blick in den überwachten Raum zu werfen. Aus der Ferne lässt sich der Blickwinkel der Kamera per Fingerwisch auf dem Bildschirm verstellen, da der Kamerafuß mit einem Motor ausgestattet ist. Details werden, wie bereits von anderen Apps gewohnt, mit zwei Fingern herangezoomt. 

ABUS Außenkamera

Ein Smart Home kommt nicht ohne eine intelligente Vernetzung der Komponenten aus. Das gilt auch für die ABUS Smartvest-Alarmanlage. In der Konfiguration lassen sich per Fingertipp unterschiedliche Szenarien einstellen. Im Test konnten wir es so einrichten, dass die IP-Kamera direkt in den Aufnahmemodus versetzt wird, wenn der Bewegungsmelder anschlägt. Einen Alarm über die Tür-Fensterkontakte ließ sich ebenso einfach mit dem Aktivieren einer Funksteckdose koppeln, um eine Lampe zu schalten. Wer sein ABUS Smartvestsystem mit mehreren solcher Funksteckdosen ausstattet, kann bei einem Einbruchsversuch auch das komplette Haus beleuchten oder die Stereoanlage aktivieren, um Einbrecher in die Flucht zu schlagen.

Nicht zuletzt liefert die Anlage jederzeit einen Sicherheits-Status des Hauses. Auf der Oberfläche der App lässt sich leicht kontrollieren, ob alle gesicherten Fenster geschlossen sind. Ist die Anlage nicht scharf geschaltet, lässt sich trotzdem über die App ablesen, welche Sensoren zu welcher Zeit ausgelöst wurden. Das ist beispielsweise interessant, um zu sehen, wann Türen geöffnet oder geschlossen wurden. Auch Funksteckdosen können gezielt abgeschaltet werden, um das berühmte Bügeleisen aus der Ferne im Griff zu haben.

Fazit

ABUS Smartvest ist ein zuverlässiges Alarmsystem, das durch die verfügbaren Komponenten leicht skalierbar ist. Somit eignet es sich für Wohnungen und Häuser gleichermaßen und kann mit den Sicherheitsansprüchen des Nutzers wachsen. Die Einrichtung über die App gefällt sehr gut und ist mit durchschnittlichem Technikverständnis problemlos zu bewältigen. Die Oberfläche für die Einstellungen ist dabei von der normalen Bedienoberfläche, über die beispielsweise die Anlage ein- und ausgeschaltet wird, getrennt. So kann sich der Bewohner bei der alltäglichen Nutzung der App ganz auf die Funktionen zur Steuerung der Anlage konzentrieren, ohne die Konfigurationsoptionen anzutasten. Wünschenswert wäre noch eine Kamera, die Bilder mit 1080p liefert.

Andere Artikel mit Themen: Sicherheit, Alarmanlage, Kameras

War dieser Artikel interessant für Sie?

Spannende Produkte bei Media Markt kaufen

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück