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Title: Sicherheit
Spartipp oder Sicherheitsrisiko Gebrauchtkauf?

Aufpassen bei gebrauchten Smart Home Geräten

Eine komplette Smart Home Ausstattung geht schnell ins Geld. Als Spartipp gelten gebrauchte Smart Home Gadgets. Doch damit sollte man vorsichtig sein, hier lauern Risiken für Sicherheit und Privatsphäre.

©Xiaomi

©Xiaomi

Die hohe Innovationskraft bei Smart Home Geräten hat auch Nachteile: Kaum hat man sich mit neuen Smart Home Gadgets eingedeckt, bringen die Hersteller Nachfolgegeräte an den Start. Die sind natürlich noch cooler, schneller oder bieten ein besonders tolles neues Feature. Wer gleich wieder auf neue Geräte setzen will, liebäugelt vielleicht damit, die bestehenden Gadgets weiterzuverkaufen. Andersrum gelten gebrauchte Smart Home Geräte als Spartipp. Doch wer smarter Gebrauchtwarenhändler werden will oder Schnäppchenjäger ist, sollte ein paar Dinge wissen.

©Google/ Ein Bug in Nest-Kameras löschte nicht alle Verknüpfungen.

Sicherheit geht nicht immer vor

Wie die Praxis zeigt, ist der Kostendruck für die Smart Home Hersteller groß. Das führt dazu, dass die Qualität leidet, sprich, man nimmt sich bei der Entwicklung von Geräten, Software und Diensten nicht mehr die nötige Zeit für Sicherheit und Schutz der Privatsphäre. Außerdem können Fehler in technischen Geräten nie ganz ausgeschlossen werden, wie zahlreiche Beispiele zeigen: So berichteten Nutzer von Nest-Sicherheitskameras kürzlich, dass sie immer noch auf die Kameras zugreifen konnten, obwohl sie diese zurückgesetzt und an andere Nutzer verkauft hatten. Unschöner Nebeneffekt für die neuen Besitzer: Statt mehr Sicherheit zeigte die gebraucht erworbene IP-Kamera unfreiwillig tiefe Einblicke ins Privatleben. Google hat darauf reagiert und einen Patch bereitgestellt, das Szenario zeigt aber, dass in gebrauchten Smart Home Geräten ungeahnte Gefahren schlummern.

©Xiaomi/ Staubsaugroboter zeichnen WLAN-Grundrisse auf; nicht bei allen Geräten werden alle Daten werden beim Reset gelöscht.

Smarter Staubsauger verrät Grundrisse und WLAN-Passwort

Der Sicherheitsexperte Dennis Giese staunte zum Beispiel nicht schlecht, als er sich 2017 einen Staubsaugroboter kaufen wollte. Um zu prüfen, welche Informationen die Geräte sammeln, kaufte er gebrauchte Geräte und fand darauf gespeichert Grundrisse von Wohnungen und WLAN-Passwörter der Vorbesitzer. Giese bohrte weiter und holte sich noch mehr smarte Geräte. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Viele Geräte aus dem Smart Home Bereich lassen sich gar nicht komplett löschen, denn selbst nach einem Reset bleiben Log-Dateien zurück, die beispielsweise WLAN-Zugangsdaten enthalten. Für Nutzer, die nicht gerade auch IT-Sicherheitsexperten sind, ist es nicht nachvollziehbar, ob man einmal genutzte Geräte weiterverkaufen kann, ohne sich damit Sicherheits- oder Datenschutzprobleme einzuhandeln.

©Philips/ Smarte Lampen machen nur dann Spaß, wenn Sie nicht von Fremden gesteuert werden können.

Gebrauchte Smart Home Geräte kaufen

Beim Kauf von gebrauchten Gadgets sind aber noch andere Risiken denbar, beispielsweise dass Geräte bewusst manipuliert werden. Kauft man einen smarten Lautsprecher, bei dem womöglich Firmware oder Hardware manipuliert wurden, stellt man sich eine Abhöranlage direkt ins Wohnzimmer. Derartigen Manipulationen kann man beikommen, wenn man gebrauchte Smart Home Hardware nicht über eBay & Co. kauft, sondern über offizielle Händler, die dafür Sorge tragen, dass die Geräte in einwandfreiem Zustand sind. Ein Problem für Gebrauchtkäufer ist aber oft auch, dass smarte Geräte normalerweise mit verschiedenen Nutzerkonten und Diensten verknüpft werden und sich das beim reinen Geräte-Reset nicht komplett rückgängig machen lässt. Dann kann der Fall eintreten, dass das smarte Lichtsystem fremdgesteuert werden kann.

Selbst Smart Home Geräte verkaufen

Wer selbst über den Weiterverkauf seiner Smart Home Geräte nachdenkt, sollte genau prüfen, ob sich die Gadgets komplett zurücksetzen lassen. Auch Verknüpfungen mit anderen Diensten sollten aufgelöst werden. Im Zweifelsfall sollten die Webseiten der Hersteller oder die Support-Hotlines passende Antworten parat haben, wie man in der Praxis am besten vorgeht. Kann man nicht sicherstellen, dass sämtliche privaten Daten vernichtet werden, sollte man vom Verkauf von Smart Home Geräten absehen. Dann bleibt leider nur noch die Entsorgung der Geräte, auch wenn das ökologischer Nonsens ist.

Fazit

Sicherheit und Smart Home ist ohnehin ein großes Diskussionsthema. Gebrauchte Smart Home Geräte bergen noch zusätzliche Risiken für Sicherheit und Datenschutz, das gilt sowohl für Käufer wie auch für Verkäufer. Verkäufer können das Risiko minimieren, indem sie die Gerätehersteller kontaktieren, um wirklich sicherzugehen, dass sich die Hardware so löschen lasst, dass keine Datenspuren zurückbleiben. Käufer greifen am besten zu Neuware oder Refurbished-Geräten, die direkt von Herstellern oder Händlern kommen, die dafür geradestehen, dass die Gadgets richtig funktionieren und nicht manipuliert wurden.

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