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Title: Sicherheit
Nicht nur für den Urlaub hilfreich

Das Einmaleins der Videoüberwachung

Worauf man vor dem Kauf einer Überwachungskamera achten sollte, wenn man Diebe abschrecken oder nach dem Einbruch bei der Täterverfolgung helfen möchte.

©iStock.com/AndreyPopov

©iStock.com/AndreyPopov

Überwachungskamera ist nicht gleich Überwachungskamera – die Unterschiede sind riesig, nicht nur preislich. Wir haben wichtige Fragen zusammengestellt, die Sie vor dem Kauf in Ihre Überlegungen einbeziehen und jedem Testkandidaten stellen sollten.

Lässt sich die Kamera gut bedienen?

Bitte unbedingt jede Kamera, die in der engeren Auswahl landet, vor dem Kauf testen! Damit ist nicht nur die Bildqualität gemeint, weshalb Sie ruhig Testaufnahmen machen sollten – sondern vor allem auch der Bedienkomfort. Pflicht ist auf Wunsch die Übertragung des Live-Bildes auf das Smartphone, für das im Grunde alle Hersteller eine eigene App anbieten. Diese App sollte intuitiv bedienbar sein, damit man im Alarmfall nicht lange nach bestimmten Funktionen suchen muss. Vor allem sollten sich Zusatzfunktionen aus der Ferne schalten lassen, natürlich abhängig von einer möglichst zuverlässigen Mobilfunkverbindung zwischen Smartphone und Kamera.

©iStock.com/3D_generator / Wer sich eine Überwachungskamer zulegt, sollte sich über mögliche Zusatzkosten informieren.

Soll das Live-Bild aufgezeichnet werden, werden längere Aufnahmen, auch über einen größeren Zeitraum hinweg, meist über eine Hersteller-Cloud abgewickelt, also auf einem externen Server gespeichert, was Zusatzkosten bedeuten kann. Faustregel: Je umfangreicher der Aufnahme-Service, desto teurer wird es – in den meisten Fällen reicht aber der kostenlose Basis-Service.

Wie erkennt die Kamera Bewegungen und Objekte?

Die beste Kamera ist die, die mit feinfühligen Bewegungssensoren auch auf Objekte reagiert, die in mehreren Metern Entfernung auftauchen, und dann selbsttätig einen Alarm an ein Smartphone sendet. Bei vielen Kameras kann die Sensibilität eingestellt werden, denn in den meisten Fällen sind es ja eben keine Einbrecher, die ins Blickfeld der Kamera geraten, etwa eine Katze oder sich bewegende Äste bei starkem Wind. Thermische Sensoren schließen Bäume schon mal aus.

Praktisch sind Alarmzonen, auf die die Kamera gezielt reagieren soll, etwa nur direkt am Garagentor, ohne auch die Einfahrt zu überwachen – und trotzdem wird der gesamte Bereich gefilmt.

Im Trend liegen intelligente Erkennungssysteme wie bei der Nest Cam IQ, die keinen Fehlalarm auslöst, wenn ein Hund durchs Bild läuft oder der Vorhang einen Schatten wirft. Mehr noch: Bei Personen kann die Cam IQ sogar Gesichter erkennen und zwischen „erwünscht“ und „unerwünscht“ unterscheiden. Der Clou sind automatisches Heranzoomen und die Nachverfolgung einer Person, ohne das Drumherum auszublenden.

Gibt es Funktionen, um Einbrecher zu verjagen?

Hat die Kamera aufgrund der Bewegungserkennung Alarm geschlagen und Sie als Hausbesitzer informiert, gibt es bei guten Systemen einige Möglichkeiten: Entweder lösen Sie über das Smartphone ein extrem lautes Alarmsignal oder (an der Kamera selbst oder über verknüpfte Beleuchtung im Smart Home) ein starkes Flutlicht aus, oder Sie sprechen den Eindringling gezielt an – über sogenanntes Zwei-Wege-Audio. Dadurch hören Sie auch alles, was im Raum oder Garten etc. vor sich geht, und genauso erkennt auch die Kamera Ungewöhnliches nicht nur optisch, sondern auch akustisch. Selbstverständlich lässt sich auch eine automatische Erkennung konfigurieren.

Lässt sich die Kamera flexibel installieren?

Neben einer möglichst einfachen Installation ist auch die Flexibilität wichtig, etwa damit die Kamera in verwinkelte Ecken passt. Wo Stromversorgung vorhanden ist, braucht man sich über die Laufzeit keine Gedanken machen. Für sogenannte PoE-Kameras (Power over Ethernet) reicht ein Netzwerkkabel, das die Stromversorgung gleich mit übernimmt. Nicht ewig dagegen laufen Kameras, die mit integriertem Akku funktionieren, können aber an den „unmöglichsten“ Stellen angebracht werden – sofern sie ihr Signal übers Internet senden können. WLAN ist in den meisten Fällen Pflicht.

Wer in Sachen Strom und WLAN an Grenzen stößt, kann auch über „autarke“ Kameras nachdenken – etwa für Baustellen, Parkplätze, Hütten und Ferienwohnungen, Wohnmobile und Wohnwagen, Wanderwege und Bootsanlegestellen, Ställe von Bauernhöfen, zur Beobachtung von Vögeln und Wildtieren und so weiter. Hier ist zum Beispiel die Arlo Go von Netgear ein Tipp, denn die Kamera funktioniert zu 100 % kabellos, trotzt Regen, Hitze und Kälte und sendet ihr Signal über das Mobilfunknetz. Zumindest das sollte zuverlässig vorhanden sein.

Ist die Außenkamera wirklich wetterfest?

Wenn Wetterfestigkeit wegen eines Außeneinsatzes erwünscht ist: Preist ein Hersteller seine Kamera als „wasserdicht“ an, muss in der Praxis nicht unbedingt das gegeben sein, was man sich unter dem Begriff vorstellt. Der Kauf wird nur dann kein Reinfall, wenn der Schutzgrad mindestens mit dem Standard IP65 angegeben wird, besser noch mit IP66, das heißt: staubdicht und besonders wasserabweisend.

Wie gut ist das Bild?

Vergessen Sie Kameras mit VGA-, PAL- oder SD-Auflösung: Diese Bildsysteme stammen nicht nur aus der TV-Steinzeit, sondern liefern auch vergleichsweise schlechte Bilder, die so wenig Auflösung bieten, dass man vielleicht Personen erkennen, aber nur mit Mühe Gesichter identifizieren kann. Selbst günstige Einsteigerlösungen kommen schon mit HD-Qualität daher, die aber mindestens Full-HD erreichen sollte – besser noch: 4K, also vierfaches Full-HD. Damit werden Bilder so knackig scharf, dass damit auch die Narbe auf der Wange sichtbar wird, die sich der Dieb vielleicht beim letzten Einbruch zugezogen hat.

©iStock.com/onurdongel / Welche Bildqualität darf es sein?

Wie ist die Bildqualität in der Nacht?

Auch wenn die meisten Einbrüche nachts geschehen, so erscheinen ungebetene Gäste auch immer wieder nachts – weshalb eine gute Nachtsichtfunktion den Schutz deutlich erhöht. Die Nacht wird damit fast zum Tage! Die erwähnte Narbe zu erkennen, ist vielleicht schwieriger, doch die Wahrscheinlichkeit, beim Durchstöbern der Täterdatenbank den Richtigen zu entdecken, ist nicht gerade klein.

Darf die Kamera überhaupt installiert werden?

Eine Frage, die man sich grundsätzlich stellen sollte – denn spätestens seit Inkrafttreten der europäischen Datenschutz-Grundverordnung gibt es strenge Regeln. Eigenes Eigentum darf zwar überwacht werden, fremdes oder öffentliches Eigentum dagegen darf auch ansatzweise nicht zu erkennen sein. Auch gehört zu den Pflichten ein deutlicher Hinweis (etwa durch Aufkleber, die vielen Kameras beiliegen), dass überhaupt Videoüberwachung auf dem Grundstück eingesetzt wird, da auf diese Weise in Persönlichkeitsrechte eingegriffen wird.

Im Inneren von Haus und Wohnung ist die Videoüberwachung grundsätzlich erlaubt, sofern alle Gäste oder zeitweilig Beschäftigte Bescheid wissen. Umstritten ist die Speicherdauer der Aufnahmen: 3 Tage laut Aufsichtsbehörden, 10 Tage laut Gerichtsurteilen – auf den konkreten Einsatzzweck kommt es an.

Fazit

Zu jeder Zeit von unterwegs übers Smartphone nachschauen, was zu Hause gerade abläuft, und in wenigen Sekunden über verdächtige Begebenheiten informiert werden, in Kombination mit intelligenten Erkennungsfunktionen und am besten zu einem günstigen Preis – so geht Videoüberwachung heute. Zwar lässt sich einhundertprozentige Sicherheit wohl niemals herstellen, doch dass man beruhigt(er) in den Urlaub starten kann, ist schon viel wert.

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