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Der große Überwachungskamera-Ratgeber

Überwachungskameras werden immer kleiner, schlauer, günstiger und leichter zu bedienen. Aber bevor man sie einsetzt, sollte man ein paar Dinge wissen

Überwachungskameras schützen das Heim vor Einbrechern.

© highwaystarz / Fotolia.com

Wer steht eigentlich vor meiner Haustür? Und ist daheim auch alles in Ordnung, wenn ich im Urlaub bin? Um solche Fragen zu beantworten, sind Kameras im Eigenheim eine sinnvolle Anschaffung. Welche Systeme es gibt und wie sie funktionieren. Plus: Tipps zur Rechtslage.

Zugangskontrolle an der Haustür

Sehr beliebt ist die Integration von Kameras in Haussprechanlagen. So hört man nicht nur die Stimme des Klingelnden, sondern kann sich auch ein Bild von ihm machen. Diese Anlagen lassen sich gut in ein Smart Home System einfügen und leiten bei Bedarf ihre Informationen auch an mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets weiter.

Die Kosten sind in den letzten Jahren stark gesunken, die Installation ist ebenfalls einfacher geworden. Bei den Angeboten gibt es große Unterschiede in Design, Ausstattung und Preis. So kosten Luxus-Design Türstationen etwa von Ritto um die 2500 Euro. Sie sind aus hochwertigem Edelstahl oder im Messing-Look und bieten eine verstellbare Farbkamera. Sie sind einfach zu installieren und werden per Internetkabel mit Strom versorgt. Die teure Verlegung eines zweiten Kabels entfällt. Laut Hersteller sind die Anlagen vandalismussicher.

Outdoor-Überwachung

Abhängig von der Größe des zu überwachenden Bereichs, sollte die Sicherung des Grundstückes mit mehreren Kameras erfolgen. Allerdings gibt es einige rechtliche Fallstricke. Über die Rechtslage bei der Sicherung des Außenbereichs klärt der Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Anwaltskanzlei WBS in einem YouTube-Video auf und geht dabei auf eine aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes ein: Danach ist es unrechtmäßig, das Nachbargrundstück oder Teile davon mit Kameras zu überwachen, genauso tabu sind öffentliche Bereiche wie Fußweg oder Straße. Das muss man bei der Installation beachten.

 

Praktisch sind Kameras mit Bewegungssensor, Mikrofon und Nachtsichtfunktion. Die Übertragung per WLAN erleichtert die Installation, das lästige Kabelverlegen entfällt. Manche Kameras legen die Daten lokal auf Speicherkarten ab, andere nutzen die Cloud des Anbieters. Das hat seine Vor-und Nachteile. Werden die Daten nur lokal gespeichert, ist keine Internetverbindung notwendig und die Installation meist einfacher. Aber auf die Daten kann oft nur im Nachhinein zugegriffen werden. Gerät die Speicherkarte in die Hände eines Diebes, sind die Aufnahmen verloren. Die Kameras sollten deshalb für Eindringlinge möglichst unerreichbar installiert werden.

Vorteil einer Internetanbindung per Kabel oder WLAN ist die Möglichkeit, Aufnahmen an einem sicheren Ort zu speichern, auf den auch andere Geräte zugreifen können. Das System ist meist besser integrierbar in eine Smart Home-Anlage. Die Bilder von mehreren Kameras lassen sich so zentral von einem Ort aus überwachen, etwa einem Monitor, Tablet oder Smartphone. Allerdings ist auf eine sichere Verschlüsselung bei Übertragung und Lagerung der Videodaten zu achten, da sonst Unbefugte leicht unerwünschte Einblicke erhalten. Wichtig ist es, voreingestellte Passwörter der Geräte und Speicherdienste baldmöglichst durch sichere zu ersetzen. So wird verhindert, dass über Suchmaschinen schlecht geschützte Kameras aufgespürt werden.

Außerdem ist zu bedenken, dass die Reichweite von drahtlosen Funknetzen begrenzt ist, auch kann die Aufstellung an einem ungünstig gelegenen Ort die Funkverbindung ausbremsen. Hier können WLAN-Repeater sinnvoll sein. Zur Stromversorgung der Kameras werden Akkus oder Stromkabel benötigt. Bei vielen Geräten reicht die Stromversorgung per Netzwerkkabel aus.

Außenüberwachungssystem

Viele Nutzer beurteilen im Internet das ABUS Heim Videoset Funk TVAC16000A inklusive IR Funk-Außenkamera TVAC16010A und Touchscreen als sehr positiv, loben die einfache Installation und zuverlässige Technik. Die Daten werden auf einer optionalen SD-Karte mit beispielsweise 16 oder 32 GB abgelegt. Die Signale der Kameras werden an einen 7 Zoll großen berührungsempfindlichen Bildschirm übertragen. Befindet sich der Monitor in der Dockingstation, können die Video- und Ton- Aufzeichnungen auf Smartphones mit der kostenlosen Asus-App betrachtet werden. Die Signale zwischen den Geräten werden verschlüsselt übertragen.
Info: Das Set kostet rund 320 Euro, es kann um bis zu drei Kameras (Preis je Kamera rund 150 Euro) erweitert werden. 

Die Netatmo Welcome Smart-Home-Kamera ist mit rund 180 Euro die kostengünstigere Alternative. Ausgestattet mit revolutionärer Gesichtserkennungs-Technologie, 130° Aufnahmebereich und Infrarot-Nachtsichtfunktion sendet die Welcome die Namen der erkannten Personen direkt via App auf das Smartphone. Alle Daten werden dabei nur lokal auf der SD-Karte der Kamera gespeichert und in der Cloud lediglich ein Screenshot der Gesichter. Einen Extrapunkt gibt es für das zeitlose Aluminium-Design.

Innenraumüberwachung

Die Rechtslage ist eindeutig: Natürlich darf man keine Personen ohne deren Wissen aufnehmen, also etwa dem Au Pair-Mädchen hinterherspionieren. Die Privatsphäre der Mitbewohner ist zu respektieren. Es ist verboten, sie auszuspähen oder gar Aufnahmen ohne Rücksprache zu veröffentlichen. Im Urlaub oder auch nur während der Arbeitszeit möchte man jedoch gerne wissen, ob zu Hause alles in Ordnung ist. Viele Hersteller bieten hierfür Kameras mit unterschiedlichen Funktionen an.

Innenüberwachungssystem – ein Beispiel

Das Netgear Arlo VMS3230-100EUS Smart Home 2 HD-Kamera-Sicherheitssystem (Einstiegspaket rund 250 Euro, Zusatzkamera rund 150 Euro) konnte im großen Smart-Wohnen.de-Test überzeugen. Es bekam auch sehr viele positive Bewertungen von Internetnutzern. So wird die Einhaltung der Schutzklasse IP65 gelobt, die garantiert, dass die Kamera vor äußeren Einflüssen wie Staub und Wasser gut geschützt ist. Die Installation wird als problemlos und schnell beschrieben und die User sind mit der App für iPhone und Android Handys zufrieden.



Das Multitalent lässt sich im Innen- und Außenbereich nutzen. Die Signale werden per WLAN von der Kamera zur Basisstation übertragen und kostenlos in einer Internet-Cloud gespeichert. Bei Bedarf wird der Besitzer per Email oder App über verdächtige Vorgänge informiert. Ein Bewegungsalarm ist integriert und die Aufzeichnung erfolgt in HD-Qualität. Dank der Nachtsichtfunktion erkennt man auch im Dunkeln, was in der Wohnung vorgeht.

Fazit

Um das Eigenheim vor unerwünschten Eindringlingen zu schützen, können Kameras im Innen- und Außenbereich sinnvoll sein. Verschiedene Hersteller bieten interessante Produkte. Bei der Installation gilt es, die Rechtslage zu beachten, damit keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

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