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Title: Sicherheit
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Der große Überwachungskamera-Ratgeber

Überwachungskameras sind heute klein, schlau, günstig und leicht zu bedienen. Bevor man eine IP-Cam einsetzt, sollte man jedoch ein paar Dinge beachten.

©Nest

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Wer steht eigentlich vor meiner Haustür? Und ist daheim auch alles in Ordnung, wenn ich im Urlaub bin? Um solche Fragen zu beantworten, sind Kameras im Eigenheim eine sinnvolle Anschaffung. Wir klären in diesem Ratgeber, welche Systeme es gibt und wie sie funktionieren. Dazu gibt es Tipps zur aktuellen Rechtslage rund um Sicherheitskameras für innen und außen, wie die Ring Video Doorbell 2, Nest Cam Outdoor, Netatmo Presence und Arlo Pro 2.

Kamera-/Türklingel-Kombinationen

Sehr unscheinbar sind in Gegensprechanlagen integrierte Kameras. Damit hört man nicht nur die Stimme des Klingelnden, sondern kann sich auch ein Bild von ihm machen und über die Smartphone-App für iOS und Android antworten, auch wenn man weit entfernt sitzt. Mit Hilfe verschiedener Zierblenden kann die Optik der smarten Türklingel zusätzlich ein wenig auf die Haustür bzw. Hausfront abgestimmt werden.

Die empfehlenswerte WLAN-Türklingel Ring Video Doorbell 2 kommt im ansprechenden Äußeren daher und steckt auch innerlich voller Highlights: das beginnt bereits bei der 1080p Full HD Auflösung, die für eine neu angeschaffte Überwachungskamera heute Mindeststandard sein sollte. Bewegungssensor, Infrarot-Nachtsicht, und die Möglichkeit, neben WLAN auch eine Verkabelung zu nutzen, macht diese Sicherheitskamera sehr flexibel. Schön ist auch der lebenslange Diebstahlschutz: sollte die Türklingel gestohlen werden, erhält der Nutzer immer Ersatz. Ein Wermutstropfen ist, dass man für die Speicherung der Videos oder Bilder ein kostenpflichtiges Abo abschließen muss und das Live-Bild etwas verzögert übertragen wird. Ring bietet weitere Sicherheitskameras für innen und außen, sodass damit das gesamte Grundstück überwacht werden kann, oder wie es der Hersteller nennt: „Ein Ring der Sicherheit“.

@ Ring

Outdoor-Überwachung

Abhängig von der Größe des zu überwachenden Bereichs, sollte die Sicherung des Grundstückes mit mehreren Kameras erfolgen. Allerdings gibt es einige rechtliche Fallstricke. Über die Rechtslage bei der Sicherung des Außenbereichs klärt der Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Anwaltskanzlei WBS in einem YouTube-Video auf und geht dabei auf eine aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes ein: Danach ist es unrechtmäßig, das Nachbargrundstück oder Teile davon mit Kameras zu überwachen, genauso tabu sind öffentliche Bereiche wie Fußweg oder Straße. Das muss man bei der Installation beachten.

Praktisch sind Kameras mit Bewegungssensor, Mikrofon und Nachtsichtfunktion. Die Übertragung per WLAN erleichtert die Installation, das lästige Kabelverlegen entfällt. Manche Kameras legen die Daten lokal auf Speicherkarten ab, andere nutzen die Cloud des Anbieters. Das hat seine Vor-und Nachteile. Werden die Daten nur lokal gespeichert, ist keine Internetverbindung notwendig und die Installation meist einfacher. Aber auf die Daten kann oft nur im Nachhinein zugegriffen werden. Gerät die Speicherkarte in die Hände eines Diebes, sind die Aufnahmen verloren. Die Kameras sollten deshalb für Eindringlinge möglichst unerreichbar installiert werden.

Vorteil einer Internetanbindung per Kabel oder WLAN ist die Möglichkeit, Aufnahmen an einem sicheren Ort zu speichern, auf den auch andere Geräte zugreifen können. Das System ist meist besser integrierbar in eine Smart Home-Anlage. Die Bilder von mehreren Kameras lassen sich so zentral von einem Ort aus überwachen, etwa einem Monitor, Tablet oder Smartphone. Allerdings ist auf eine sichere Verschlüsselung bei Übertragung und Lagerung der Videodaten zu achten, da sonst Unbefugte leicht unerwünschte Einblicke erhalten. Wichtig ist es, voreingestellte Passwörter der Geräte und Speicherdienste baldmöglichst durch sichere zu ersetzen. So wird verhindert, dass über Suchmaschinen schlecht geschützte Kameras aufgespürt werden.

Außerdem ist zu bedenken, dass die Reichweite von drahtlosen Funknetzen begrenzt ist, auch kann die Aufstellung an einem ungünstig gelegenen Ort die Funkverbindung ausbremsen. Hier können WLAN-Repeater sinnvoll sein. Zur Stromversorgung der Kameras werden Akkus oder Stromkabel benötigt. Bei vielen Geräten reicht die Stromversorgung per Netzwerkkabel aus.

@ Nest

Außenüberwachungssystem

Die Nest Cam Outdoor bringt alles mit, was eine Außenkamera haben sollte: sie filmt in Full HD (1080p), ist mit Zwei-Wege-Audio-Kommunikation, LED-Leuchte und Bewegungsmelder ausgestattet, und kann einfach an eine Steckdose angeschlossen werden. Als echte Außenkamera sind Netzteil, Kabel und selbstverständlich die Kamera wetterbeständig gegen Regen und Schnee. Kostenlos gespeichert werden Aufnahmen nur für drei Stunden, wer alle Videos in der Cloud sammeln möchten, benötigt ein kostenpflichtiges Abonnement. Der Live-Stream kann auch auf einem mit Android TV App ausgestatteten Smart TV wiedergegeben werden. Zusätzlich zur Außenkamera gibt es von Nest auch eine Indoor-Sicherheitskamera, die mit Zubehör wie einem flexiblen Kabel auch an Treppengeländern angebracht werden kann. 

© Netatmo

Die Netatmo Presence speichert Aufnahmen auf einer in der Kamera verschraubten SD-Karte und wahlweise im eigenen Dropbox-Account oder auf einem eigenen FTP-Server. Ein kostenpflichtiges Abonnement benötigt die Kamera nicht. Ihr größter Clou ist jedoch die K.I., die beim Erkennen von Bewegung zwischen Tieren, Menschen und Autos unterscheiden kann, und nur auf die gewünschten voreingestellten der drei Arten reagiert. Das kann eine Menge Push-Nachrichten ersparen. Im Gegensatz zu anderen Außen-Überwachungskameras wird sie anstelle einer vorhandenen Außenleuchte installiert, sodass keine Batterien oder eine Steckdose notwendig sind, sondern die IP-Cam einfach an das Kabel der Leuchte angeschlossen wird. Mit Full HD Videos, Nachtsicht und einstellbaren Überwachungszonen lässt die gemäß IP66 vollständig wetterfeste Sicherheitskamera bis auf eine Zwei-Wege-Audio-Kommunikation keine Features vermissen. Die Indoor-Variante Welcome vom gleichen Hersteller ist für den Einsatz im Inneren konzipiert und verfügt über eine Gesichtserkennung.

Innenraumüberwachung

Die Rechtslage ist eindeutig: Natürlich darf man keine Personen ohne deren Wissen aufnehmen, also etwa dem Au Pair-Mädchen hinterherspionieren. Die Privatsphäre der Mitbewohner ist zu respektieren und Gästen muss man sagen, wenn eine Indoor-Kamera in Betrieb ist. Es ist verboten, sie auszuspähen oder gar Aufnahmen ohne Rücksprache zu veröffentlichen. Im Urlaub oder auch nur während der Arbeitszeit möchte man jedoch gerne wissen, ob zu Hause alles in Ordnung ist. Viele Hersteller bieten hierfür Kameras mit unterschiedlichen Funktionen an.

© Netgear

Innenüberwachung mit Netgear Arlo Pro 2

Die wetterbeständige Netgear Arlo Pro 2 ist eine sehr flexible Sicherheitskamera: sie lässt sich dank IP65 Zertifizierung nicht nur indoor nutzen, sondern kann auch außen durch zusätzliche Kameras erweitert werden. Für diesen Zweck gibt es Sets mit ein, zwei, drei oder auch vier enthaltenen Kameras plus Basisstation. Die schön designte IP-Cam kann wahlweise per Akku oder Stromkabel betrieben werden. Die Signale werden per WLAN von der Kamera zur Basisstation übertragen und kostenlos in einer Internet-Cloud gespeichert. Bei Bedarf wird der Besitzer per E-Mail oder App über verdächtige Vorgänge informiert. Die Videos werden kostenlos für sieben Tage gespeichert, ein kostenpflichtiges Abonnement gibt es hier nicht. Ein Bewegungsalarm ist auch integriert und die Aufzeichnung erfolgt in Full HD-Qualität. Dank der Nachtsichtfunktion erkennt man auch im Dunkeln, was in der Wohnung oder im Haus so vor sich geht.

Fazit

Um das Eigenheim vor unerwünschten Eindringlingen zu schützen, können Kameras im Innen- und Außenbereich sinnvoll sein. Verschiedene Hersteller bieten interessante Produkte. Bei der Installation gilt es, die Rechtslage zu beachten, damit keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

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