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Title: Sicherheit
Test: Smarter Gerätefinder

Der Tile Bluetooth Tracker findet jedes Teil wieder

Schlüssel verlegt? Das Handy ist gerade wieder einmal unauffindbar? Tile verspricht Hilfe im heimischen Geräte-Dschungel und unterwegs.

© Tile

© Tile

Der Tile Bluetooth Tracker ist ein smarter Haushaltshelfer auf Bluetooth-Basis, der verlegte Schlüssel wiederfindet und das Telefon läuten lässt, wenn dieses wieder einmal nicht auffindbar ist. Damit reiht sich Tile in eine Reihe vergleichbarer Produkte ein. Aber seine Erfinder haben in großen Dimensionen gedacht. Deshalb ist der Gerätefinder so konzipiert, dass er seinen Besitzer auch dann über seinen aktuellen Standort informiert, wenn er unterwegs verloren geht. Idealerweise meldet sich der Tile von alleine wieder und lotst seinen Besitzer zum aktuellen Standort. Wie das funktioniert, haben wir uns während einer Testwoche ansehen dürfen.

Ansprechendes Design, begrenzte Lebensdauer

Der Tile ist gut 3 x 3 cm groß, einen halben Zentimeter dick und wiegt knapp 10 Gramm. Das Kunststoffgehäuse ist wasserbeständig gemäß dem IP5-Standard und in sich geschlossen. Das Gerät kann also bedenkenlos einen Regenguss wegstecken und nicht von Kindern oder Haustieren geöffnet werden. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass die verbaute Batterie nicht ausgetauscht werden kann. Sobald sie leer ist, müssen die Tiles ausgetauscht werden. Der Hersteller garantiert hierfür eine Laufdauer von mindestens einem Jahr, bevor es Zeit für einen neuen Tile wird.

Schnell installiert, unauffällig transportiert

Die Inbetriebnahme des Tile geht mithilfe der intuitiven App, die für Android- und iOS-Geräte bereitsteht, schnell von der Hand. Wichtig dabei ist, Bluetooth auf dem Smart Device aktiviert zu haben. Ohne das Datenprotokoll finden sich App und Tracker nicht. Unser Test-T(e)ile ist aber im Nu aktiviert worden. Abschließend wird dem Tile noch sein Aufgabenbereich zugewiesen - in unserem Fall ‚Schlüssel‘. Diese Zuordnung hilft vor allem dann, wenn mehrere Tiles verwendet werden, um die Übersicht zu behalten. Das war es schon und der Tracker ist bereit, sich finden zu lassen.

Screenshot Karsten Kunert / Im Test musste der Tile den Schlüssel "bewachen".

Universell einsetzbar

In unserem Test haben wir den Tile überwiegend am Schlüsselbund genutzt. Natürlich ist das Gadget aber für fast alle Gegenstände geeignet, die sich leicht verlegen lassen. In der Arbeitstasche lässt sich der Tracker genauso unauffällig deponieren wie im Rucksack, und sogar an einem Rechner und Tablet lässt er sich anbringen. Denkbar wäre sogar das Unterbringen im Geldbeutel oder am Halsband eines Haustiers.

Kein Verlegen mehr im Bluetooth-Umfeld

Soll ein Tile nun gefunden werden, wird in der App ein entsprechender Suchbefehl aufgerufen. Sofern sich das Gadget in Reichweite des Bluetooth-Funknetzes befindet, beginnt es sogleich, recht laut eine Melodie abzuspielen. Der Hersteller nennt als Lautstärkerer 90 Dezibel - das entspricht einem lauten Türknallen oder einem Dieselmotor in zehn Metern Entfernung. Damit lotst der Tile-Tracker seinen Besitzer an seinen aktuellen Standort. Auch das umgekehrte Szenario ist möglich. Wenn das Handy gerade einmal wieder unauffindbar ist, lässt ein Doppelklick auf das ‚e‘ im Schriftzug des Trackers Musik aus dem Smart Device erklingen. Dafür müssen allerdings zwei Bedingungen erfüllt sein: Bluetooth muss aktiviert sein und die Tile-App muss auf dem Gerät laufen.

Im Alltagstest hat sich Tile keine Blöße gegeben. Die Reichweite von Bluetooth variiert naturgemäß von Gerät zu Gerät, im Zusammenspiel mit einem iPhone 6 haben sich Handy und Tile in unserer Wohnung selbst über ein Stockwerk hinweg noch gefunden.

Screenshots Karsten Kunert / In der Wohnung funktionierte die Verbindung auch über ein Stockwerk hinweg.

Befindet sich der Tracker einmal außerhalb des Verbindungsradius, zeigt die App auf einer Umgebungslandkarte die letzte bekannte Position des Gerätes an. Liegt der vermisste Gegenstand beispielsweise noch in der Arbeit, kann man halbwegs beruhigt auf den nächsten Tag warten.

Tile unterwegs

Für den Fall, dass der mit dem Tile verbundene Gegenstand unterwegs verloren geht oder gestohlen wird, haben sich die Entwickler eine Rettungsoption einfallen lassen. In einer solchen Situation setzen sie auf die Kraft der Tile-Community. Ein Tile kann nämlich grundsätzlich mit jedem Smart Device, auf dem die Tile-App läuft, kommunizieren.

Geht ein Tile verloren, wird er weiter versuchen, Signale von sich zu geben. Wenn nun ein Smart Device, auf dem die App ebenfalls installiert und aktiv ist, in Funkreichweite kommt, setzt er gewissermaßen ein Notsignal ab. Der ursprüngliche Besitzer wird dann umgehend über die App und per E-Mail informiert wo sich sein Eigentum gerade befindet.

© Screenshots Karsten Kunert / Die Idee mit der Community ist gut, aber zum jetzigen Zeitpunkt noch zu wenig verbreitet.

Der Notruftest

Spaßeshalber haben wir deshalb unseren Test-Tile in der App als verloren gemeldet und ihn zwei Tage lang in einem Auto am Straßenrand um Hilfe rufen lassen. Erwartungsgemäß ist er nicht gefunden worden. Das ist aber nicht verwunderlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein weiterer Tile-Besitzer in einer Nebenstraße in München Sendling mit aktivierter Tile-App in den Funkbereich unseres Trackers gerät, war von Anfang an zugegebenermaßen extrem gering. Den Versuch war es uns das aber wert. Die Community-Option wird richtig interessant, wenn der Verbreitungsgrad des Gerätes hierzulande erheblich höher geworden ist.

© Tile / Am Schlüsselbund findet Tile spielend seinen Platz.

Fazit

Tile tut das was er soll, und das sehr gut. Die Möglichkeit, verlorene Gegenstände mithilfe der Community wieder auffinden zu können, ist sehr charmant, in der Praxis im November 2016 aber noch wenig erfolgsvorsprechend. Wer weiß? Wenn sich das Konzept durchsetzt, kann sich das schnell ändern.

Der Bluetooth Tracker ist extrem leicht, gut verarbeitet und fällt im Alltag kaum auf - nicht am Schlüsselbund und noch viel weniger, wenn er in eine Seitentasche der Arbeitstasche gesteckt wird. In unserem Haushalt er sich nicht verstecken können – ja, dieses Spiel haben wir auch gespielt. Allein die Aussicht, das Gerät jedes Jahr durch ein neues ersetzen zu müssen, trübt den Spaß an Tile ein wenig.

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