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Professionelle Videoüberwachung

Die Milestone-App auf der WD My Cloud

Mit der Milestone-App kann die Videoüberwachung auf der WD My Cloud NAS einfach und praktisch verwaltet werden.

© Andrey Popov / Fotolia.com

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Will man das eigene Zuhause oder die eigene Firma per Video überwachen, bedarf es meist teurer Technik. Das beginnt mit Kameras, führt weiter über ein Speichermedium – bis hin zu teuren Softwarelösungen. Besitzer eines Netzwerkspeichers von WD benötigen all das nicht, denn die WD My Cloud NAS ist mehr als nur ein Datengrab.

Die NAS von WD kann dank integriertem App-Store in ihren Funktionen individuell erweitert werden, und seit der IFA 2015 steht im App-Store der Modelle EX2 Ultra, EX2100, EX4100, DL2100 und DSL4100 auch die App „Milestone“ für alle Nutzer kostenfrei zur Verfügung. Dahinter verbirgt sich eine mächtige Videoüberwachungslösung, welche die Videosequenzen von IP- und WLAN-Kameras direkt auf das NAS abspeichert. Dabei kann ausgewählt werden, ob der Videostream fortlaufend immer gespeichert wird oder nur bei Erkennung von Bewegung. Hier kann sogar der zu überwachende Bildbereich definiert werden. Eine übersichtliche Chronik, in der schnell Ereignisse gefunden und die passenden Videostreams aufgerufen werden können, sowie eine Smartphone App für iOS und Android runden das Portfolio ab.

... und so wird Milestone in wenigen Schritten eingerichtet:

Auf der Weboberfläche der MyCloud NAS, die einfach via Webbrowser aufrufbar ist, navigiert man im horizontalen Menü auf „Apps“. Hier angekommen befindet sich im linken Seitenmenü ein Plus (+) Zeichen. Ein Klick darauf öffnet ein Pop-up, unter dem alle verfügbaren Apps im WD MyCloud App-Store in alphabetischer Reihenfolge angezeigt werden. Unter „M“ befindet sich die Milestone App (sollte sie nicht verfügbar sein, ggf. ausstehende Firmware-Updates der MyCloud NAS ausführen).

Screenshot: Chris Bertko

Nach der erfolgreichen Installation ist die App nun auch in der linken Menüleiste unter „Apps“ verfügbar. Ein Klick auf „Konfigurieren“ genügt und in einem neuen Tab öffnet sich die Oberfläche der eben installierten Videoüberwachungslösung. 

Benutzer und Berechtigungen

Für die erste Anmeldung braucht man keinen Benutzer oder ein Passwort, um auf die Oberfläche zu gelangen. Dieses kann nach dem Login erstellt werden, wozu ich dringend rate. Daher sollte der erste Weg in der sehr übersichtlichen Weboberfläche auf den Menüpunkt „Einstellungen“ führen, der im oberen rechten Menü zu finden ist. Auf der linken Seite können unter dem Menüpunkt „Benutzer“ verschiedene Zugänge mit unterschiedlichen Berechtigungen erzeugt werden. Der erste Benutzer, der erstellt wird, erhält automatisch Administratorrechte und hat damit vollen Zugriff auf die Milestone-Oberfläche.

Screenshot: Chris Bertko

Kameras hinzufügen

Nun kann erste Kamera in die Videoüberwachungslösung hinzugefügt werden. Auch das ist unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ möglich. Hierzu im linken Menü einfach auf „Kameras“ klicken, danach auf den Button „Kamera hinzufügen“. Es erscheint eine sehr simple Maske, in welcher lediglich die IP-Adresse der Kamera sowie der Benutzername und das dazugehörige Passwort der Kamera abgefragt werden. Milestone hat eine integrierte Kamera-Datenbank, die mehr als 2.500 Kameratypen der populärsten Kamerahersteller wie Axis, Panasonic, Hikvison, Samsung, D-Link usw. enthält. So erkennt die Videoüberwachungslösung in den meisten Fällen automatisch die weiteren Einstellungen der Kamera.

Screenshot: Chris Bertko

Natürlich können die benötigten Parameter wie Port, Pfad zum Kamerabild usw. auch manuell eingetragen werden, falls die Autoerkennung mal nicht funktioniert. Tipp: Dafür am besten in Google nach „Kameramodell“ + „Bild URL“ suchen, um an die benötigten Informationen zu gelangen.

Über das gleiche Schema lassen sich weitere Kameras in das Milestone-System einfügen, um das Grundstück, die Wohnung oder die Firma rundum zu schützen. Bis zu zwei Kameras können standardmäßig kostenlos in das Milestone-System eingefügt werden, weitere Kameras können via Lizenz (54,90 Euro einmalig pro Kamera) freigeschaltet werden.

Tipp: Aktuell gibt es noch bis Ende des Jahres die Kameralizenzen im WD App-Store kostenlos! 

Screenshot: Chris Bertko

Aufzeichnung und Bewegungserkennung

In den Einstellungen der Kamera kann im „Aufzeichnungsmodus“ festlegt werden, wann ein Videostream gespeichert werden soll (immer, niemals, bei Bewegung). Das Video wird dann natürlich auf der WD MyCloud NAS abgelegt. Entscheidet man sich für die Aufzeichnung bei Bewegung, stehen viele weitere raffinierte Einstellungen zur Verfügung. So kann ausgewählt werden, wieviel Sekunden vor der Bewegung und nach Bewegungsende das Video gespeichert werden soll. Das ist möglich, da der Kamerastream kontinuierlich gepuffert (also temporär gespeichert) wird.

Screenshot: Chris Bertko

Im Menüpunkt „Bewegungserkennung“ lassen sich zudem Bereiche von der Bewegungserkennung ausschließen. Hierzu einfach im Raster (das man übrigens selbst skalieren kann, um die Bereiche noch detaillierter auszuwählen) den betreffenden Bereich anklicken. Der rot markierte Bereich wird dann bei der Bewegungserkennung nicht mehr berücksichtigt. Das ist praktisch, wenn zum Beispiel Bäume im Bild sind, die sich im Wind bewegen, oder Scheiben, die Licht reflektieren. Auch die Sensibilität der Bewegungserkennung kann via Schieberegler detailliert angepasst werden.

Screenshot: Chris Bertko

Live-Ansicht und Chronik

Über den nicht zu übersehenden Menüpunkt „LIVE“, oben links in der Milestone Oberfläche, lassen sich alle verbundenen Kameras mit einem Blick einsehen. Ein roter Kreis im rechten Bereich des Kamerabildes signalisiert, dass der Stream gerade aufgezeichnet wird.

Durch einen Klick auf das jeweilige Kamerabild vergrößert sich dieses. Hier gelangt man über den kleinen Pfeil (unten links im Bild) zu den Aufzeichnungen der jeweiligen Kamera. Über die Pfeile „rechts“ und „links“ lassen sich die Aufzeichnungen vorwärts und rückwärts durchklicken. Besonders praktisch ist das Symbol mit der Uhr: Es öffnet die Chronik, in der man gezielt zu einem Zeitpunkt springen kann, um sich die entsprechende Aufnahme anzusehen.

Screenshot: Chris Bertko

Benötigt man die Videosequenzen eines bestimmten Zeitraums, so lassen sich diese mit einem Klick exportieren. Außerdem erhält man eine Videodatei, in der schon alle aufgezeichneten Sequenzen aneinandergereiht sind.     

Screenshot: Chris Bertko

Im oberen Menü unter „Exporte“ lassen sich diese jederzeit herunterladen und im integrierten Player ansehen. 

Screenshot: Chris Bertko

Die Milestone Smartphone-App

Ich muss zugeben: Ziemlich begeistert war ich von der kostenlosen Smartphone-App für iOS, die es natürlich auch als Android Version gibt. Sie erlaubt es nicht nur, den Livestream aller Kameras einzusehen, sondern auch, das Kamerabild des Smartphones auf die NAS zu pushen. So wird das Handy selbst zu einer mobilen Überwachungskamera, dessen Stream auf der NAS aufgezeichnet wird.  

Screenshot: Chris Bertko

Screenshot: Chris Bertko

Auch in der App lassen sich alle Aufzeichnungen chronologisch einsehen. Die Listendarstellung gefällt mir hier persönlich besonders gut.

Screenshot: Chris Bertko

Fazit

Auf den ersten Blick lässt sich nicht erahnen, was für ein mächtiges Werkzeug hinter dieser sehr aufgeräumten Milestone-Oberfläche liegt. Das gleiche gilt auch für die Smartphone-App. Das Menü ist klar strukturiert, sodass man sich nicht in Untermenüs verzettelt. Die Kombination von Videoüberwachungssoftware und NAS könnte nicht besser sein. So landen die Aufzeichnungen sicher auf dem Netzwerkspeicher und sind in der Milestone-Oberfläche schnell und strukturiert abrufbar. Die Milestone Smartphone-App macht die Lösung rund. Dem Wettbewerbsprodukt, der „Surveillance Station“ auf der Synology NAS, steht die Milestone-Lösung meiner Meinung nach in nichts nach. Im Gegenteil! Die aufgeräumte Milestone-Oberfläche ist deutlich einfacher zu handhaben und dank Kamera-Autoerkennung vor allem für Einsteiger optimal. Die aktuell laufende Aktion „Kameralizenzen unlimited for free“ macht die Videoüberwachungslösung auf der MyCloud NAS perfekt.

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