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Flexible Überwachungskamera

Die Nubo von Panasonic behält alles im Blick

Überwachungskameras gibt es viele, aber so vielseitig und flexibel wie die Nubo ist sonst keine. Das sind ihre Features.

Nubocam in einer Hand

© Nubo von Panasonic 2016

Überwachungskameras gibt es viele, aber so vielseitig und flexibel wie die Nubo ist sonst keine. Das sind ihre Features.

Als Panasonic die Nubo vor einigen Monaten ankündigte, klang das Konzept überzeugend: Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten, die auf vorhandene WLAN-Infrastruktur angewiesen sind, sollen sich mit der Nubo zum Beispiel auch Wohnmobile oder Hotelzimmer überwachen lassen. Allerdings war der Hersteller mit der Ankündigung etwas voreilig, denn das angekündigte Testmuster ließ mehrere Monate auf sich warten. Doch dann gab es überraschend eine Veranstaltung zur Produkteinführung in Berlin. Wo wir – als erste in Deutschland – ein Testmuster des vermeintlichen Alleskönners erhielten. Hier der erste Erfahrungsbericht:

App zu Nubo

In dem schicken Karton befindet sich die wasser- und stoßfeste Kamera, ein passendes USB-Ladekabel mit Netzgerät, eine Kurzanleitung sowie der Kunststoffträger der SIM-Karte, die schon in der Kamera installiert ist. Dank magnetischer Rückwand lässt sich die Nubo auf Metallflächen befestigen, eine Wandhalterung bietet der Hersteller für rund 40 Euro an.

Mobile Anwendung für eine eingängige Bedienung

Um die Nubo erstmals in Betrieb zu nehmen, muss man sie zunächst über das USB-Netzteil mit Anschlusskabel mit Strom versorgen. Dann wird die Nubo-App (gibt's für iOS und Android) auf einem Smartphone installiert und der Nutzer registriert sich – einmalig – mit einer Mailadresse bei Panasonic. Die Installation der Kamera gestaltet sich einfach, allerdings muss sich die Nubo bei der Erstinstallation in Reichweite eines zugänglichen WLANs befinden, da sonst die Aktivierung nicht gelingt. Ist die Kamera einmal mit dem zuvor angelegten Account verbunden – die Einrichtung ist in wenigen Minuten erledigt –  kann sie auch unabhängig vom WLAN betrieben werden. Wichtig dabei: Das Passwort sollte so gewählt werden, dass es für Hacker nicht leicht zu knacken ist. Die Einwahl ins mobile Netz von Vodafone (gehört zum Bundle) erfolgt dann automatisch und reibungslos. Der mobile Netzzugang steht in ganz Europa ohne Zusatzkosten zur Verfügung. Zumindest überall dort, wo ein Vodafone-Datennetz verfügbar ist.

Will man anderen Personen Zugriff auf die Kamera gewähren, muss man diesen die registrierte Mailadresse sowie das Passwort verraten – anders lassen sich Nubos derzeit nicht freigeben. 

Nubo von Panasonic

Die Kamera erfasst einen großen Blickwinkel – an einer Wand angebracht überblickt sie praktisch den gesamten Raum. Haben Smartphone und Kamera eine Internetverbindung – egal ob über WLAN oder mobil – lässt sich das von der Kamera erfasste Bild mit einem Zeitversatz von ein bis zwei Sekunden auf dem Smartphone anzeigen. Die Bildqualität ist für eine Überwachungskamera überdurchschnittlich, und selbst in schwach beleuchteten Räumen ist dank einer integrierten Infrarotleuchte gut zu erkennen, was sich vor der Nubo abspielt. Ohne 3G- oder LTE-Abdeckung reicht die Datengeschwindigkeit allerdings nicht für eine sinnvolle Überwachungsfunktion aus. Neben Bildern nimmt die Kamera auch selbst Ton auf. Man kann sogar mithilfe des Mikrofons am Smartphone Nachrichten über den Lautsprecher der Nubo wiedergeben.

Verschlüsselte Übertragung

Ist die Kamera installiert, aktiviert sie die Aufzeichnung, sobald sich in ihrem Blickfeld etwas bewegt. Gespeichert werden die Aufnahmen – per gesicherter SSL-Übertragung – auf einem Cloud-Server von Panasonic. So lässt sich per Smartphone überprüfen, wer sich in den überwachten Räumen aufhält. Hier setzt dann auch das eigentliche Geschäftsmodell des Herstellers an: Im Gratis-Betrieb werden die Aufnahmen nämlich nicht in der Cloud gespeichert, sondern bestenfalls auf einer in der Kamera eingelegten Micro-SD-Karte – die allerdings von einem cleveren Dieb wohl kaum vor Ort gelassen würde. Zum Preis von etwa 10 Euro pro Monat werden bis zu 250 Ereignisse – also Momente, in denen sich etwas vor der Kamera bewegt hat – für einen Zeitraum von bis zu zehn Tagen gespeichert. 1.000 Ereignisse über 30 Tage gibt's für rund 30 Euro und 5.000 über 90 Tage für knapp 100 Euro pro Monat. Das ist eine Menge Geld, kann sich aber lohnen, je nachdem, was überwacht werden soll.

Zum Testzeitpunkt wirkte die App allerdings noch nicht völlig ausgereift. So ließen sich etwa die oben aufgeführten Bezahlmodelle nicht aktivieren. Auch die Möglichkeit, nur einen bestimmten Bildausschnitt auf Bewegungen zu überprüfen oder die Kamera nach einem Zeitplan zu aktivieren, ist aktuell nicht vorhanden. Ebenso gibt es keine detaillierten Optionen für die Benachrichtigungen am Smartphone. Diese lassen sich nur entweder ein- oder ausschalten. So meldet sich das Smartphone, wenn die Kamera die Netzverbindung verliert oder wenn sich etwas in ihrem Gesichtsfeld bewegt. Nach dem Einschalten der Kamera dauerte es stets etwa zwei bis drei Minuten, bis das Smartphone auf die Kamera zugreifen konnte. Es wäre zu wünschen, dass der Hersteller an diesen Details noch feilt.

Nubocam an Wand befestigt

Die Grundfunktionen sind aber vorhanden und klappen ordentlich. In Gebieten mit guter Netzabdeckung ist die Kamera innerhalb von Minuten einsatzbereit. Voraussetzung ist allerdings eine Stromversorgung vor Ort, die bei Bedarf auch ein Akku liefern kann. Im Test hielt eine Powerbank mit 9000 mAh knapp sieben Stunden durch. Eine dauerhafte Überwachung eines Ortes ohne Stromversorgung ist jedoch schwierig – und ein Einbrecher, dem es gelingt, die Stromversorgung unerkannt abzuschalten, kann von der Nubo nicht überführt werden.

Fazit

Etwas ärgerlich: Vorläufig gibt es die Nubo nur im Direktvertrieb über www.nubocam.com und bei einigen Onlinehändlern. Bleibt zu hoffen, dass Panasonic schnell für den Vertrieb über den regulären Handel sorgt und bis dahin die Kinderkrankheiten der Kamera ausmerzt. Theoretisch sind auch andere Vernetzungsmöglichkeiten zu erwarten, da sich die Nubo mithilfe integrierter ZigBee-Module auch mit anderen Smart-Home-Geräten vernetzen lässt. Viele praktische Anwendungen für diese flexible Überwachungskamera gibt es bestimmt.

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