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Title: Sicherheit
Überwachungskameras

Die Ring Spotlight Cam Akku im Praxistest

in Kooperation mit Ring

Sicherheitskameras kombinieren Smart Home Technik mit klassischer Sicherheit. Unser Autor Jörg Geiger hat den Praxistest mit der kabellosen Ring Spotlight Cam Akku gemacht.

© Ring

© Ring

Smart Home Gadgets bieten eine gute Möglichkeit um das Eigenheim abzusichern und dabei ein bisschen mit Technik rumzuspielen. Ich hatte schon lange eine Outdoor Überwachungskamera auf meiner Wunschliste, um den Zugang vom Balkon aus zusätzlich abzusichern. Mir gefällt die Vorstellung, per Push-Nachricht auf dem Smartphone gewarnt zu werden, wenn sich auf dem Balkon etwas bewegt und dann würde ich doch auch ganz gern einen Blick auf die Szene werfen. Die Ring Spotlight Cam Akku oder wie sie auf der Packung heißt Ring Spotlight Cam Battery hatte ich ein paar Wochen im Rahmen eines Praxistests im Einsatz.

 

Ohne Kabel: Ring Spotlight Cam Akku

Ring ist bekannt für seine qualitativ guten Kameras und so wollte ich der Akku-betriebenen Spotlight Cam eine Chance geben. Akku deshalb, weil die optimale Position für die IP-Kamera auf meinem Balkon genau am weitesten entfernt von der nächsten Steckdose ist. Meine Frau hätte sicher keine Lust auf ein Verlängerungskabel quer über den Balkon gehabt, die Kids wären gestolpert und so richtig praktisch hätte ich es auch nicht gefunden. Außerdem gehört das Verlegen von Kabeln aller Art zu meinen meist gehassten Tätigkeiten. Was hat die Cam sonst noch drauf? Einiges, natürlich WLAN, Live-Bild in Full-HD, also 1080p inklusive Nachtsicht, Zwei-Wege-Audio, verstellbare Bewegungssensoren und eine fernaktivierbare Sirene. Und es versteht sich von selbst, dass die Outdoor-Kamera wetterfest ist. Doch zumindest das sollte bei mir kein Problem sein, dort wo sie hängen soll, ist sie vor Regen geschützt.

© Jörg Geiger / Bis auf die Bohrmaschine liefert Ring alles mit, was man für Betrieb und Montage braucht.

 

Schnelle Inbetriebnahme

Passend zum gehobenen Preis kommt die Ring Spotlight Cam Battery in edler Verpackung und sieht selbst auch schick aus. Nett, es ist gleich mal alles im Paket drin, was man braucht, Kamera, Akku, Halterung für Wandmontage, Schrauben, Dübel, sogar der passende Einsatz für die Bohrmaschine, Warnaufkleber und Schraubenzieher. Was man allerdings beachten sollte: In den eigenen vier Wänden darf man Kameras aufhängen wie man lustig ist, im Freien ist das aber etwas anderes. Worauf man bei smarter Überwachung achten sollte, haben wir deshalb in diesem Beitrag zusammengefasst.

Der Rest ist recht einfach: Sogar der Akku ist zumindest halb voll vorgeladen. Zum Einrichten muss man sich typisch für Smart Home nur die Ring-App holen, Einrichtung wählen und ein Benutzerkonto registrieren. Nutzer, die Wert auf hohen Datenschutz legen, sollten wissen, dass die aufgezeichneten Videos auf Cloud-Servern in Irland gespeichert werden und nicht mit den USA geteilt werden. Dort würde nämlich nicht unser Datenschutzrecht gelten. Einen lokalen Speicher gibt es nicht, ebensowenig die Möglichkeit, einen anderen Cloud-Speicher zu nutzen.

© Jörg Geiger / Die Einrichtung ist einfach, es gab aber immer wieder WLAN-Probleme.

 

Gelegentlich WLAN-Schluckauf

Schon bei der Registrierung hatte ich erste WLAN-Probleme und die habe ich ab und zu immer noch. Die Ring-App meldet, dass die Internet-Verbindung nicht funktioniert. Das tut sie aber definitiv, weil andere Apps ohne Probleme arbeiten und auch andere Geräte im gleichen WLAN munter funken. Hinweis: Die Ring Spotlight Cam Akku beherrscht nur 2,4 GHz WLAN, wie es die meisten Kameras tun. Mein Tipp: Was funktioniert hat, war mich über die Webseite ring.com zu registrieren, dann klappte plötzlich auch die Anmeldung in der App. Zur Inbetriebnahme der Spotlight-Cam muss man einen Knopf an der Kamera drücken und wie bei vielen anderen Smart Home Gadgets auch verbindet man sich dann zuerst per App direkt via WLAN mit der Kamera. Es empfiehlt sich, die Kamera erst einzurichten und dann an der Wand anzubringen. Im nächsten Schritt klinkt man die Kamera in das bestehende WLAN ein. Sie beherrscht WPA2-Verschlüsselung und ist in wenigen Augenblicken online. Was bei mir aber ab und zu das Problem ist: Wenn ich mir das Live-Bild ansehen will, dauert die Verbindungsaufnahme teilweise sehr lange oder funktioniert nicht. Meine Theorie ist, dass die Kamera sich in einer Art Ruhezustand befindet, aus dem sie sich manchmal nicht wirklich aufwecken lässt. Ring ist sich dieser Problematik aber bereits bewusst und arbeitet aktuell an einem Firmware-Update, welches diese Aussetzer beheben soll.

© Jörg Geiger / Registrierte Bewegungen werden zügig auf die angebundenen Smartphones gemeldet.

 

Einfache Funktionsweise

Was mir an der Ring-Cam gefällt, ist, dass sie einfach funktioniert. Registrieren die Bewegungssensoren etwas, landet sehr schnell eine Push-Nachricht auf dem Smartphone. Übrigens kann man andere Nutzer einfach per Mail-Adresse hinzufügen, sodass alle Familienmitglieder mit Smartphone Zugriff haben und dann entsprechend mit Warnmeldungen versorgt werden. Das Full-HD-Bild überzeugt mich im Praxistest, auch in der Nacht. Die Qualität ist viel besser als man das von öffentlichen Überwachungskameras kennt, Personen kann man klar erkennen. An einer Stelle musste ich aber etwas knobeln: Die Reichweite der Bewegungssensoren lässt sich mit einem Schieberegler justieren. Ich wollte meinen kompletten Balkon abdecken, aber natürlich nicht die Wiese davor. Das stellt man am besten zu zweit ein: Eine Person hat das Smartphone mit der Ring-App in der Hand und die zweite Person bewegt sich am Rand des zu erfassenden Gebiets.

© Jörg Geiger / Die App ist klar strukturiert, nur die Justierung der Bewegungssensoren ist etwas knifflig.

 

Manchmal übereifrig

Erste Praxistests vor Ort durchlief die Ring-Cam ohne Probleme. Bewegungen wurden korrekt registriert und die Videos ließen sich auch nachträglich abrufen, wenn man mal eine Nachricht nicht sofort bemerkt hat. Auch immer, wenn wir verreist waren, hat die Kamera ihren Dienst getan, einen Ausfall gab es nicht. Manchmal konnten wir aber beim besten Willen keine Bewegungen feststellen und trotzdem trudelten mehrere Push-Nachrichten im 5-Minuten-Takt ein. Aber diese Fehlalarme waren die Ausnahme. Man kann die Empfindlichkeit für Alarme auch noch ver- oder entschärfen, ich bin trotzdem bei der Standard-Einstellung geblieben. Absolut empfehlenswert ist es, bei registrierten Bewegungen gleich das integrierte Licht einschalten zu lassen. Das sollte Einbrecher in der Nacht abschrecken. Wofür ich keine Verwendung hatte ist der Motion Schedule. Man kann dort Zeiten festlegen, in denen der Bewegungsalarm nicht aktiv ist. Ich habe diese Funktion lieber händisch abgeschaltet.

Fazit

Was ich mir bei der Kamera noch wünschen würde, wäre eine Gesichtserkennung. Die wäre praktisch, um nicht bei jedem Blumengießen einen Alarm auszulösen. Diese Funktion hat Ring aber dafür in die Floodlight-Cam integriert. Wer also darauf Wert legt, sollte hier zu dieser Variante greifen.

In den ersten 30 Tagen ist der angebundene Cloud-Speicher für Videos kostenlos, danach werden 30 Euro pro Jahr fällig. Man muss dieses Cloud-Abo zwar nicht zwingend abschließen, hat dann aber im Nachhinein nicht mehr die Möglichkeit sich die Clips auch im Nachhinein ansehen zu können. Hier muss jeder selbst wissen, worauf er Wert legt. Mit rund 230 Euro gehört die Ring Spotlight Cam Akku zu den gehobenen Sicherheitskameras. Doch die Verarbeitung stimmt und wie es sich für ein Smart Home Gadget gehört, bekommt man es leicht an den Start. Zwei kleinere Dinge haben mich aber etwas gestört: Hin und wieder gab es WLAN-Probleme, obwohl das Funknetz eigentlich an der Stelle gut ist und ab und an mal Fehleinschätzungen des Bewegungsmelders. Hier hoffe ich jedoch auf das kommende Firmware-Update. Wer sich die Kamera gönnt, sollte sich für 30 Euro noch einen zweiten Akku dazu kaufen. Ich bin mit einer Akkuladung rund einen Monat ausgekommen, hat man einen zweiten Akku im Gerät, gibt es keine Ausfälle.

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