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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Überwachung in der Nacht

Diese Linsen sehen alles! Selbst im Dunkeln

Bei Tageslicht kann jede Kamera den Grund und Boden bewachen. Sobald die Sonne untergeht, muss spezielles Equipment her.

Nachtsichtkamera in dunklem Raum

© getpiper.com

Es klingelt an der Tür, der Paketbote ist da. Dank eines smarten Türspions, wie beispielsweise dem DoorBird (ab rund 350 Euro), muss der Hausherr noch nicht einmal das Sofa verlassen, um zu sehen, wer sich an der Türe tummelt. Sobald die Klingel betätigt wird, kommt die Benachrichtigung mit Livebild per WLAN aufs Smartphone. Wer den Eingangsbereich auch bei Dunkelheit im Blick haben möchte, kommt mit dieser Video-Türstation ebenfalls bestens zurecht, da sie einen Nachtsicht-Modus besitzt. Dieses Feature ist übrigens nicht nur für die Außenüberwachung hilfreich. Auch für den Innenbereich empfiehlt sich eine Videokamera mit Nachtsicht-Modus, da dadurch auch unbeleuchtete Räume überwacht werden können, was besonders bei Einbrüchen überaus hilfreich sein kann.

Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei

Eine herkömmliche Kamera liefert beispielsweise im Winter schon am frühen Nachmittag nur noch ein tiefschwarzes Bild und würde der lückenlosen Überwachung im Wege stehen. 

D-Links IP-Kamera DCS-932L

Die technische Umsetzung der Nachtsicht-Funktion ist auch keine Raketenwissenschaft: In der Regel setzen die Hersteller von Überwachungskameras Infrarot-LEDs ein, die den überwachten Bereich ausleuchten. Diese Form von Licht liegt im nahinfraroten Bereich und ist für das menschliche Auge unsichtbar. Strahlungsdetektoren im Objektiv einer entsprechend ausgestatteten Kamera wandeln dieses Licht um, und schon ist der überwachte Bereich auf einem Display gut zu erkennen. Diese Technik ist nicht teuer, und somit gibt es keinen finanziellen Grund, nicht in eine entsprechende Kamera zu investieren. Bereits für rund 80 Euro kann das Zuhause auch nachts unter Beobachtung gestellt werden. Die IP-Kamera „DCS-932L“ von D-Link lässt sich nahezu im ganzen Haus aufstellen: Sie arbeitet komplett kabellos, Livebilder bringt die mydlink-App aufs Smartphone oder Tablet. Die Kamera gibt laut Hersteller auch bei schwachem Licht und völliger Dunkelheit Livevideos wieder. Dafür sorgen vier Infrarot-LEDs, die bis zu fünf Meter vor der Linse ausleuchten. Auch der Bewegungssensor erweist sich als praktisch. Sobald jemand vor der Kamera herumschleicht, springt sie an, knipst ein Foto und verschickt es bei Bedarf an eine E-Mail-Adresse oder lädt es auf einen FTP-Server hoch. Allerdings ist ihr CMOS-Sensor auf eine Auflösung von 640x480 Pixel beschränkt – was mittlerweile sehr wenig ist. Dafür hat sie einen günstigen Preis. Wer die nächtliche Überwachung in HD-Auflösung ab 720 p wünscht, kann zur Kamera „In.Sight M120E“ von Philips (um 160 Euro) greifen.

Überwachungsvideos im Web abrufen

Die kleine Kamera von Philips nimmt Videos in HD auf und geht dazu noch einen kleinen, aber wichtigen Schritt weiter: Videoaufnahmen können gegen Aufpreis von etwa 10 Euro pro Monat bis zu sieben Tage in der Cloud des US-Anbieters Ivideon gespeichert werden. Das ist zwar nicht optimal – schließlich muss man so dem Anbieter einen gewissen Vertrauensvorschuss gewähren – dafür lassen sich die Videos später noch ansehen. Für eine Live-Ansicht benötigt man bei diesem Modell ebenfalls eine eigene App: InSightHD für Android- oder iOS-Geräte ermöglicht unter anderem die Einbindung einer weiteren Videokamera oder das manuelle Starten der Videoaufnahme. Auch diese Kamera sieht nachts noch eine ganze Menge: Infrarot-LEDs sorgen hier für genügend Helligkeit. Wenn die Linse etwas erspäht, schlägt sie per Push-Nachricht ans Smartphone oder Tablet Alarm oder nimmt Fotos oder Videos auf. Wer seine Kamera in eine bestehende Smart-Home-Anlage integrieren möchte, sollte überprüfen, welche Standards unterstützt werden.

Philips Nachtsicht-Kamera InSight M120E in Wohnzimmer

Z-Wave verbindet

Das umfassende Sicherheitsgefühl stellt sich eigentlich nur dann ein, wenn die Kamera ins Smart Home eingebunden ist. Eine Möglichkeit ist die intelligente „Piper NV“ (für rund 200 Euro). Piper NV kommuniziert über das Z-Wave-Funksystem. Bedeutet: Z-Wave-fähige Lampen, Zwischenstecker, Bewegungsmelder oder Tür-/Fensterkontakte können mit der Kamera verbunden und über die kostenfreie Piper-App gesteuert werden. Videos aufzeichnen kann Piper NV natürlich auch: Laut Hersteller soll der 3,4-Megapixel-Sensor Videos in Full-HD aufnehmen, sobald der Bewegungssensor etwas registriert. Dann startet Piper die Videoaufnahme und ruft über das Web auf Wunsch auf einem Handy an oder alarmiert per SMS. Dafür muss jedoch ein Account samt Telefonnummer beim Cloud-Anbieter Icontrol angelegt werden. E-Mails oder Push-Nachrichten im Falle eines Falles kann die Kamera ebenfalls versenden. Bis zu 100 der 35-Sekunden-Clips werden dann kostenlos im Web-Speicherplatz von Icontrol gesichert. Praktisch: Die Videos können über die Piper-App heruntergeladen werden. Und auch Piper NV soll dank Infrarot-LEDs in der Nacht klar und deutlich sehen. Ein praktisches Gimmick ist übrigens die schwenk- und neigbare Linse – ein Feature, das Sicherheits-Profi Abus in seinem Modell noch weiter ausgebaut hat.

Sicherheit made in Germany

Mit der Schwenk- und Neigekamera von Abus, der „TVAC19000A“, können bedachte Mieter und Hausbesitzer ihre Räumlichkeiten lückenlos überwachen. Die WLAN-Cam hat eine Rundumsicht (350 Grad Schwenk- und 90 Grad Neigebereich) und kann über die dazugehörige App „App2Cam“ auch aus der Ferne gesteuert werden. Natürlich besitzt auch sie Features wie HD-Auflösung (720 p), Infrarot-Nachtsichtfunktion, E-Mail-Benachrichtigung, Schnappschussfunktion und Push-Benachrichtigung via App bei Bewegungserkennung. Wer allerdings auch draußen alles mit Nachtsicht-Kameras überwachen möchte, sollte aufpassen. Diese Modelle sind nur für den Einsatz im Innenbereich gedacht: Ihre Gehäuse sind nicht vor Wind und Wetter geschützt.

Piper NV Screenshot

Auch draußen bei Nacht alles im Blick

Wer Garten, Terrasse oder Garagenzufahrt im Auge behalten möchte, sollte in eigens dafür konzipierte Kameras investieren. Hier hat beispielsweise der deutsche Sicherheitsprofi Abus ein geeignetes Modell im Programm. Die Kamera namens „TVAC19100A“ (rund 150 Euro) eignet sich für den Einsatz an der frischen Luft. Auch sie hat alle technischen Finessen: Bewegungssensor, Infrarot-LEDs für klare Sicht bei Nacht, E-Mail-Benachrichtigung, Push-Nachrichten und eine HD-Aufzeichnung der Umgebung in Bild und Film. Das Besondere an ihr: Sie lädt die Daten nicht irgendwo ins Web, sondern speichert wie die TVAC19000 sämtliches Material auf einer lokalen SD-Karte. Die Daten können dann über die kostenlose App „App2Cam“ von Abus angesehen werden. Für welche Kamera man sich am Ende entscheidet, kommt also ganz auf die eigenen Bedürfnisse an. 

Fazit

Der Markt bietet jedem etwas, der auch in der Nacht sein Zuhause überwachen möchte. Wer dabei nur einen kleinen Innenbereich einsehen will, kann bereits für rund 50 Euro günstige Geräte erhalten. Schwenkbare Optiken, lokale gespeicherte Videos und hohe Auflösung haben hingegen ihren Preis – die Investition lohnt sich aber allemal, denn das Sicherheitsgefühl daheim steigt immens.

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