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Smarter Türöffner

Diesen smarten Affen will niemand mehr loswerden

Man erwartet eine Bestellung, doch genau wenn der Paketbote klingelt, ist niemand zu Hause. Da hilft nur ein Hausäffchen.

Paketbote klingelt an Tür

© LOCUMI LABS GmbH

Mit dem Onlineshopping ist das so eine Sache: Häufig bringt der Paketbote die neuesten Einkäufe aus dem Onlineshop genau dann, wenn gerade niemand zu Hause ist. Die Monkey Erfinder und Gründer der Firma Locumi Labs haben sich Lösungen für dieses Problem auf die Fahnen geschrieben. Ihr erstes Produkt war eine faltbare Pakettasche aus stabilem Filz, die diebstahlsicher außen an der Wohnungstür befestigt wird. Ist niemand zu Hause, kann der Paketbote seine Lieferung in die Tasche legen und sie per Reißverschluss und Schloss sichern.

Einziger Haken: In Mehrfamilienhäusern muss der Kurier zunächst ins Treppenhaus gelangen, damit er zur Wohnungstür vordringen kann. Ist überhaupt niemand im Haus, dann haben er und der Empfänger Pech. Dieses Problem und viele weitere Anwendungsfälle im Zusammenhang mit Türöffnern an Haussprechanlagen soll die neueste Locumi-Entwicklung regeln: ein vernetzter Türsummer namens Monkey.

Auch Gründer machen sich mal zum Affen

Auf der Suche nach einem Namen für ihre Erfindung verschlug es die beiden Locumi-Gründer Christoph Baumeister und Daniel F. Jahn ins Tierreich. Eigentlich, so berichtet Christoph Baumeister, hätten sie nach einem plakativen Aufhänger für ein Video gesucht, das die Funktion des schlauen Türsummers erklären soll. Beim Brainstorming wurde aus einem Haustür-Butler schließlich ein dressierter Affe, der immer zu Hause ist und die Tür öffnet, wenn es klingelt. Nachdem diese Idee geboren war, hat sich der Markenname weiter verselbstständigt. Das Produkt soll schließlich auch eine Art smarter Hausschlüssel sein, der weltweit funktioniert. Und deshalb passt auch die sprachliche Interpretation in Richtung „Mon Key“ für französisch „mein“ und englisch „Schlüssel“ an dieser Stelle ganz gut.

Bei dem fertigen Monkey, der im Sommer 2016 auf den Markt kommen soll, handelt sich genau genommen nur um einen kleinen Elektronikbaustein. Diesen Chip sollen selbst blutige Laien in jede handelsübliche Türsprechanlage einbauen können. Man darf gespannt sein, wie Locumi Labs das bewerkstelligen wird. Monkey ist jedenfalls auch für Mieter gedacht, die den Smart-Öffner einfach ohne Nachfrage beim Vermieter installieren und beim Auszug in die nächste Wohnung mitnehmen wollen. Eine interaktive Onlineanleitung soll die Installation für jedes Anlagenmodell Schritt für Schritt erklären, ähnlich wie die Tutorials der smarten Heizungsthermostaten Google Nest oder Tado.

Monkey Grafik

So funktioniert Monkey

Sobald der Chip eingebaut und mit dem lokalen WLAN verbunden ist, kann der Türsummer ferngesteuert werden. Damit das funktioniert, gehören zum Produkt neben dem per WLAN vernetzten Chip eine Smartphone-App und ein Onlinedienst, der das mobile Steuerungsprogramm mit dem Türöffner zusammenbringt.

In diesem Onlineportal hat jeder Monkey-Nutzer einen sicheren, abgeschlossenen Bereich, in dem er verschiedene Anwendungsfälle für den smarten Türöffner programmieren kann. Bewohner selbst etwa kommen ohne Schlüssel ins Haus, sobald sie sich mit ihrem Smartphone in der Tasche der Haustür nähern. Für Paketdienste sollen sich Zeitfenster einrichten lassen, in denen sich die Tür durch ein einfaches Klingeln öffnen lässt, damit sie Pakete im Treppenhaus ablegen können – eine spezielle Monkey-Türmatte signalisiert dem Boten den Ort, wo er Lieferungen hinterlegen soll. Freunden, Handwerkern oder Reinigungspersonal kann man die Tür über die auf ihren Smartphones installierte Monkey-App und einen Einladungs-Link öffnen – dauerhaft, einmalig oder zu bestimmten Tageszeiten. Und schließlich lässt sich die Haustür über die Monkey-App auch schlicht fernsteuern: Ein Fingertippen in der App löst den Tür-Summer aus. Jede automatisierte Tür-Öffnung meldet das Monkey-Portal zudem an das Smartphone des Besitzers, sodass er auch in Abwesenheit stets im Blick hat, wann jemand das Haus betritt.

Monkey App

Verlinkt mit Paketdiensten und Smart Lock

Für den schlauen Öffner läuft noch bis Anfang Dezember 2015 eine recht erfolgreiche Kickstarter-Kampagne. Im Juni 2016 soll Monkey nach den Plänen seiner Erfinder auf den Markt kommen. „Kickstarter war für uns die optimale Plattform, um zu erkunden, ob potenzielle Kunden für diese Anwendung tatsächlich Geld ausgeben“, sagt Geschäftsführer Christoph Baumeister. Sie tun es – rund 1000 Monkeys wurden über die Kampagne vorbestellt. „Die gesamte Entwicklung wird indes nicht nur durch die Crowdfunding-Plattform, sondern auch über Business Angels, also größere Investoren, finanziert“, ergänzt Baumeister. Teil der Entwicklung sind auch Kooperationen mit angrenzenden Produkten und Services. Paketdienste etwa sollen mit einer eigenen Monkey-App automatisch Zugang zu entsprechend ausgestatteten Häusern bekommen. Und Nutzer vollautomatischer Wohnungsschlösser, sogenannter Smart Locks, sollen dank der Monkey-App und deren Zugangsverwaltung neben der Haus- künftig auch ihre Wohnungstür über dieselbe Anwendung intelligent steuern können.

Bis zur offiziellen Markteinführung bleibt den Gründern noch einige Zeit, um ihrem Produkt den letzten Feinschliff zu geben und ihre Onlineplattform mit all diesen Zusatzdiensten fertigzustellen. Zu den Anforderungen an den smarten Türöffner gehört dann etwa auch eine besonders sichere Datenverschlüsselung. Schließlich will der Zugang zu den eigenen vier Wänden natürlich nicht nur intelligent, sondern auch sehr gut geschützt sein.

Fazit

Der nachrüstbare WLAN-Türsummer Monkey vom Münchner Start-up-Unternehmen Locumi öffnet die Haustür intelligent und ferngesteuert. Er schließt damit eine wichtige Lücke zwischen dem Smart Home und dem Bürgersteig. Wer früh dabei sein möchte, kann sich noch für 89 Euro einen Monkey bei Kickstarter vorbestellen.

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