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Drive-In: Garagentor öffnet sich ohne Fernbedienung

Und wieder ein Gerät weniger: Mit smarter Technik spart man sich die Fernsteuerung fürs Garagentor. App-solut einfach.

Smarter Garagentor-Öffner von Novoferm

Eine Fernbedienung pro Gerät ist Schnee von gestern. Heute dient in vielen Fällen das Smartphone bereits als praktisches Universalgerät. Es kann auch zur Steuerung elektrischer Garagentore eingesetzt werden. Voraussetzung ist, dass das Tor bereits über einen elektrischen Antrieb verfügt. Dieser wird dahingehend erweitert, dass die Bedienung schließlich ganz einfach über eine App erfolgen kann.

Steuerung aus der Nähe

Schellenberg Garagentor-ÖffnerIst das Garagentor bereits mit einem Antriebsmotor und der entsprechenden Öffnungsmechanik ausgestattet, bietet sich beispielsweise der Smartphone Garagentoröffner von Schellenberg an, um auf die Steuerung per Handy umzurüsten. Dabei übernimmt das Smartphone die Rolle des Handsenders. Eine zusätzliche Fernbedienung wird damit hinfällig. Diese kann man künftig getrost zu Hause lassen. Das Empfangsmodul wird am vorhandenen Torantrieb montiert. Die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger ist App-gesteuert. Über die App sendet der Benutzer Signale per Bluetooth an das Empfangsgerät, welches diese über Kabel an den Torantrieb weiterleitet. Laut Hersteller ist die Codierung der Signale sicher, sodass Unbefugte sich keinen Zutritt zur Garage verschaffen können. Über eine Strecke von ungefähr 15 Metern funktioniert die Technik. Um sein Tor via App zu steuern, muss man mit dem Schellenberg’schen System also in unmittelbarer Nähe zur Garage sein – am besten in der Hofeinfahrt.

Handys mit einem Android-Betriebssystem ab Version 4.3 oder einem iOS ab Version 7.1 können mit der entsprechenden App, die es kostenlos zum Empfangsmodul dazu gibt, aufgerüstet werden. Das komplette Set, das zudem noch eine Antenne und doppelseitiges Klebeband sowie eine Montage-Anleitung enthält, gibt es für rund 75 Euro. Wer Familie und gute Freunde hat, möchte diesen vielleicht auch den einfachen Zutritt zur Garage ermöglichen. Mit dem Set von Schellenberg lassen sich bis zu fünf Smartphones über Bluetooth anlernen.

Einer unbegrenzten Anzahl von Nutzern erlaubt das iBlue Smart Gate-System (rund 150 Euro) Zugriff auf die Antriebstechnik. Sie müssen nur im Vorfeld definiert werden. iBlue Smart funktioniert ebenfalls über Bluetooth. Eine Internetverbindung ist also hier nicht nötig. Allerdings darf die Entfernung zwischen Smartphone und Tor auch nicht besonders groß sein, sondern sollte Sichtweite betragen, damit die App (derzeit nur verfügbar für iOS 8.0 und neuer, Stand: Dezember 2015) tatsächlich zum Öffnen der Garage genutzt werden kann. David Hasselhoff macht's im Video unten vor. Wenn auch nur in englischer Sprache verfügbar - es ist durchaus sehenswert.

Aufmachen durch Aufblenden

Ganz ohne Smartphone kommt der HomeMatic® Funk-Sensor von eQ-3 aus. Auto- und Motorradfahrer können ihr Garagentor (oder auch andere Tore) mit einer einfachen Lichthupe dazu bringen, sich zu öffnen. Es muss aber nicht unbedingt das Aufblenden sein, sondern kann sich auch um ein anderes elektrisches Signal aus der Beleuchtungsanlage handeln, das zum „Sesam-öffne-Dich-Effekt“ führt. Der Sensor lässt sich ganz einfach ins Fahrzeug integrieren ohne dass dieses umgebaut werden muss. Lediglich die Leitung zu der Lampe am Auto, die zur Öffnung des Tors verwendet werden solle, müsse durch das Gehäuse des Chamberlains Garagentor-Öffner funktioniert drahtlos und ist über das Internet erreichbar.HomeMatic-Sensors führen, was aber keinen großen Aufwand bedeuten würde, so der Hersteller. Der Funksensor wird dafür geöffnet, die gewünschte Leitung eingelegt und mit dem Schließen der Sensorhülle fixiert. Das Kabel wird quasi nur in den Sensor geklemmt. Der zweite Sensor ist am Torantrieb angebracht. Wird nun zum Beispiel die Lichthupe im Umkreis von bis zu 100 Meter betätigt, bemerkt der Sensor im Fahrzeug einen elektrischen Impuls, den er ans Garagentor schickt. Das öffnet sich daraufhin. Die Datensicherheit beschreibt eQ-3 dabei als besonders hoch. Unerwünschten Eindringlingen dürfte es somit äußerst schwer fallen, die Technik zu manipulieren. Auf Grund der eher geringen Reichweite muss sich auch niemand Sorgen machen, dass er aus Versehen die Garage aufmacht, wenn er kilometerweit entfernt die Lichthupte betätigt. Den Funksensor kann man auch auf anderen Gebieten einsetzen – etwa zum Ein- und Ausschalten der Außenbeleuchtung.

Steuerung aus der Ferne

Das Haus ist leer, alle Bewohner sind in der Arbeit oder der Schule und plötzlich kommt die Frage auf: „Habe ich heute Morgen die Garage zugemacht?“ Was tun? Heimfahren oder den Gedanken beiseiteschieben sind zwei Möglichkeiten. Wesentlich schneller, einfach und bequemer ist jedoch das Schließen des Garagentors per App. Über diese kann man das Tor auch aus der Ferne öffnen, falls sich ein Freund oder Nachbar ganz dringend ein Werkzeug aus der Garage borgen muss.

Chamberlain etwa bietet mit MyQ die Fernsteuerung des Garagentors über das Smartphone an. Die MyQ-App ist im App Store und bei Google Play kostenlos erhältlich. Der Türöffner, der dafür am Torantrieb angebracht werden muss, verbindet sich ganz ohne Kabel mit dem WLAN-Router im Haus und ist somit internetfähig. Über die App kann der Nutzer nun von überall auf der Welt über das Internet auf sein Garagentor zugreifen Das Tor sendet auf Wunsch eine Benachrichtigung aufs Handy, falls es versehentlich offen gelassen oder von einer anderen Person geöffnet wurde. Der Anwender hat die Möglichkeit, das Tor nach Belieben auf- oder zuzumachen. Dabei ist das System immer so sicher wie die Internetverbindung. Der Benutzer sollte daher sein Netzwerk stets mit entsprechenden Passwörtern und Sicherheitsstandards vor Hackern schützen.

Sprach-gesteuertes Öffnen

Das Garagentor mit Sprachbefehlen über das Smartphone zu öffnen, ist momentan nur Bastlern vorbehalten. Im Internet kursieren Videos und Anleitungen dazu, wie der kleine Einplatinen-Computer Raspberry Pi mit SiriProxy und dem Garagentor-Antrieb verbunden und konfiguriert werden muss, damit man das iPhone zur verbalen Steuerung verwenden kann. Für diejenigen, die nicht zu den Reihen der begeisterten Tüftler gehören, gibt es im Handel bislang noch kein vollständiges System, das es erlaubt, sein Garagentor mit Hilfe von Sprachbefehlen zu bedienen. Eine Kooperation zwischen Chamberlain, MyQ und Apple HomeKit ist aber für 2016 angedacht, sodass eine Sprachsteuerung der Chamberlain-Systeme über Siri, die Spracherkennungs-Software für iPhones, in absehbarer Zukunft möglich sein wird. 

Fazit

Wer es leid ist, für sein Garagentor eine extra Fernbedienung mitzuführen, kann sich einfach ein System installieren (lassen), welches das Öffnen und Schließens des Tors mittels App ermöglicht. Zu unterscheiden sind dabei Systeme, die nur über kurze Distanzen – etwa via Bluetooth – funktionieren und solche, die von jedem beliebigen Punkt auf der Welt über Internet einsetzbar sind. Letztere sind besonders praktisch, weil sich über die App prüfen lässt, ob das Tor offen oder geschlossen ist und bei Bedarf korrigiert werden kann. Wem die Nutzung des Smartphones oder Tablets immer noch zu aufwändig erscheint, hat darüber hinaus die Möglichkeit, seiner Garage einfach mit Hilfe eines Lichtsignals aus dem Fahrzeug Befehle zu erteilen. Allerdings muss sich das Auto hierfür ebenfalls in der Nähe des Tors befinden. Auf ein sprachgesteuertes System zum Öffnen der Garage müssen wir wohl noch ein wenig warten, sofern wir es nicht selbst basteln wollen.

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