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Subventionierter Schutz

Einbruchschutz: Mehr Förderung von der KfW

Neue Regeln für Wohnungsbesitzer und Mieter. Auch kleinere Umbauten werden jetzt finanziell unterstützt.

© Fantasista / Fotolia

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Die Zahl der Einbrüche ist in den vergangenen Jahren in Deutschland stetig angestiegen. Darauf hat nun auch die Förderbank "Kreditanstalt für Wiederaufbau" (KfW) reagiert und Ihre Modalitäten für die Förderung von Schutz gegen Einbruch zugunsten von Mietern und Immobilienbesitzern angepasst.

Subventionierte Maßnahmen

Eigentümer und Mieter können sich ab sofort bereits bei kleineren Ausgaben finanziell unterstützen lassen, wenn sie ihr Zuhause um Sicherheitsmaßnahmen erweitern. Dabei legt die Regierung großen Wert auf Präventionsmaßnahmen, meist mechanischer Natur. 41% aller Einbrüche finden nämlich gar nicht erst statt, wenn der Eindringling sich nicht schnell Zugang in das fremde Wohnobjekt verschaffen kann. Anstatt viel Zeit für den Einbruch aufzubringen, bricht dieser seine Aktion meist ab, um sich ein einfacheres Ziel zu suchen.

Zu Jahresbeginn war noch eine Investition von mindestens 2000 Euro notwendig, um in den Genuss staatlicher Förderung zu kommen. Seit April hat die Bundesregierung diese Grenze nach unten verlegt. Bereits Ausgaben ab einer Summe von 500 Euro werden nun mit zehn Prozent - also mindestens 50 Euro - subventioniert. Bei größeren Projekten kann eine solche Unterstützung bis zu 1.500 Euro betragen.

Durch einen Kombiantrag kann der Förderungsbeitrag sogar noch höher ausfallen. Wer zusätzlich Maßnahmen zur Barrierereduzierung umsetzt, erhält je nach Höhe der Investitionskosten einen erhöhten Zuschuss von mind. 200 Euro bis max. 6.250 Euro.

Wichtig dabei: Der Antrag muss gestellt sein, bevor mit der Sicherheitsmaßnahme begonnen wird.

Was wird subventioniert?

Gefördert werden grundsätzlich alle Maßnahmen und Investitionen, die zum Schutz der eigenen vier Wände beitragen. Dazu gehören verbesserte Sicherheitsschlösser genauso wie Fingerabdrucksensoren und Video-Überwachungsanlagen. Die Bundesregierung bietet dazu folgende Definition:

  • Einbau von einbruchhemmenden Haus- und Wohnungseingangstüren bzw. Einbau von Nachrüstsystemen für Haus- und Wohnungseingangstüren
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster
  • Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden
  • Einbau von Einbruch- und Überfallmeldeanlagen
  • Weitere Maßnahmen wie Türspione, (Bild-)Gegensprechanlagen, z.B. mit Videotechnik

Bei allen Maßnahmen sind sowohl Materialkosten als auch Handwerkerleistungen förderfähig.

Smarter Schutz

Die offiziellen Organe legen starken Fokus auf Prävention und mechanische Sicherheitsmaßnahmen. Das bedeutet aber keineswegs, dass smarte Technologie nicht ebenfalls gefördert werden kann, solange sie den Schutz der eigenen vier Wände erhöht. Alleine das Anbringen von smarten Außenkameras, wie beispielsweise der Netatmo Presence, kann schon eine abschreckende Wirkung auf Langfinger haben.

© Netatmo / Sichtbar montierte Überwachungskameras schrecken Einbrecher frühzeitig ab.

Smarter Schutz erweitert den rein mechanischen überdies um eine Vielzahl von Funktionen. Herausragendes Merkmal der Geräte mit IoT (Internet of Things)-Anbindung ist der Informationsaustausch mit dem Wohnungseigentümer in Echtzeit. Dieser erhält im Falle eines Einbruchs umgehend eine Information über außergewöhnliche Vorkommnisse zuhause auf sein Smartphone - oftmals sogar mit Bild oder Videoaufnahme des Eindringlings. So kann er umgehend eigene Maßnahmen ergreifen und beispielsweise Nachbarn oder die Polizei einschalten. Ausgereiftere Systeme übernehmen dies sogar selbständig. Das Somfy One Sicherheitspaket bietet beispielsweise sogar die Benachrichtigung eines externen Sicherheitsdienstes.

© Danalock / Smarte Türschlösser wie das Danalock V3 sind für Einbrecher schwer zu knacken.

Selbstredend ist das nur eine von zahlreichen Möglichkeiten, Smart Home Technologie zum Schutz der eigenen vier Wände zu nutzen. Das intelligente Türschloss Nuki vereint die physikalischen Vorteile eines Sperrschlosses mit künstlicher Intelligenz zum Schutz gegen unerwünschten Besuch. Aber bereits intelligente Steckdosenadapter können durch An- und Ausschalten von Lichtquellen Anwesenheit der Bewohner vortäuschen und potenzielle Angreife auf diese Weise abschrecken.

Fazit

Das Förderpaket der KfW ist eine tolle Unterstützung, die eigenen vier Wände sinnvoll zu schützen.

Dabei muss es nicht bei den klassischen Sicherheitsmaßnahmen bleiben. Auch die Ausstattung mit Smart Home-Geräte fällt unter die subventionierten Bestimmungen, denn sie tragen durch Abschreckung (z.B. sichtbare Kameras) und ihre Sicherheitsfunktionen dazu bei, Einbrechern das Leben erheblich schwerer zu machen.

Für Eigentümer und Mieter stellt die Förderung einen finanziell attraktiven Anreiz dar, in das Thema Smart Home einzusteigen und gleichzeitig die Sicherheit der Privatsphäre zu erhöhen.

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